Mittelalterliches Leben besser?

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Die Menschen, die im Mittelalter lebten, kannten kein anderes Leben und gestalteten den Alltag nach ihren Möglichkeiten, um leben bzw. überleben zu können.

Ich persönlich möchte damals nicht gelebt haben wollen.

  • Man sollte bedenken, dass die Medizin damals noch "in den Kinderschuhen" steckte und vielen Menschen derart nicht geholfen werden konnte, weshalb sie früh sterben mussten.

  • Auch gab es unglaubliche Grausamkeiten bzw. Folter als Strafverfolgung; u. a. informiert das Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber anschaulich (ich war 2006 dort!) über derartige Foltermethoden und Folterwerkzeuge. - Heute gibt es moderne Gefängnisse mit guten vielfältien Speisen, Sport und Taschengeld.

  • Die Menschen mussten sich in Burgen verschanzen, um sich vor Angreifern bzw. Feinden zu schützen, mussten frieren und wärmten sich an Feuerstellen. - Heute kennt man in den angenehm geheizten Wohnungen keine "Eisblumen an Wohnungs-Fenstern" mehr, was ich noch während meiner Kindheit im 20. Jahrhundert erlebte.

Und jetzt mache ich einen großen Sprung in unsere heutige Zeit:

Auch den heute "unentbehrlichen PC" und das "unentbehrliche Handy" gab es damals auch noch nicht, weiterhin "kein Komasaufen" und "kein Herumgammeln" und "keinen Leistungsbezug vom Arbeitsamt bzw. der Arbeitsagentur".

Ich nehme an, hiermit zum Nachdenken angeregt zu haben.

Danke für die Auszeichnung. Das freut mich.

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Ob sich die Menschen im Mittelalter wohler gefühlt haben als wir heutigen das tun, das kannst du nur anhand von schriftlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit teilweise und mit Vorbehalt nachvollziehen.

Aber ... wenn du dir die Lebenserwartung in dieser Zeit ansiehst, dann kommen dir vermutlich berechtigte Zweifel daran, dass sich die Menschen damals wohler gefühlt haben könnten.

So war die Frauensterblichkeit sehr hoch. Allein durch die vielen Schwangerschaften und Geburten … es ist keine Seltenheit gewesen, dass eine Frau bis zu 20 Kinder gebar, sowie durch die anfallenden schweren körperlichen Arbeiten in Haus und Feld, lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei den Frauen nur bei 29,8 Jahren.

Und die Männer hatten nur eine durchschnittliche Lebenserwartung von 28.5 Jahren ...

Die Kindersterblichkeit ist für uns unvorstellbar hoch gewesen, so starb in dieser Zeit eines von zwei Kindern noch in seinem ersten Lebensjahr. Von den 18 bis 20 Kindern einer Mutter erreichten meistens nicht viel mehr 2 Kinder ihr Erwachsenenalter.

Die Gesamtbevölkerung war sehr jung … das Durchschnittsalter der Hälfte der Menschen lag unter 20 Jahren. Einige wenige Menschen lebten bis zu ihrem 60. Lebensjahr. Und diese waren ob ihres Alters oft respektiert und angesehen, so ferne es sich dabei nicht um arme Menschen handelte, welche aufgrund ihrer frühzeitigen „Altersschwäche“ und verschiedenster Gebrechen und Krankheiten nicht mehr imstande waren, sich durch ihre Arbeit selbst zu erhalten … und daher vom Betteln leben mussten.

Nein was soll daran gut sein wenn sich alles nur ums überleben dreht ist doch schön das man heute wo caffee mit freunden trinken kann und von der hygiene will ich nicht einmal anfangen. Und im mittelalter war die erde ja noch ne scheibe :D

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