Mit welcher Begründung hat sich die DDR als Demokratie bezeichnet?

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13 Antworten

Die Behauptung, dass die SED die Arbeiter und Bauern und damit die Mehrheit der Bevölkerung vertreten hat entbehrt jeder Grundlage. Sie ist schlicht eine Lüge! Die SED hat niemanden vertreten außer sich selbst. Sie hat nicht im Namen der Arbeiterklasse gesprochen, denn die Arbeiterklasse wurde nie nach ihrer Meinung gefragt. Als sie 1953 auf die Straße ging und ihren Willen kund tat, wurde sie zusammen geschossen und nieder geknüppelt.

Die Bauern wurden ebenfalls nicht von der SED vertreten, denn denen hat diese Partei ihr Land weg genommen und sie in die LPG Kollektive gezwungen. Bauern ohne Land sind keine Bauern. Sie arbeiten zwar in der Landwirtschaft, aber es sind keine Bauern. Auf dem Land war die Ablehnung der Politik der SED noch ausgeprägter als in der Stadt. 

In der DDR gab es keine Demokratie, sondern eine lupenreine Diktatur. Diese Diktatur berief sich zwar auf das Volk, hatte aber eine solche Angst dass sie sich mit hunderttausenden Stasi Mitarbeitern vor diesem Volk schützen musste.    

Die DDR ging davon aus, dass die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit in einer Diktatur des Proletariats tausendmal demokratischer ist, als die Herrschaft einer Minderheit über die Mehrheit in einem bürgerlich parlamentarischen System.

Dass das nicht so geklappt hat, lag nicht am Fehlen bürgerlicher Institutionen, sondern an mangelhafter Umsetzung echter sozialistischer Demokratie.

Bürgerlicher Parlamentarismus, der hier Demokratie heißt, wurde aus folgenden Überlegungen als undemokratisch abgelehnt:

Demokratie heißt ja nichts anderes als Volksherrschaft. Demzufolge ist das einzige Kriterium, an dem sich Demokratie messen lassen muss, die Frage, inwiefern das Volk wirklich herrscht?

Wie viele Parteien regelmäßig zur Wahl stehen, welche Institutionen es gibt oder welche sonstigen Kriterien zutreffen, sind dabei völlig irrelevant. Herrscht das Volk, ist es Demokratie, herrscht es nicht, ist es keine Demokratie!

Wenn Demokratie eine Herrschaft ist, dann beinhaltet das folgerichtig, dass es auch Beherrschte gibt. Wer sind also die Herrschenden und wer die Beherrschten?

Herrschaft resultiert aus Macht, aus der Möglichkeit, seine Vorstellungen und seine Interessen durchzusetzen. Diese Macht basiert in jeder Gesellschaft auf der Ökonomie und der Verfügungsgewalt darüber. In keiner Gesellschaft kann gegen die Interessen der Eigentümer der Produktionsmittel geherrscht werden.

Diese Eigentümer haben mit ihrer ökonomischen Macht alle Möglichkeiten, den Staat nach ihren Bedürfnissen zu formen und die Institutionen zu schaffen, mit denen ihre Macht durchgesetzt und gesichert wird. Dazu gehören auch die Institutionen und Wirtschaftszweige, mit denen die Meinung der Beherrschten gebildet wird (Medien, Bildungswesen etc.). So kommt es, dass die herrschende Meinung in einer Gesellschaft, die Meinung der Herrschenden ist.

So lässt sich z. B. auch erklären, warum die Beherrschten bei Wahlen sich gegen ihre eigentlichen Interessen und für die Interessen der Herrschenden entscheiden und dann auch noch glauben, dass es sich dabei um Demokratie handelt.

Ich denke es liegt zum Teil auch daran, dass es zwischen dem Osten und dem Westen in Deutschland einen Wettbewerb gab. Im Osten wollte man den Bürgern zeigen, dass man das überlegenere System ist. Daher war die Bezeichnung als "Demokratie" sicherlich das Mittel, um den Eindruck politischer Mitbestimmung zu erwecken und die Republikflucht einzudämmen.

Na ja die haben das eben einfach so behauptet, und eine wirkliche Legitimation im Hinblick auf die zwingenden Punkte einer Demokratie hat es nie gegeben.

So ist das eben in einer Diktatur, die Regierung behauptet das, von dem sie möchte dass es so klingt wie es sein soll.

voayager 30.06.2017, 13:01

nein, haben nicht einfach behauptet, die entsprechende Begründung findest du in Hutten52 Antwort.

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PatrickLassan 30.06.2017, 13:14
@voayager

@ Voayger: Du hast den Kommentar von Hutten52 offensichtlich nicht verstanden.

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Die DDR bezeichnete ihr System anfangs noch als "Volksdemokratie", um sich von der "bürgerlichen Demokratie" im Westen abzugrenzen. Was wir "Demokratie" nennen, sah die DDR als "Scheindemokratie" an (was ganz Rechte und Ultralinke ja heute auch wieder tun - die werden sich auch hier bald wieder melden :-) ).

Unter den DDR-Gründern gab es durchaus Idealisten, die aus den Kriegs- und Nazi-Erfahrungen heraus einen Staat aufbauen wollten, in dem "das Volk herrschte". Das sollte auch der Name "Deutsche Demokratische Republik" ausdrücken, der zunächst nur selten als "DDR" abgekürzt wurde. Wegen der nahen westlichen Konkurrenz und aus anderen Gründen kam man aber ohne Zwang nicht über die Runden, und weil interne Kontroll-Elemente fehlten (keine Gewaltenteilung!), verselbständigte sich das ganze System immer mehr zur Diktatur. Einige Idealisten aus der Anfangszeit der DDR wurden dann sogar - wie auch andere Kritiker - politisch verfolgt.

Weil es konsequent ist. Demokratie heißt Volksherrschaft, nicht unbedingt, dass die Regierung gewählt sein muss. Da Kommunismus und Sozialismus für eine klassenlose Gesellschaft stehen, ist die Bezeichnung eines sozialistischen Staates als demokratisch nur folgerichtig. Selbst eine Diktatur durchs Volk ist also Demokratie.

PatrickLassan 30.06.2017, 13:43

Theoretisch hast du recht. In der Praxis gab es in der DDR die Herrschaft durch eine einzige Partei.

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Karl37 30.06.2017, 13:46

Arbeiter und Bauern sind ein Teil des Volkes, nicht das Volk. Daher war der Demokratieanspruch der DDR eine Lüge.

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Zum Teil hatten die Genossen in der DDR eine andere Vorstellung von Demokratie. Sie dachten, dass es keine Arbeitslosigkeit gibt, keine Fabrikbesitzer, eine staatliche Beinflussung von Kindern und Jugendlichen, Medien, in denen nur das veröffentlicht werden darf, was der Staat und die Partei will, das ist Demokratie. Andererseits hat man wohl auch mit dieser falschen Bezeichnung versucht, die Bürger zu täuschen. Als die DDR gegründet wurde, war der Krieg gerade mal 4 Jahre vorbei. Viele Menschen, die die schreckliche Nazizeit und den Krieg miterlebt haben, sehnten sich nach einer neuen, besseren Gesellschaftsordnung. Sie dachten, die gäbe es in der DDR. 

Karl37 30.06.2017, 13:43

Es genügt ein Blick in der Verfassung der DDR in der Ausgabe von 1974:

Art. 1
„Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer Staat
der Arbeiter und Bauern. Sie ist die politische Organisation der
Werktätigen in Stadt und Land unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei.“

Damit ist festgeschrieben wer das Sagen in der DDR hatte, nicht das Volk sondern die marxistisch-lenisnistische Partei.

Das widerspricht jeglicher Interpretation von Demokratie.

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PeVau 30.06.2017, 14:18
@Karl37

Das widerspricht eben nicht jeglicher Interpretation von Demokratie. Wenn die marxistisch-leninistische Partei sich als Teil und Vorhut des Proletariats, also der Mehrheit des Volkes versteht, dann ist die Festschreibung ihrer Führungsrolle nichts weiter als die Festschreibung der Herrschaft der Mehrheit des Volkes.

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Karl37 30.06.2017, 17:21
@PeVau

Zitat Herbert Macuse in "Der Eindimensionale Mensch"

"Die Realität der arbeitenden Klassen in der fortgeschrittenen
Industriegesellschaft macht das Marxsche Proletariat zu einem
mythologischen Begriff."

Demokratie macht auch den Parteiwechsel der Regierung möglich, das wäre nach der DDR Verfassung nicht möglich gewesen

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PeVau 30.06.2017, 18:27
@Karl37

Das Marxsche Proletariat wird nur dann zum mythologischen Begriff, wenn man unmarxistisch unterstellt, dass damit nur das Industrieproletariat des 19. Jahrhunderts gemeint sein soll. Wenn man es aber nach seiner Stellung zu den Produktionsmitteln definiert, wie Marx es tat, dann ist es nicht mythologisch sondern höchst real. Daran ändert auch Marcuse nichts.

Wenn die Regierungen im bürgerlichen Parlamentarismus weiter nichts als der "geschäftsführende Ausschüsse" des herrschenden Kapitals sind, dann ist Demokratie doch nicht dadurch gegeben, dass diese Ausschüsse ausgewechselt werden können. Die Fragen der Macht und der Herrschaft werden dadurch doch nicht berührt.

Die Frage ist, wie Mehrheit definiert wird. Wenn man unter Mehrheit die Überzahl der Stimmen versteht, die man meinungsmanipulatorisch per Marktschreierverfahren erringt, dann ist ein solches Demokratieverständnis purer inhaltsleerer Formalismus, allenfalls ein lautes Spektakel.

Wenn man aber Klassen nach der Stellung zu den Produktionsmitteln definiert, dann ergeben sich für die einzelnen Klassen objektive Interessen. Die Klasse derer, die keine Produktionsmittel besitzen, deshalb ihre Arbeitskraft verkaufen müssen und deshalb zu den Ausgebeuteten gehören, hat ein objektives Interesse an der Beseitigung dieses Zustandes. Dieses objektive Interesse ist völlig unabhängig davon, ob das einzelne Mitglied dieser Klasse das erkennt oder nicht.

So ist die Ausübung der Diktatur des Proletariats im Interesse des einzelnen Proletariers, selbst wenn dieser das nicht einsieht.

Soweit grob die Theorie.

Der demokratische Anspruch der DDR, kann nicht auf bürgerliches Demokratieverständnis zurückgeführt werden. Die Begründung der DDR für ihre Demokratie bestand in der Abgrenzung zum bürgerlichen Demokratismus und dafür gab und gibt es sehr gute Gründe. Dabei steht es auf einem ganz anderen Blatt, wie es ihr dann gelang, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.

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Es war eine typisch paternalistische Argumentation: "Wir, die Partei, wissen am Besten, was gut für euch Bürger ist, besser, als ihr es selber wißt. Wozu also andere Meinungen zulassen und euch der Gefahr aussetzen, Demagogen auf den Leim zu gehen, so daß ihr am Ende Entscheidungen trefft, die euch schaden?"

Mit der Begründung,dass eine war. Nicht mehr vielleicht als in der BRD aber auch definitiv nicht weniger.

Und jetzt den Kopf ordentlich lüften von den West-Narrativen.

Man hielt doch in regelmäßigen Abständen eine demokratische Wahl ab.

Sie sagten: In der DDR herrscht, geführt von der SED,  die Arbeiterklasse zusammen mit den Bauern. Die haben zusammen mehr als 50 % der Bevölkerung. Also herrscht das Volk. ^^

Hier gibt`s auch keine Demokratie, iss alles auch nur Schein, also was soll das ?

Im übrigen erschließt sich mir nicht der Sinn deiner Frage, schließlich existiert die DDR nicht mehr. Warum also einen toten "Hund" ausgraben - wollen?

Im übrigen isses oftmals eine Frage der Interpretation, was eigentlich Demokratie so iss. In den USA z.B. gab es bis 1865 Sklaverei, dennoch nannten sich die Vereinigten Staaten seit ihrer Unabhängigkeit als Demokratie.


Jack98765 30.06.2017, 12:49

Was an Deutschland ist nicht mehr demokratisch?

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voayager 30.06.2017, 12:59
@Jack98765

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass es weiter demokratisch iss, nur weil du alle 4 Jahre kreuzeln darfst, ansonsten aber du, ich sowie die breite Masse nix weiter zu melden haben.

Wenn du das nicht erkennst, tuste mir echt leid, hast außer Schulweisheiten nix weiter sonst begriffen.

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PatrickLassan 30.06.2017, 13:15
@voayager

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass es weiter demokratisch iss, nur weil du alle 4 Jahre kreuzeln darfst,

Außer mir glauben das merkwürdigerweise auch sonst noch eine ganze Menge Leute. Überleg doch mal, warum

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Haldor 30.06.2017, 13:26
@Jack98765

Undemokratisch ist das Vorherrschen eines linken Mainstreams
in der öffentlichen Meinung, seien es Presse, Rundfunk, Fernsehen, politische Talkshows.

Jeder redet nur im Sinne dieses Mainstreams; wer davon abweicht, wird sofort in die rechte Ecke gestellt, gesellschaftlich isoliert; in den Talkshows fallen die Mainstream-Moderatoren und die Mainstream-Diskutanten dem Abweichler sofort ins Wort, lassen ihn nicht ausreden; meistens werden solche Leute (von der NPD und der AfD) überhaupt nicht eingeladen). Ist das nicht in geradezu höchstem Maße undemokratisch?

Und die Bundeskanzlerin fährt in alle möglichen Länder und mahnt dort Demokratie an. Ist das nicht irre? 

In einer Demokratie muss die Staatsführung die Interessen des Staatsvolkes wahrnehmen. Bei uns nimmt die Bundeskanzlerin die Interessen fremder Völker wahr (Stichwort: Flüchtlingspolitik), halst den Deutschen gewaltige Zig-Milliarden-Kosten für hereingeholte Millionen-Flüchtlingsmassen auf, welche die künftigen Generationen bezahlen müssen.

In einer Demokratie muss die Staatsführung das Staatsvolk vor Kriminellen und Terroristen schützen. Die Bundeskanzlerin hat dafür gesorgt, dass mit den Flüchtlingen Massen von Terroristen und Kriminellen unkontrolliert bei uns einströmten; das sog.
demokratische Kontrollorgan Bundestag hat sie nicht daran gehindert, sondern hat sie im Gegenteil bei diesem äußerst leichtsinnigen und „dummen Handeln“ (wie der russische Ministerpräsident Medwedew urteilte) sogar noch unterstützt.
Bedeutet das nicht ein totales Demokratie-Versagen?

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MaxNoir 30.06.2017, 13:37
@Haldor

1. Das Vorherrschen eines Mainstreams ist nicht undemokratisch, denn dieser Mainstream ergibt sich ja auch aus der Tatsache, dass viele Menschen ihn unterstützen. Es ist allerdings nicht so, als dass es keine Gegenrede dazu gibt. Bspw. habe ich gestern ein Interview morgens um 7 im Deutschlandfunk hören dürfen, wo sich jemand GEGEN die Homo-Ehe ausgesprochen hat. Nicht gerade sehr Mainstreamkonform für so eine große Radiostation, oder?

2. Es stimmt nicht, dass ein Abweichen vom Mainstream gleichbedeutend ist, jemanden in die rechte Ecke zu stellen. Die Frage ist, mit welchen Argumenten man seine Abweichung begleitet. Wenn Sahra Wagenknecht sich gegen weitere Zuwanderung aus EU-Ländern ausspricht, weil sie einen Braindrain (= der Abfluss intellektuellen Kapitals in diesen Ländern) befürchtet, ist das etwas anderes als wenn Bernd (hihi) Höcke von der Überfremdung und dem Afrikaner redet, der sich wie ein Parasit vermehrt.

3. Die Bundeskanzlerin hat auch das Recht in anderen Ländern die Demokratie zu verlangen. Defizite gibt es in jeder Demokratie, nicht alles funktioniert immer perfekt. Aber im Gegensatz zu den Putins, Erdogans und Jong Uns dieser Welt, wurde Angela Merkel in einer freien, geheimen und fairen Wahl gewählt.

4. Ja, in der Demokratie muss die Regierung die Interessen derjeniger Wahrnehmen, die sie gewählt haben und das tut unsere Regierung auch. Dass dies z.T. auch mit dem Bedienen ausländischer Interessen passiert, liegt schlicht daran, dass in unserer Welt außenpolitische Realitäten die innenpolitischen Handlungsmöglichkeiten bestimmen. Wer diese Realität nicht erkennt und denkt, er kann den Staat radikal isolieren, wird sich wie jeder der dies in der Geschichte versucht hat, böse die Finger verbrennen.

5. Kriminalität und Terrorismus gab es in Deutschland schon vor dem Flüchtlingszustrom. Ich bin mir sicher, als der NSU durch Land gezogen ist und Polizisten und unschuldige Bürger ermordert hat, warst du ähnlich besorgt wie jetzt! Niemand wird dich 100% davor schützen können und den Preis den wir bezahlt hätten, wenn Merkel die Flüchtlinge aus Griechenland und Italien nicht aufgenommen hätte, wäre wohlmöglich noch sehr viel höher und nachhaltig schlechter gewesen.

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voayager 30.06.2017, 13:45
@PatrickLassan

Es gab Zeiten da glaubten 90 % der Deutschen an den Hitler-Faschismus, das ist also kein Argument, was da die Mehrheit meint zu wissen und zu glauben.

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voayager 30.06.2017, 13:48
@MaxNoir

Deutschland hat kein Recht sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, das ist Anmaßung. Am deutschen Wesen muß die Welt noch lang nicht genesen. Moralisch-politische Belehrungen und Einmischungen sind ein dreister Akt, den die Welt sich von Deutschland nicht zu gefallen lassen braucht. Offensichtlich braucht dieses Lansd mal wieder ne ordentliche militärische Niederlage, muß also gedeckelt werden, damit es nicht gar zu übermütig wird.

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MaxNoir 30.06.2017, 14:55
@voayager

Niemand mischt sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates ein und dass Angela Merkels Forderung eine "Einmischung" sind, ist blanker Unfug.

Wo wären Deutschland und Europa heute, wenn sich andere Länder nicht in die inneren Angelegenheiten des dritten Reichs eingemischt hätten.

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GoodFella2306 30.06.2017, 13:03

aller Wahrscheinlichkeit nach wird es jetzt wieder nur Beleidigungen und Polemisierungen hageln, aber ich frage dennoch aber ich frage dennoch: was genau ist in der Bundesrepublik keine Demokratie?

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voayager 30.06.2017, 13:06
@GoodFella2306

Bist du nun so entsetzlich unwissend odfer tust du nur so, um mich provozieren zu wollen?

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PatrickLassan 30.06.2017, 13:16
@voayager

Veilleicht möchte er einfach nur eine Begründung. Die hast du nämlich bisher nicht gegeben.

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MaxNoir 30.06.2017, 13:19

Eine Demokratie besteht aus mehr als nur einer Wahl. Du hast das Recht zu demonstrieren, du hast das Recht dich politisch einzumischen, du genießt passives Wahlrecht, du hast das Recht auf freie Rede in Bild, Schrift und Ton. Du hast das Recht auf freie Lehre und Bildung. Du hast das Recht auf Kommunal und Landesebene Volksentscheide einzubringen.

Deine Reduktion der Demokratie auf "ein Kreuz alle 4 Jahre" zeigt, dass dein eigentliches Problem eine unglaublich passive Haltung innerhalb der Demokratie ist.

Die Demokratie gibt es nicht zum Nulltarif und niemand hat behauptet, dass die Demokratie perfekt oder einfach ist. Im Gegenteil, sie ist für den Bürger die anstrengendste Staatsform, denn sie lebt vom Aktivitätsniveau der Bürger.

Merkel steigt aus der Atomkraft aus wegen ein paar Tausend Demonstranten die gegen Atomkraft sind.

Merkel erlaubt Grenzkontrollen, NATO-Missionen mit Deutscher Beteiligung im Mittelmeer um Flüchtlingsbote abzufangen und Schlepper abzuschrecken, sie macht einen dreckigen Deal mit Erdogan um Flüchtlinge von Europa fernzuhalten - und warum? - weil der Bürger sein Kreuz zunehmend öfter bei der AfD als bei der CDU gemacht hat.

Ich meine, es gibt unzählige Beispiele wo diese Frau sich dem Volkswillen gebeugt hat - was ihr ja immer so ausgelegt wird, dass sie es sich dreht wie sie es braucht - und du sitzt hier und tust so, als ob in Deutschland die Bürger keinen Einfluss mehr haben.

Mal ganz davon abgesehen, dass ganz elementare Dinge die Menschen wollen: Bildungsreform, Integrationsreform, Datenschutz, usw. Ländersache sind und in jedem deutschen Bundesland sind Volksbegehren erlaubt und eigentlich auch relativ einfach einzubringen.

Dass sich also nichts ändert ist der Passivität des Bürgers zuzuschreiben und nicht irgendeiner Scheindemokratie.

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voayager 30.06.2017, 13:55
@MaxNoir

War das jetzt das vorgezogene Wort zum Sonntag, ganz ohne kirchlichen Segen? Alles was du vorträgst iss ne uralte Leier, angedroschen bis zum Abwinken, kleinbürgerlich borniert und nur vordergründig zusammengebastelt und aneinandergereiht, mehr auch nicht, dieses Potpourri bürgerlicher Betrachtung.

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MaxNoir 30.06.2017, 14:56
@voayager

Alles was du als Gegenargumente hast sind dumme Beleidigungen und Diffarmierungen. Nicht ein einziges, inhaltliches Argument. Damit zeigst du ja schon, wo man dich zu verordnen hat.

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voayager 30.06.2017, 15:22
@MaxNoir

Lieber Maxnoir für spießige und gedankenarme Menschen gebe ich mir eben keine Mühe, das iss der ganze Witz an der Sach.

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boppa 30.06.2017, 13:25

Hallo voayager, da bist du ja - wie ich es schon oben in meiner Antwort vorausgeahnt habe. Und wie ich sehe, kannst du nach wie vor nicht erklären, wieso ein System mit funktionierender Gewaltenteilung keine Demokratie sein soll. Du bastelst dir also deine eigene Vorstellung von Demokratie zusammen - so ähnlich hat's die DDR ja auch gemacht :-)


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voayager 30.06.2017, 13:52
@boppa

Ich kann es überaus genau sogar erklären, das habe ich hier unzählige Male schon getan, man lese meine Beiträge. Ich bin kein Papagei, der sich ständig wiederholt.

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thecheeky 30.06.2017, 15:00

@voayager,

solange dieser "toten Hund" ausgraben wird, kannst du davon ausfgehen, dass man sich immer wieder überzeugen will, ob er auch wirklich tot ist!!! :)

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voayager 30.06.2017, 15:19
@thecheeky

Da iss was dran, folglich sind die hiesigen Herrschaftsverhältnisse alles andere als überzeugend und vertrauenserweckend ! Daher ist das Bestehende stets neu zu beschwören, erst recht wenn es immer morscher wird.

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mit derselben wie bei uns, Volksvertreter im Parlament, also eine demokratische Struktur

PatrickLassan 30.06.2017, 13:30

Mit dem 'kleinen' Unterschied, dass man in der DDR nur eine Einheitsliste wählen konnte.

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educare 30.06.2017, 13:32
@PatrickLassan

die Frage ist was kann das Volk politisch bewegen? Nichts wie die Geschichte immer wieder zeigt. Democratia = die Macht des Volkes

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