Mobbing am Arbeitsplatz. Was kann man tun?

8 Antworten

Du lässt dich erst mal krankschreiben, damit du zur Ruhe kommst. Sprich mit deinem Arzt, überlege, wer dir helfen kann und wird.

Auch bei der Caritas gibt es einen Personalrat, du hast eine Vorgesetzte, du musst aktiv werden und darfst nicht aufgeben.

Niemand- auch nicht ein behinderter Mensch- darf dir schaden. Du bist nicht allein, wenn du andere informierst und in die Verantwortung nimmst. Deine Chef hat eine Fürsorgepflicht für alle seine Angestellten. Er darf nicht wegschauen. Es muss Gespräche geben. Schaffe du die Grundlage, in dem du aufschreibst, was wann passiert ist.

Versuche, bei einem solchen Gespräch sachlich zu bleiben, wenn du weißt, du kannst es nicht, nimm einen anderen vertrauenswürdigen Menschen aus der Familie mit, du brauchst Unterstützung.

Lass dir nicht länger gefallen, dass dir deine Arbeit unmöglich gemacht wird und du immer kleiner gemacht.

Der wichtigste Mensch bist du selbst und nur du kannst für deine Seele sorgen!

Vielen Dank

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Um rechtliche Mittel zu ergreifen (auch geistig Behinderte dürfen nicht folgenlos alles machen), ist es leider unumgänglich, ein Mobbingtagebuch zu führen. Darin müssen der Name der mobbenden Person(en), das jeweilige Datum, bei mehreren Vorfällen pro Tag auch (ungefähr) die Uhrzeit, der Ort des Vorfalls und die Art bzw. der Inhalt der Mobbinghandlung aufgeführt sein. Und zwar über einen Zeitraum von mindestens einigen Wochen hinweg. Ohne Mobbingtagebuch lässt sich nichts beweisen, steht Aussage gegen Aussage.

Das große Problem für Betroffene ist, dass das Mobbing auch vom Opfer selbst oftmals erst dann als Problem realisiert wird, wenn bereits massiver Schaden verursacht wurde. Dann noch etliche Wochen oder Monate durchzuhalten und heimlich ein Mobbingtagebuch schreiben, ist eine schwer auszuhaltende Zumutung.

Einen Lichtblick gibt es aber. In allen Betrieben, egal ob Privatwirtschaft, Kirche oder Öffentlicher Dienst, muss es einen Beauftragten für das sogenannte Betriebliche Wiedereingliederungsmanagement (BEM) geben. BEM dient nicht nur seinem Namen entsprechend der Wiedereingliederung nach überstandener Krankheit, sondern hat auch die Aufgabe, Maßnahmen durchzuführen, die neuen Krankheiten vorbeugen. Zu Krankheiten gehören ausdrücklich auch psychische Krankheiten. Psychische Krankheiten sind z.B. auch durch Mobbing oder sonstiges feindliches Umfeld ausgelöste Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit, Angstzustände, Depressionen und andere schwerwiegende Folgen. Und natürlich auch körperliche Folgen wie Kopfschmerzen oder Herz-/Kreislauferkrankungen wie erhöhter Blutdruck, Schwindel oder was anderes (wenn nicht offenkundig ungesunde Lebensweise oder starkes Übergewicht eindeutig die Ursache ist). Falls Dein BEM Beauftrager des Mobbings unverdächtig ist (also ein gewisses Grundvertrauen vorhanden ist), solltest Du einen Termin vereinbaren (bei der Terminanfrage auf Dringlichkeit hinweisen), das Problem sachlich, aber ohne Verharmlosung schildern und Lösungsmöglichkeiten besprechen. In der Regel lassen sich Möglichkeiten finden, die das Problem zumindest deutlich reduzieren.

Behinderung hin oder her. Geh zu deinem Chef und bring das Mobbing zur Sprache. Keiner muss sich so etwas gefallen lassen. Es ist nicht Sinn der Arbeit, sich fertig und krank machen zu lassen. Fruchtet die Aussprache nicht, dann such dir eine andere Arbeitsstelle.

Ich bin schwanger, ist das Mobbing an meinem Arbeitsplatz?

Ich bin schwanger in der 25. Woche. Ich war bisher seit meiner Schwangerschaft noch nicht einmal im Krankenstand, aber mein Chef macht andauernd Anspielungen, er sagt es mir nicht direkt, aber kommt immer öfter in meine Nähe und sagt zu Kollegen einfach " Eine Schwangerschaft ist nur ein Zustand, kein Grund im Krankenstand zu gehen" und wirft mir dann immer einen Blick zu..
Ich arbeite bei der Post, und habe viel mit Paketen und Briefen zu arbeiten. Meine Kolleginnen stehen alle total hinter mir und freuen sich mit mir nur er benimmt sich so. Ich arbeite z.B von 8-18 uhr mit 1 std pause und ich muss eben öfters auf die toilette od zwischen durch etwas zusätzlich essen, bevor ich umkipp. Und dann kommen von ihm nur kommentare wie "ah unser kugelfisch tut schon wieder essen" od wirft mir vor ich arbeite nix ich geh nur spatzieren. Nun kommt ja noch dazu das ich seit Juni keine Arbeitshemdten mehr tragen kann. Anfangs hat er mir persönlich die Erlaubnis gegeben in privater Kleidung zu arbeiten, jetzt hat er seine Meinung geändert. Um die Kosten wird er sich kümmern meint er, aber vor Kunden sagt er " schaun's is des ned a frechheit, in privater Kleidung zu tragen, schwanger muss ma sein" ich hab ihm darauf nur gesagt das er selber Schuld is weil er es bis heute ned geschafft hat mir größere zu bestellen. An meinen Arbeitsplatz kann ich kaum sitzen weil ständig Kunden da sind die Abholungen haben Briefe Pakete usw. Wir sind eine etwas größere Filliale in einem EKZ. Und ich versuch eh mein bestes und geb alles was ich kann und werde trotzdem nur niedergemacht von ihm. Trotz extremer Übelkeit, und einer Infektion und Durchfall bin ich arbeiten gekommen, er wusste von allem bescheid. Und immer wieder kommt er mir so. Ich fühl mich wie der letzte Dreck :( Ich hatte schon eine Fehlgeburt in der 8. SSW und hatte davor sehr viel Stress bin mir sicher das es davon kam. Hab einfach nur Angst und würd am liebsten gar nicht mehr in die Arbeit. :(
Ist das nun schon Mobbing? Kann ich bei meinen Arzt ein Berufsverbot beantragen ?

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Mitschüler droht mir mit Anzeige?

Hallo, ich bin 18 Jahre alt und eher ein ruhiger Typ. Leider verarschen mich ein paar Mitschüler immer wiedermal, dass eigentlich aber normalerweise an mir vorbei geht, die meide ich meistens und gebe mich mit meinen richtigen freunden aus der klasse ab. Nun heute bin ich auf einem Tisch gesessen und ein Mitschüler wollte mir von hinten eine Leere Druckerpapierschachtel aus Karton mit Müll über den Kopf stülpen, ich hab das im Winkel zufällig gesehen und im die Schachtel gerade noch mit voller Wucht aus der Hand geschlagen. Darauf ist die Schachtel auf seinen Kopf geflogen und er fragte wieso ich das tue und ob ich behindert sei und ob ich eingeraucht bin und solche Beleidigungen. Ich fragte ihn dann ob er behindert sei, und weshalb er mir ohne Grund eine Schachtel mit Müll über den Kopf stecken wollte und dann sagte er: Du hast doch so gerne eine schachtel am Kopf. Danach hatte er eine kleine Beule auf der Stirn (Delle und diese war ein wenig rot) Da dachte ich mir dieser Typ ist krank und bin einfach zu meinen Freunden in die andere Ecke gegangen. Nun will er mich angeblich wegen Körperverletzung anzeigen, jedoch war auch einer meiner freunde dabei und sagte mir wenn es wirklich so weit komme was er für mich aussagen werde und das das ein Unfall und nicht mit Absicht war etc..

Kann dieser Mobber mich wirklich wegen Körperverletzung anzeigen? Wenn dann zeige ich ihn auch wegen Mobbing und Verhänselung in der Schule an geht das?

Danke

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