Mit welchen Medikamenten könnte man bei Depression, Angststörung und Verdacht auf Schizophrenie behandelt werden?

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3 Antworten

Zuerst zu deiner Diagnose: Eine Komorbidität (gemeinsamen Auftreten) von Depressionen bzw. Angststörungen und Schizophrenie ist enorm selten, es sei es handelt sich um eine psychotische Depression oder eine schizo-affektive Störung. Psychotische Depressionen kommen jedoch nur bei schwerst depressiven vor. Das gemeinsame Auftreten von Angststörungen und Depressionen hingegen sind mehr die Regel als die Ausnahme.

Bei einem solchen komplexen Diagnosebild muss die Behandlung sehr individuel abgestimmt sein. Oft werden zunächst Antidepressiva der SSRI/SSNRI-Klasse verwendet. Diese wirken nach ca. 2-5 Wochen täglicher Einnahme angstlösend und stimmungsaufhellend. Es gibt Menschen, denen Helfen Antidepressiva wie ein Wunder, anderen leider nur stark unzureichend. Bekannte Substanzen sind z.B. Venlfaxin, Duloxetin, Sertralin, Citalopram etc.

Des weiteren werden, vor allem bei schizoiden Zügen zusätzlich Neuroleptika verabreicht. Allen voran Quetiapin und ferner auch Aripiprazol. Das Problem bei allen Psychopharmaka ist, dass sie vor allem zu Beginn der Einnahme viele Nebenwirkungen haben.

Eine Übersicht über alle Medikamente die bei Depressionen und Angststörungen (auch in Verbindung mit schizoiden Zügen) verwendet werden findest du hier: http://deprimed.de/home/

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Kommentar von boombaum
06.03.2017, 07:38

Danke für deine Antwort (:

Genau genommen wurde bei mir soziale Phobie und eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen diagnostiziert. Dazu habe ich noch den Verdacht auf paranoide Schizophrenie aber das konnten die im Bezirkskrankenhaus nicht genau diagnostizieren weil das nur in Fachkliniken gemacht wird. Dann habe ich noch eine PTBS aber das wurde nur von einem Psychiater diagnostiziert und ist schon etwa 3 Jahre her. Ich habe auch noch mehr Diagnosen aber da möchte ich jetzt nicht weiter drauf eingehen.

Weist du ob es dafür noch Medikamente gibt oder kann man das auch ohne Medikamente behandeln?

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Liebe/r Frager/in,

erwartest du eine ernsthafte Antwort hier in diesem Forum? Medikamentierungen gerade bei solch ernsthaften Erkrankungen sind eine ganz heikle Sache. Und Konjunktiv, also "könnte" ist hier nicht angebracht. Da musst du googeln. Ich glaube nicht, dass du hier einen Neurologen findest, der deine Frage beantworten kann.

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Eine Schnittmenge aus
http://www.sanego.de/Krankheiten/Depression/
http://www.sanego.de/Krankheiten/Angst-+und+Panikattacken/
http://www.sanego.de/Krankheiten/Schizophrenie/

Mit einem weiteren Krankenhausaufenthalt kann auch wieder ne andere Diagnose gestellt werden. Das solltest du weniger wie einen Stempel auf der Stirn sehen. Das ist eigentlich nur, um für den jeweiligen Zeitraum die Art der Behandlung festzulegen.

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