Mit wie viel Jahren hattet ihr euren ersten Freund (homose*uell)?

1 Antwort

Mit 17, aber wir sind nicht mehr zusammen.

"Gefragt" habe ich ihn überhaupt nicht. Sowas "ergibt sich einfach". Wir waren irgendwann mal mächtig betrunken und haben uns dann körperlich genähert.

Er war allerdings sehr ... "verklemmt", was seine Einstellung zu Homosexualität anging, ist auch in einem eher konservativen Umfeld aufgewachsen, etc. Deswegen ist es letztlich auch (nach neun Jahren) in die Brüche gegangen. Ich wollte mich irgendwann richtig ausprobieren, ausleben, outen, etc. und er wollte eben das genaue Gegenteil. Ich bin meinen Weg gegangen (der auch für mich nicht immer einfach war, aber ich war mir sicher, dass es der einzig richtige wäre) und er ist seinen gegangen.

Es fiel mir wirklich schwer, mich von ihm zu trennen, weil mir ja vollkommen klar war, dass "sein Weg" ihn nicht glücklich machen würde. Aber es war die einzig sinnvolle Möglichkeit.

Krass... Es tut mir leid

Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg im Leben, das hast du verdient.

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@Herzringer

Das ganze ist inzwischen zum Glück schon eine ganze Weile her.

Ich habe mich im Sommer 2014 von ihm getrennt, im Sommer 2016 schließlich tatsächlich die Gelegenheit, mich "auszuprobieren". Seit Sommer 2018 bin ich "geoutet".

Im August 2017 hatte ich dann erneut jemanden mit "konservativem Umfeld" (diesmal mit arabischen Wurzeln) kennengelernt. Dieser Kontakt besteht nach wie vor, wenngleich er ebenfalls "schwierig" ist, zumal die betreffende Person im November 2018 leider in ihre Heimat zurückgekehrt ist. Wir haben uns im September / Oktober 2019 dennoch gesehen - weit weg sowohl von meiner, als auch von seiner Heimat - auf "neutralem Boden" sozusagen. Allerdings ist die Beziehung diesmal "offen" (was aufgrund der Distanz wohl auch kaum anders funktioniert, möchte schließlich nicht den Großteil des Jahres "enthaltsam bleiben") und ich lerne ab und an neue Leute kennen.

Dennoch empfinde ich es nach wie vor als schwierig, Kontakte zu anderen Schwulen herzustellen, obwohl ich in einer sehr "freizügigen" Großstadt mit sehr großer "Szene" lebe. Auch wenn es rechtliche Gleichstellung gibt, scheinen die gesellschaftlichen Hürden nach wie vor hoch. Und im Moment ist es aufgrund der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Pandemie ja ohnehin nicht erlaubt, sich mit Menschen zu treffen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören (außer für Sport im Freien) und aufgrund der Reisebeschränkungen kann ich meinen Freund natürlich auch nicht sehen. Ich hoffe daher, dass die Beschränkungen (Kontakt- und Reisebeschränkungen) bald und in großem Umfang wieder aufgehoben werden, damit man wieder über Arbeiten, Einkaufen und sportlicher Betätigung im Freien hinaus am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann.

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@NoHumanBeing

Ich verstehe wie du dich fühlst. Sowas kann einem sehr frustrieren und ist manchmal auch nervenzerreißend, dennoch solltest du den Kopf nicht hängen. Iwann wird die Pandemie aufhören und du darfst wieder frei sein. Naja, hoffen wir mal, dass es schnell geht.

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@Herzringer

Ich hoffe, dass ich vorher schon wieder frei bin, denn mit der derzeitigen Rate wird es sehr lange dauern, bis die Bevölkerung hinreichend "durchseucht" ist, dass die Pandemie endet.

Ich selbst habe keine Angst vor dem Virus. Für die überwiegende Mehrheit ist das ganze ja auch eine verhältnismäßig harmlos (teils sogar völlig asymptomatisch) verlaufende Erkrankung. Wenn wir eine Möglichkeit haben, die (anteilsmäßig wenigen) schweren Verläufe zu behandeln (z. B. durch ein antivirales Medikament, also vergleichbar mit dem, was ein Antibiotikum bei einer bakteriellen Erkrankung wäre), dann sollte das ja ausreichend sein. Der Rest legt sich zwei Wochen ins Bett und ist anschließend immun.

Ich hoffe, dass ein wirksames antivirales Medikament bald kommt, denn bis es einen Impfstoff gibt wird es noch sehr lange dauern. So lange kann ich definitiv nicht "soziale Distanz" wahren. ;-)

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