Mittelalter/Stadt. Wie wurde auf dem Markt gehandelt?

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4 Antworten

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Es gab Wochen- und Jahrmärkte. Die täglichen oder Wochenmärkte kann man sich so ähnlich vorstellen, wie die heutigen Wochenmärkte. Die Bauern kamen in die Stadt und verkauften Obst, Gemüse, Eier, Geflügel usw. Dazu kamen noch verschiedene Handwerker, die Güter des täglichen Gebrauchs anboten, z. B. Töpferwaren und Haushaltsgerätschaften, Schneidereibedarf usw.

Bei den Jahrmärkten kam es darauf an, aus welchem Grund diese stattfanden. Wenn beispielsweise im Marktrecht ein jährlicher Fachmarkt verankert war (z. B. für Wolle oder Tuch), dann kamen meist von weither Händler, die genau in diesem Fach tätig waren - ähnlich wie heute die großen Fachmessen in den Messezentren.

Da kam es schon vor, dass italienische Händler nach England reisten, um dort feine Wolle einzukaufen. Diese verarbeiteten sie dann zuhause zu feinem Tuch, das mit edlen Färbemitteln eingefärbt wurde, die sie auf anderen Fachmärkten, z. B. in Venedig erwarben. Dieses Tuch verkauften sie dann vielleicht ein Jahr später auf einem Tuchmarkt in Köln oder Augsburg.

Jahrmärkte konnten aber auch im Rahmen von Wallfahrten stattfinden. Jede Kirche war einem bestimmten Heiligen geweiht, von dem in der Kirche auch eine Reliquie aufbewahrt wurde. Diesen wurden meistens irgendwelche Wunder nachgesagt. Daher kamen jährlich zum Namensfest des Kirchenpatrons Wallfahrer aus der näheren und weiteren Umgebung oder auch von sehr weit her, um die Reliquien zu verehren und um selber ein Wunder von dem Heiligen zu erbitten.

Da konnten schon mal tausende Leute auf einmal in die Stadt kommen, die dann auch eine Weile blieben und versorgt werden mussten. Da wurden dann auch an Ständen alle möglichen Lebensmittel und auch Bier und Wein angeboten.

Bei Jahrmärkten gab es auch immer jede Menge Vergnügungen. Gaukler und fahrende Sänger zogen von Stadt zu Stadt und boten ihre Künste dar. Fliegende Händler boten allerlei Kleinkram an, von bunten Haarbändern bis zu allen möglichen kuriosen Heilmitteln gegen jede Art von Beschwerden oder auch Souveniers, die die Wallfahrer ihren Lieben daheim mitbringen konnten. Natürlich machten auch Prostituierte ein gutes Geschäft und Taschendiebe und Bettler hatten Hochkonjunktur.

Klar, genauso wie heute, nur mit anderen Waren. Es gab auch damals schon Münzen mit verschiedenem Wert. Sehr viel wurde allerdings auch im Tauschgeschäft gemacht.

Es gab wie heutzutage Währungen, bspw. Dieten

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