Mit wieviel Jahren darf ein Kind selber entscheiden, ob es beim Vater oder bei der Mutter bleibt?

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7 Antworten

Ein minderjähriges Kind darf streng genommen nie allein entscheiden, wo es lebt - denn es ist schließlich minderjährig. Auch mit 14 Jahren hat das Kind kein Recht, seinen Aufenthalt frei zu bestimmen. 

Bei welchem Elternteil ein Kind leben soll/darf hängt davon ab, welche Lösung für das Wohl des Kindes am Besten ist. Dabei werden mehrere Gesichtspunkte abgewogen: welcher Elternteil hat am meisten Zeit, sich um das Kind zu kümmern, zu welchen Elternteil hat das Kind die bessere Beziehung, welche Lösung ist mit den wenigsten Veränderungen (Schule, Freundeskreis) verbunden, und vieles mehr.  Einer dieser Gesichtspunkte ist auch der eigene Wunsch des Kindes. Dieser Wunsch wird auch schon bei kleinen Kindern erfragt. Aber je älter das Kind ist, umso mehr Gewicht hat sein Wunsch. Bei einem älteren Kind ab ca. 13 oder 14 Jahren wird man oft dem Wunsch des Kindes folgen. Aber zwingend ist das nicht. Wenn ein 14-jähriges Kind beim Vater leben will, dieser aber ein gefährlicher Verbrecher ist, wird das Gericht gegen den Wunsch des Kindes entscheiden. Es kommt also immer auf die Gesamtumstände an. 

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Berücksichtigt wird ihre Meinung schon. Nur wie schwer sie gewichtet wird, ist die Frage. Normalerweise wird versucht, nicht nur stur zu fragen "Wo möchtest du leben?" sondern durch etwas allgemeiner gefasste Fragen und durch Erzählungen herauszufinden, wo es dem Kind am besten geht. Allerdings spielen da natürlich noch viele andere Faktoren rein, wie ja auch schon geschrieben wurde. (Zeit der Beteiligten, Wunsch der Eltern, Veränderungen, etc.)

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Ab 14, wenn ich mich recht erinnere. Vorher können Kinder sicher auch befragt werden. Aber letztendlich entscheidet das Gericht. Zumal jüngere Kinder oft auch manipuliert werden, wenn sich die Eltern nicht grün sind.

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wenn der vater das abr beantragt u. sich sicher ist, das es das ist was das kind wirklich will, dann soll er es tun. wirklich tiefgreifend wird das kind nicht berücksichtigt, da es diese entscheidung noch nicht vollumgreifend überblicken kann. essen, lieben und genug wohlfühlen wird es bei beiden eltern bekommen.

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Ab 14 Jahren. Aber wenn das Kind sagt, es will zum Vater und der Vater sagt, ich will aber nicht, dann klappt das nicht. Es müssen möglichst alle einverstanden sein.

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Das Kind wird befragt und wenn möglich, richten sich die Richter auch nach diesem Wunsch.

Nur ist das ein typisches Loyalitätskonfliktalter, da erzählen die Kinder jedem Elternteil das, was es gerne hören möchte.

D.h.wenn es vom Richter alleine befragt wird, dann kann da etwas ganz anderes bei rauskommen.

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Ab 12 ... spätestens ab 14 kann ein Kind leben wo es will und kann.

Wenn dann also der Betreffende bedingungslos dazu bereit ist, das Kind aufzunehmen, kann kein Gericht was dagegen tun.

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