Mit welchen psychischen Krankheiten kommt man in die Psychiatrie?

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11 Antworten

Hallo Leolucky,

ich würde Dir gerne eine kleine Aufstellung geben....

Fast alle Menschen haben irgendwelche psychischen Belastungen, Knackse, schlechte Erinnerungen, Spleens etc. So lange daraus kein Leid ensteht brauchen und suchen sie normalerweise keine Behandlung.

Dann gibt es Menschen die wegen psychischen Erkrankungen Hilfe suchen, die aber mit ambulanter Psychotehrapie gut zurecht kommen. Das sind z.B. leichte Depressionen, leichte Angststörungen - so lange man zu Hause noch gut zurecht kommt reicht es, wenn man zu einem niedergelassenen Therapeuten geht.

Ist die Krankheit schlimmer, so dass Medikamente benötigt werden braucht man zusätzlich einen Psychiater. Das kann auch noch ein niedergelassener Psychiater sein, z.B. bei mittelgradigen depressiven Störungen oder mittelgradigen Angststörungen. Auch hier muss man nicht in die Klinik so lange man zu Hause zurecht kommt.

In die Klinik sollte man gehen, wenn es so schlimm ist, dass man seinen Alltag nicht mehr bewältigen kann, z.B. nicht mehr das Haus verlassen kann wegen Ängsten, den Haushalt nicht mehr schafft, es nicht schaft sich einigermaßen vernünftig zu ernähren und Körperhygiene und Kleidung in einem guten Zustand zu halten (z.B. bei schwerer Depression). Auch wenn man droht den Bezug zur Realität zu verlieren (Psychose) ein schweres Sucht-Problem hat oder massive Probleme in Beziehungen. Oder auch wenn es zu Hause schlimme Konflikte gibt oder die Wohnsituation aus anderen Gründen unerträglich ist, so dass man nur gesund werden kann, wenn man aus der Situation raus kommt.

Natürlich ist der Übegang fließend und kann man auch in eine Klinik gehen, wenn es einem nicht ganz so schlecht geht, aber man hofft, dass die Behandlung in der Klinik einem mehr bringt als eine ambulante.

Dazwischen gäbe es auch noch Tageskliniken bzw. teilstationäre Behandlungen, wo man tagsüber in der Klinik ist und zum Schlafen nach Hause geht. Das kann eine Zwischenlösung sein oder ist oft ein Weg, den Menschen nach einer schweren Krankeit gehen, wenn es ihnen besser geht und der Übergang in den Alltag und ambulante Behanldung ansteht.

Eine Zwangseinweisung und Aufenthalt auf der geschlossenen Station steht an, wenn schwere Selbstverletzung, Selbstschädigung oder Suizid akut drohen - allerdings z.B. nicht bei langsamer Selbsttötung durch Sucht oder Essstörung - es sei denn man ist in einem schlechten Zustand.

LG und alles Gute!

Hourriyah

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Das hängt nicht von der psychischen Krankheit selbst ab, sondern vor allem davon, wie man damit umgeht, umgehen kann und umgehen wird. 

Wenn man damit zurechtkommt und die wöchentlichen Therapiestunden oder Medikamente so weiterhelfen, dass man seinen Alltag gut bewältigen und ein (mehr oder weniger) normales Leben führen kann, muss man natürlich in keine Klinik, dafür gäbe es schlichtweg keinen Grund. 

Eine stationäre Behandlung ist genau dann sinnvoll und angebracht, wenn man selbst mit Deiner Erkrankung nicht mehr klar kommt, wenn man sein Leben alleine nicht in dem Maße fortführen kann wie man möchte und/oder man eine Gefährdung für sich selbst oder andere darstellt (wie beispielsweise durch akute Suizid- oder Mordpläne).

In den meisten Fällen hängt es vor allem vom Betroffenen selbst ab, ob er von sich selbst sagt, dass er sein Leben ohne eine stationäre Behandlung hinbekommt (außer natürlich in Fällen, in denen eine Zwangseinweisung notwendig ist).

LG Willibergi

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Was genau meinst du mit der Frage?

Eine Zwangseinweisung erfolgt nur dann, wenn du eine AKUTE Gefahr für dich und/oder andere darstellst.

Auf freiwilliger Basis spielt die Diagnose keine Rolle. Entscheidend ist der Leidensdruck.

Wenn eine ambulante Therapie alleine nicht anschlägt und die Probleme sogar noch zunehmen oder wenn ein Mensch seinen Alltag nicht mehr geregelt bekommt, kann eine Einweisung sinnvoll sein.
Ob das wirklich der Fall ist, entscheidet immer noch ein Arzt.

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In die Psychiatrie kommt man grundsätzlich, wenn eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht.

Dies kann z.B. bei schweren Depressionen der Fall sein, wenn die Betroffenen suizidal sind. Allerdings auch wenn sie aufgrund der Depression nicht mehr fähig sind alltägliche Aufgaben zu erledigen oder mit ihrer Krankheit akut (nicht generell) nicht mehr klarkommen.

Bei Erkrankungen aus dem psychotischen Formkreis kommen die Menschen vor allem in die Psychiatrie, wenn sie für sich selbst oder andere eine Gefahr darstellen. Jedoch auch, wenn sie völlig von Sinnen sind.

Bei Persönlichkeitsstörungen kommt man in die Psychiatrie, wenn eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht und die Beschwerden zu extrem werden (z.B. starkes selbstverletzendes Verhalten).

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, wo ein ambulanter Psychiater nicht mehr klarkommt entscheidet primär er.

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Mit dem Begriff Psychiatrie wird hier Schindluder getrieben. Genauso wie mit dem Begriff Depressionen.

Mit den von Dir genannten Diagnosen kommt man höchstens in die Psychiatrie, wenn akute Selbstmordgefahr besteht.

Wenn Leute hier davon berichten, daß sie wegen ihrer Depressionen schon mal im Krankenhaus waren, dann war das im allgemeinen eine Klinkt für Psychosomatik bzw. Psychotherapie. Oder es waren die entsprechenden Abteilungen in einem größeren Haus, das vielleicht auch eine Abteilungfür Psychiatrie hat.

In einem normalen Krankenhaus kommen ja auch nicht alle Patienten suf die Intensivstation. Sondern auch auf die Innere, Chirurgische etc.

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Hallo leolucky,

am besten fragst du das deinen Therapeuten und wenn du noch nicht bei einem bist, dann solltest du dir einen suchen. Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Krankheiten überhaupt und eine Psychiatrie wäre für dich finde ich der falsche Ort, solange du nicht selbstmordgefährdet bist. Eine Therapie ist gerade bei Angststörungen sehr nützlich, weil du lernst, dass du etwas wert bist, lernst dich zu entspannen und zu beruhigen, sowie Methoden mit Panikattacken umzugehen. In eine Psychiatrie kommen sowohl Menschen, die aus dem Alltag gerissen werden müssen, als auch Menschen, die sich selbst oder anderen etwas angetan haben oder antun würden. Auch sich selbstverletzende Patienten kommen häufig in eine Klinik, da überwacht werden muss, dass diese ihr Verhalten ändern. Da bei dir Medikamente und Verhaltensänderungen eher nicht so zielführend oder möglich sind, empfehle ich dir wie gesagt eine Psychotherapie. Angst und Depression ist eine häufige Mischung. Wenn dein Therapeut oder irgendein Psychiater meint, du solltest da hin, dann überweisen die oder dein Hausarzt dich dorthin. LG

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Das liegt nicht an der Krankheit, sondern an der Intensität der Krankheit.

In ein psychatrisches Krankenhaus kommst du erst, wenn eine ambulante Therapie keinen Erfolg bringt.

Der Name Psychiatrie hat immer so einen schalen Beigeschmack.

Es ist ein normales Krankenhaus mit Schwerpunkt, Behandlung psychisch Kranker.

So lange wie der Kranke keine Gefahr für sich oder andere darstellt, wird er auch nicht weggesperrt.

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nur wenn du eine Gefahr für andere und teils dich selbst bist. Alles andere ist Freiwillig

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Wenn du eine Gefahr für dich oder die Leute bist. Meistens überschreibt dein Hausarzt dich oder eine andere Person.

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Hallo leolucky,

wenn du in eine Psychiatrie möchtest reicht das vollkommen.

Wenn du Angst vor einer Zwangseinweisung hast: Nein!

Ich würde mich an deiner Stelle über deine Erkrankung gründlich Informieren damit sich mein Leben wieder verbessert!

Hier ein Link als Einstieg wenn du magst:

http://www.psychenet.de/psychische-gesundheit.html

Gute Besserung!

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Mit genau diesen unter denen Du leidest.

Doch vorab:

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