Mitarbeiter hat Post unterschlagen! Nützt ein Widerspruch, Gerichtsvollzieher?

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1 Antwort

Sehr eigentümlich.

1. Es ist Kardinalaufgabe des Unternehmers, sich über den CashFlow des eigenen Unternehmens sowie über die Abläufe aktuell zu halten. Kann oder will man das nicht, dann sollte man keine Selbstständigkeit anstreben.

2. Es ist schlicht unmöglich, von einem VB nichts mit zu bekommen. Spätestens wenn ein PfÜB vorliegt, hätte die Kontoinhaberin das erfahren.

3. Als Inhaberin und Unternehmerin ist sie unbegrenzt persönlich haftbar. Also haftet sie selbstverständlich auch für alle anfallenden Rechts- und Verfahrenskosten, auch bei Fehlern der Erfüllungsgehilfen.

Selbst wenn das Strafverfahren eindeutig eine Schuld des Ex beweist, wird er, da er mittlerweile viele Schulden hat, nie dafür aufkommen können.

Tja, ihr Pech. Wenn beim Schuldner nichts zu holen ist, kann sie zwar einen Titel erwirken (wobei dies hier vermutlich ohne Strafverfahren nichts werden wird), aber auch der ist nur ein wertloses Stück Papier, sofern der Schuldner in den nächsten 30 Jahren nicht zu Geld kommt oberhalb der Pfändungsfreigrenze.

Fatalerweise ist der Anwalt auch noch diese Woche im Urlaub, sodass er nicht beraten kann.

Wenn man den Postings bei GF Glauben schenkt, ist scheinbar jeder Anwalt ständig in Urlaub.

Nützt noch ein Einspruch..... gegen den Mahnbescheid,

Sofern die Kosten strittig sind, ja. Nur wird der Antragsteller - so es sich um diejenigen Anwaltskosten handelt, die aus dem o.a. Verfahren resultierten - dann unverzüglich Klage erheben. Und da ist nichts mit strittig, weil durch die Bezahlung der Forderung der Anspruch konkludent bereits bejaht wurde. Sinnvoll wäre es, dem Antragsteller direkt die Zahlung zuzusagen gegen Rücknahme des MB.

gegen den Gerichtsvollzieher.

Sinnlos. Der Gerichtsvollzieher vollstreckt lediglich bereits vollstreckbare Forderungen; hier ist ein Widerspruch nicht möglich.

Fazit: Zahlen und Schwamm drüber.

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Kommentar von Nschoschi
23.08.2016, 14:52

Nein, kann so nicht sein..... Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Verfahren unter bestimmten Umständen wieder eingesetzt werden können und sogar ausgesprochene Titel eingestellt (nicht aufgehoben) werden können. .... Die Frage ist, wie man das anstellt.

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Kommentar von Nschoschi
23.08.2016, 14:56

Wenn Post nicht weitergeleitet wird, und Geld bar an den GF gezahlt wird, kann sich da niemand schlau machen, wenn man nix weiß.... oder ruft man jeden Tag bei einem GF an (im weiten Umkreis) und fragt ob da was läuft? Nee, das Argument ist nicht korrekt.

Hier liegt Unterschlagung vor, - dafür ist meine Freundin nicht haftbar zu machen, - ...... Das Konto ist ja nicht angerührt worden! So einfach ist das eben nicht!

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