Mitose/ Meiose ich stehe auf dem Schlauch

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3 Antworten

Mitose (= mitotische Kernteilung) (engl. mitosis) Bei der Mitose (Kernteilung) wird das gesamte Erbmaterial einer Zelle erbgleich an zwei Tochterkerne (und damit an die Tochterzellen) weitergegeben. Solche Teilungen sind u. a. nötig, wenn ein Organismus durch Zellvermehrung wachsen soll - oder wenn zugrunde gegangene Zellen ersetzt werden müssen. Sind und Zweck der Mitose ist also die Bildung (genetisch) identischer Zellen (bei der Meiose dagegen entstehen aus diploiden Zelllen haploide Keimzellen, die in aller Regel genetisch unterschiedlich sind!). Auf der Ebene der Chromosomen entstehen 2 identische Tochterkerne bzw. Tochterzellen dadurch, dass die Schwesterchromatiden der 2-Chromatid-Chromosomen voneinander getrennt werden: In der Ausgangszelle befinden sich so z. B. 46 Zwei-Chromatid-Chromosomen (2n), in den Tochterzellen jeweils 46 Ein-Chromatid-Chromosomen (ebenfalls 2n).

Mitose = Zellteilung?! Die Mitose verläuft oft zeitgleich mit der Zellteilung. Letzteres hat in vielen Lehrbüchern offensichtlich dazu geführt, den Begriff Mitose grundsätzlich mit dem der Zellteilung gleichzusetzen - dies ist jedoch genau genommen nicht ganz richtig (aber eben doch üblich geworden). Es gibt durchaus Fälle, in denen die Mitose zeitlich nicht an die Zellteilung gekoppelt ist, sodass im Ergebnis zwei Zellkerne in einer Zelle vorhanden sind (dieser Vorgang kann sich auch mehrfach wiederholen, sodass sich letztlich in einer Zelle viele Zellkerne befinden).

Die Phasen der Mitose Die Mitose wird in 4 Phasen unterteilt: 1. Prophase, 2. Metaphase, 3. Anaphase 4. Telophase. Diese vier Phase können jeweils wieder in verschiedene Stadien unterteilt werden. In der Metaphase erreichen die Chromosomen den stärksten Grad der Verkürzung, sie befinden sich in der Transportform.

Meiose (Reduktionsteilung, Reifeteilung) (engl. meiosis)

Kurzdefinition Meiose ist eine Abfolge bestimmter Kern- und Zellteilungen, bei der durch Halbierung der Chromosomenzahl schließlich die Geschlechtszellen (Keimzellen, Gameten) entstehen.

Zum Hintergrund im Einzelnen Bei der Verschmelzung (Fusionierung) einer männlichen mit einer weiblichen Keimzelle entsteht eine befruchtete Eizelle (Zygote). Damit sich die Zahl der Chromosomen nicht von Generation zu Generation verdoppelt, muss die Zahl der Chromosomen bei der Keimzellbildung (Eizelle, Spermien) um die Hälfte reduziert werden (von diploid auf haploid). Ohne diesen Schritt entstünde beim Menschen durch die Befruchtung eine Zelle mit 2 x 46 Chromosomen = 92 Chromosomen, in der nachfolgenden Generation theoretisch eine mit 184 Chromosomen - usw., die Zahl der Chromosomen würde sich von Generation zu Generation verdoppeln. Zellen mit mehreren Chromosomensätzen können sich beim Menschen allerdings nicht zu einem lebensfähigen Organismus entwickeln.

Die Reduzierung der Chromosomenzahl muss in geordneter Form erfolgen, so dass jeweils die homologen Chromosomen voneinander getrennt werden und Zellen mit haploiden (also einfachen) Chromosomensätzen (n) entstehen. Die Meiose umfasst hierzu zwei aufeinander folgende Teilungsschritte:

  1. meiotische Teilung (Reduktionsteilung) Trennung der homologen Chromosomen (die eigentliche Reduktion von zwei Chromosomensätzen auf einen).

  2. meiotische Teilung (Äquationsteilung ) Trennung der Schwesterchromatiden (quasi eine mitotische Teilung).

Beim Mann entstehen aus einer diploiden Urkeimzelle vier haploide Tochterzellen. Bei der Frau entsteht (in Folge von ungleichen Teilungen) am Ende nur eine einzige haploide Eizelle (3 Zellen gehen zugrunde).

Abgesehen von der Verminderung der Zahl der Chromosomensätze dient die Meiose der Neukombination von Erbgut: Zum einen werden die Chromosomen bei der Verteilung neu zusammengestellt (neu kombiniert), zum anderen entstehen durch Crossing-over (Crossover) zwischen den Chromatiden homologer Chromosomen gewissermaßen "neue" Chromosomen. Im Hinblick auf die Evolution der Lebewesen haben beide Vorgänge zentrale Bedeutung.

Biologische Bedeutung der Meiose Die biologische Bedeutung der Meiose besteht damit also

  1. in der Reduzierung der Zahl der Chromosomen und
  2. in der Neukombination des Erbguts.
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Kommentar von BrambleScrub
06.10.2011, 18:24

wenn man texte komplett kopiert und hier veröffentlicht, ohne die quelle anzugeben, ist das strafbar...

leicht zu erkennen, dass du das nicht selbst geschrieben hast. (für meiose: http://www.biologie-lexikon.de/lexikon/meiose.php; mitose ist in dem gleichen biologie-lexikon zu finden)

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also man kann eigtl. gar nicht sagen, dass die mitose diploid ist, da die mitose ja ein prozess ist (bildung der körperzellen). die mutterzelle (also die zelle, aus der dann 2 werden / die sich teilt) ist diploid, da all unsere körperzellen diploid sind. die entstandenen tochterzellen sind auch diploid, da nur die chromatide jedes einzelnen chromosoms getrennt wurden. trotzdem befindet sich immer noch der gesamte (also doppelte) chromosomensatz in einer zelle.

was du mit der telophase meinst, ab der die zellen haploid sind, ist bei der meiose der fall. hier werden in der telophase 1 die homologen chromosomenpaare voneinander getrennt (entstehung von 2 zellen). nach der gesamten meiose sind 4 tochterzellen entstanden, die alle haploid sind.

die telophase der mitose verläuft anders als die telophase 1 bei der meiose. erst ab der prophase 2 ähnelt der prozess der mitose.

alles verstanden? :)

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Mitose ist die normale Zellteilung -> Jede Zelle hat den kompletten doppelten Chromosomensatz -> Diploid

Majose ist die Zellteilung bei der Bildung von Ei- / Samenzellen -> Jede Zelle hat nur den einfachen halben Chromosomensatz -> Haploid

Wenn Keimzellen den zweifachen Satz hätten, hätten befruchtete Eizellen dann den vierfachen ... und das ist einfach zuviel :)

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