Mithilfe von Gentechnik Pflanzen züchten, die immergrün, resistent und pflegeleicht sind?

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3 Antworten

Theoretisch ist da fast alles möglich.

Zum einen sind solche Eigenschaften aber selten nur durch ein Gen bedingt, das macht auch die gentechnische Veränderung sehr schwer, da zuerst einmal alle Gene die dabei eine Rolle spielen identifiziert und die Wechselbeziehungen ermittelt werden müssen. Wir stehen noch recht weit am Anfang mit dieser Technologie und der größte Teil der Forschung ist da noch Grundlagenforschung

Ein anderer Punkt ist, dass die Begrünung von Städten eine untergeordnete Rolle spielt, da ist bisher kein großer Reiz weder für industrielle noch öffentliche Forschung, den Vorrang haben da erstmal Nutzpflanzen.

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Kommentar von charismaticus
24.01.2016, 15:00

Danke für deinen Beitrag, der beantwortet mir im Prinzip alle meine Fragen. Klar, natürlich gibt es wichtigere Dinge als die Begrünung von Städten, mir ist dieses Beispiel nur in den Sinn gekommen, da wir im Ortsverband letzte Woche darüber sprachen. LG

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Solche Pflanzen gibt es bereits, ganz von Natur aus. Wem nütz das?

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Kommentar von charismaticus
24.01.2016, 15:04

Was das angeht, bin ich zugegebenermaßen nicht so ganz fachkundig. Welche Pflanzen würden dir denn spontan einfallen, die tatsächlich solche Kriterien erfüllen (und nicht alle Nasen lang nachgeschnitten werden müssen)?

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Na klar. Die Menschen haben schon immer einen Hang dazu gehabt, dem lieben Gott und der Natur die Suppe nachzukochen.

Gelungen ist bisher nicht viel davon. Sonst wäre der Mars längst so dicht besiedelt wie Tokyo.

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Kommentar von Agronom
24.01.2016, 15:00

Wenn man schon mit einer Suppen-Analogie anfängt, sollte man es auch wenigstens richtig machen.

Im Falle der Gentechnik würde es passen, wenn man sagen würde: "der Mensch versucht, die Suppe nach seinem Geschmack zu würzen"

Von synthetischer Biologie sind wir noch ein ganzes Stück weiter entfernt.

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Kommentar von charismaticus
24.01.2016, 15:02

Na klar. Die Menschen haben schon immer einen Hang dazu gehabt, dem lieben Gott und der Natur die Suppe nachzukochen.

Die Existenz des lieben Gottes ist stark anzuzweifeln ;-) Worin sich aber religiöse Theisten und quasireligiöse Ökologisten einig sind, ist ihre koservative Haltung, die Gentechnik prinzipiell als widernatürliches Teufelszeug deklariert. Vielleicht sollte man an dieser Stelle den eigenen Naturbegriff hinterfragen, denn schon Goethe wusste: "Die Natur der Natur ist die Veränderung"

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