MMendelsche regeln?

 - (Schule, Biologie, danke)

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Hi,

das Diagramm zeigt einen Erbgang von Kaninchen. Es zeigt einerseits ihre Genotypen, die mit zwei Buchstaben abgekürzt werden (z.B.: "AA"; "aa"; "Aa") und es zeigt zum anderen ihre Phänotypen, ihr äußeres Erscheinungsbild, welches mit den Genotypen im Zusammenhang steht, hier offenbar die Fellfarbe.

Aus dem Diagramm ergibt sich, dass, wenn reinerbige Eltern gekreuzt werden (P-Generation, P = parental = Eltern; homozygot = reinerbig), die sich in einem Merkmal unterscheiden (Fellfarbe), also AA x aa, die Individuen der ersten Nachkommenschaft (F1 Generation; F=filial, 1. Tochtergeneration) in ihrem Aussehen alle einheitlich sind. Nämlich hier alle braun. Aufgrund des einheitlichen Aussehens der F1-Generation, wurde dieses Phänomen "Uniformitätsgesetz" genannt (uniform = gleichaussehend) oder 1. Mendelsche Regel.

Die Nachkommen der F1-Generation sind zwar äußerlich gleichaussehend, in Bezug auf ihren Genotyp aber alle gemischterbig (heterozygot), nämlich "Aa", weil sie von jedem Elter eine Anlage bekommen, von dem linken Hoppelmann ein "A" und von dem rechten Hoppelmann ein "a", ergibt in der F1-Generation immer "Aa".

Der Phänotyp (das äußere Erscheinungsbild) der F1-Generation zeigt, dass eine Anlage eines Elters in seiner Wirkung "dominant" ist, nämlich das mit dem großen Buchstaben abgekürzte "A", für braunes Fell, weil alle Individuen der F1-Generation dieses Merkmal des Elters besitzen, sie sind alle braun, wie der Hoppelmann oben links. Während die andere Anlage, welche in der F1-Generation gar nicht in Erscheinung tritt, nämlich das schwarze Fell ("a"), "rezessiv" genannt wird.

A (braune Fellfarbe) ist also hier dominant über a (schwarze Fellfarbe).

Werden heterozygote Anlagenpaare (Aa), also die Individuen der F1-Generation, miteinander gekreuzt, dann beobachtet man, dass die Individuen der 2. Nachkommenschaft, der F2-Generation, in einem bestimmten Zahlenverhältnis in ihrem Erscheinungsbild aufspalten, nämlich 3 braune und 1 schwarzes. Das Verhältnis ist hier 3:1. Weil man in der 2. Nachkommenschaft so eine Aufspaltung beobachtet, bezeichnete man dieses Phänomen als "Spaltungsgesetz" oder 2. Mendelsche Regel.

Das Spaltungsgesetz ist durch die Kombination der Genotypen begründet. Alle Kaninchen der F1-Generation bilden Spermien oder Eizellen mit der Anlage "A" oder "a", weil sie über beide verfügen (Aa). Kombiniert man nun die möglichen Keimzellen beider Eltern der F1 miteinander, in allen möglichen Kombinationen, dann bekommt man 4 mögliche Kombinationen: A+A = AA; A+a = Aa; a+A = aA; a+a = aa und diese 4 Genotypen finden sich alle in der F2-Generation wieder (vgl. Diagramm).

Da aber "A" (braun) dominant über "a" (schwarz) ist, sind die drei Genotypen, in denen die dominante Anlage enthalten ist, nämlich: AA, Aa und Aa in ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht zu unterscheiden, alle drei haben braunes Fell. Nur die eine Kombination der Genotypen, in der nur die rezessive Anlage doppelt und ohne das dominante "A" vorkommt "aa", führt zu einer Ausprägung des rezessiven Merkmals, nämlich zu einem schwarzen Fell. Gruß

du solltest für deine Arbeit die Fachbegriffe kennen, die ich dir schwarz markiert habe. Wenn du Fragen hast, dann frag einfach :) Gruß

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Danke schön, dass ist sehr hilfreich!☺

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Wie viel Mühe du dir gegeben hast. Danke

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