Mitrecht,Mietvertrag , Wohnrecht?

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8 Antworten

Seit ihr verheiratet? Dann darfst du die eheliche Wohnung nutzen, solange der Ehepartner keinen Beschluss des FamG auf Zuweisung der Ehewohnung erwirkt. Der Antrag ginge allerdings durch.

Seit ihr es nicht, kann er dich jederzeit mit angemessener Fristsetzung von einer Woche aus seiner Wohnung verweisen.

Steuerlich kommt da garnichts auf ihn zu - ob er sein Eigentum vermietet, selbst nutzt, gar leerstehen liesse, kümmert den Fiskus nicht.

Warum sollte er sich auf einen anderslautenden Vertrag einlassen? Zumal wenn er eine neue Partnerin fände, die diese Arrangement sehr argwöhnisch machen dürfte?

Suche dir schnellstens eine eigene Wohnung. Die Kinder können auch bei ihm wohnen, sofern deine künftige Wohnsituation dies sogar hergäbe, etwa weil du dir keine ausreichend große mit Kinderzimmer(n) leisten kannst. Gemeinsames Sorge- und Besuchsrecht besteht ja unverändert.

G imager761

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Ihr könnt ohne Probleme einen Mietvertrag abschließen. Sobald Du auch nur einen Euro für die Überlassung von Wohnraum zahlst, zählt das offiziell als Miete, sodass Du als Mieterin entsprechend geschützt bist.

Steuerlich gilt folgendes:

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung müssen versteuert werden. Dein Ex muss diese Einkünfte daher in der Steuererklärung abgeben. Die von Dir angesprochene ortsübliche Vergleichsmiete wirkt sich an dieser Stelle noch nicht aus. Er kann also auch z.B. 12€ im Jahr (1€ im Monat) versteuern.

Der von Dir angesprochene Teil mit der ortsüblichen Vergleichsmiete wirkt sich erst dann aus, wenn Dein Ehemann selbst Sachen von der Steuer absetzen möchte, z.B. Reparaturen am Haus.

Alternativ könnt Ihr natürlich auch einen Leihvertrag abschließen, wo Du dann gar nichts zahlen würdest. Hier kann auch eine Laufzeit des Vertrags vereinbart werden. Er dürfte Dich dann nicht rauswerfen, bevor diese Laufzeit abgeschlossen ist.

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Kommentar von joschi1989
10.07.2016, 19:48

Was genau ist so ein leihvertrag?

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Ich bin da kein Experte. Möchte aber trotzdem meinen "Senf" dazu geben.

Auch wenn es sein Haus ist, ist es doch die eheliche Wohnung. Da kann er dich nicht, von heut auf morgen "rauswerfen". Schon gar nicht mit den Kindern.

Ich würde dir aber dringend raten, juristischen Rat, bei einem Anwalt zu suchen. Wenn du dich scheiden lässt, hast du doch bestimmt einen, bzw. brauchst du einen.

Der kann dir in diesem Fall rechtssichere Auskünfte geben, so das dir kein Nachteil entsteht.

:)

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Wenn alles offen gelegt wird, wie es tatsächlich ist, dann ist es keine Steuerhinterziehung.

Wenn es sich bei den Kindern um gemeinsame Kinder handelt, oder ihr seither verheiratet seid, dann muss man das (unentgeltliche) Überlassen des Haues als Teil der Unterhaltspflicht angsehen. In diesem Falle ist es unwahrscheinlich, dass das Finanzamt eine Versteuerung des unentgeltlichen Überlassens verlangen kann.

Schriftliche Vereinbarung: Wenn er dazu bereit ist, könnt Ihr etwas schriftliches vereinbaren. Z.B. Dass Du zwei Jahre darin wohnen kannst, oder dass er eine Kündigung rechtzeitig, sagen wir 1 Jahr vorher ankündigen muss. Denkst Du, dass er dazu bereit ist?



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Kommentar von joschi1989
10.07.2016, 19:42

Das denke ich schon ja. Ich habe eben bloß bedenken, dass dann das Finanzamt da steht und etwas von ihm verlangt.
Wir sind nicht verheiratet im Übrigen und auch nur eines der Kinder ist sein leibliches.

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Ganz so romantisch geht es nicht zu.
Du musst nach der Trennung Deine Existenz neu errichten, ergo eigene Wohnung.

Eine andere Frage ist ob ihr nach Art und Dauer der Beziehung als eheähnliche Gemeinschaft angesehen werdet.

Was ihr sonstig "vertraglich" vereinbart ist eure Kiste, da seid ihr an nichts gehindert.
Nun aber an Verstand und männliche Ritterlichkeit zu appelieren ist typisch weiblich.
Wenn da schon Verstand ins Spiel gebracht wird,dann rede mit ihm, wie ihr das Problem gemeinsam lösen könnt.

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Bei meiner Trennung damals war mein Mann zunächst auch kulant und hat mich noch bei sich wohnen lassen. Bis er merkte, dass ich mich mit anderen Männern traf. Egal, was passiert ist, er dachte nur an das eine und hat mir eine Frist gesetzt, eine Wohnung zu finden, damit ich dann doch so schnell wie möglich weg bin.
Kommt ein bisschen drauf an, wer sich warum getrennt hat und wie der andere damit klar kommt...

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Kommentar von joschi1989
10.07.2016, 19:53

Ja das befürchte ich auch. Ich denke er wird nicht sonderlich gut damit klar kommen, ich habe aber nun leider nicht die Möglichkeit einfach von heute auf morgen zu verschwinden und brauche denke ich auch eine gewisse Zeit, den Kindern alles schonend zu erklären.
Ich möchte dann eben nicht einfach von heute auf morgen rausgeschmissen werden können...

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Kommentar von tiniwuzz
10.07.2016, 19:54

Die Gefahr besteht aber. Und wenn du ihm einen Vertrag vorlegst, wird er den Braten riechen... Ich kenne deinen Ex nicht. Aber ich glaube, dass nur sehr sehr wenig Männer sowas unterschreiben würden...

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Kommentar von tiniwuzz
10.07.2016, 20:35

So mir nix dir nix rausschmeißen geht natürlich nicht. Aber er kann schon verlangen, dass konkret nach einer Wohnung gesucht wird.
Miete gegen Unterhalt. Hm. Was da wohl mehr wäre? Ich würde es im Moment so lassen. Und mit der Suche anfangen. Heißt ja nicht, bei der Mietsituation heutzutage, dass du gleich was findest.

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Kommentar von joschi1989
10.07.2016, 21:24

Welchen Braten riechen? Ich habe mich ja schon von ihm getrennt. Ganz frisch. Er weiß also wie die Situation ist. Ich denke aber schon, dass er es zum jetzigen Zeitpunkt unterschreibt. Ich befürchte eben nur, dass er irgendwann in nächster Zeit, wenn ihm bewusst wird, was das alles bedeutet seine Meinung ändert und mich eventuell nicht mehr um sich herum haben will ( was ich sogar verstehen kann) , nur will ich wie gesagt eben dann auf der sicheren Seite stehen.
Will mich ja auch nirgends mietfrei einnisten oder so, aber wie schon erwähnt die Mietsituation ist echt bescheiden und von heute auf morgen werde ich nunmal leider keine Wohnung finden.
Zumal ich auch andere Dinge zu regeln habe, da zB meine Babysitter wegfallen werden usw. Und Kindergartenplätze sind auch nicht leicht zu finden und meinen Job möchte ich auch ungerne aufgeben...

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Du kannst schon einen Vertrag aufsetzen, aber ich glaube nicht, dass Dein Noch-Mann einen solchen unterschreiben wird. Weshalb sollte er?

Oder hast Du irgendwas anzubieten, was ihn dazu verleiten könnte?

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Kommentar von joschi1989
10.07.2016, 23:10

Die Vernunft! Sowas finde ich selbstverständlich, wenn man versucht sich im Guten zu trennen. Alleine schon der Kinder wegen und weil es einfach fair ist, dass ich bis ich etwas Neues habe in dem Haus, dass wir zusammen gekauft und die letzten Jahre bezahlt haben ( leider eben nur auf seinen Namen, weil ich zu dem Zeitpunkt armer Student war) wohnen bleiben kann, bis ich etwas Neues habe.
Und eben vor allem das ich dafür auch eine Sicherheit habe.

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Kommentar von joschi1989
11.07.2016, 01:16

Sehe ich ein wenig anders, denn er ist nicht derjenige der wenn es hart auf hart kommt zwei Kinder mitziehen muss, sondern ich. Und alleine der Kinder wegen wäre es vernünftig.

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Er kann dich nicht von jetzt auf gleich rausschmeissen.

Er hat für die Kinder zu sorgen. Wenn die nicht unbedingt bei ihm bleiben wollen, dann gibt es für euch keine Probleme.

Dein Mann muss dir doch Unterhalt zahlen.

Davon einen kleinen Teil als Miete einbehalten und du bist auf der absoluten sicheren Seite.

Einen Vertrag brauchst du nicht, denn es gilt das Mietrecht. Darin ist eine dreimonatige Kündigungsfrist verankert.

Wenn ihr keinen Ehevertrag geschlossen habt, dann gilt ausserdem die Zugewinngemeinschaft. D. h. du bekommst von allem, was ihr in der Ehe angeschafft habt die Hälfte. Ich kann mir nur vorstellen, dass er das Haus geerbt hat. Wenn ihr daran Umbauten vorgenommen habt, dann ist ein Wertzuwachs entstanden. Davon gehören, bei einer Scheidung auch 50%.

Mach dir also keinen Kopf wegen der Wohnung sondern denke viel mehr an den Zugewinnausgleich vor der anstehenden Scheidung.

Mache mal Kassensturz. Denke nicht nur an das Giro-Konto sondern auch Aktien, Lebenversicherungen Rente Riester-Rente u. s. w. MfG

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Kommentar von joschi1989
10.07.2016, 19:44

Eventuell ist es ein wenig falsch rüber gekommen sorry.
Wir sind nicht verheiratet, bin es nur so gewohnt mein Mann zu sagen...
Wir sind also nicht verheiratet und auch nur eines der Kinder ist sein leibliches.

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