mit welchen heutigen parteien sind die parteien aus der Weimarer republik zu vergleichen?

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3 Antworten

  • Kommunistische Partei Deutschlands (KPD): Die KPD gründete sich am 30. Dezember 1918 in Berlin, verstand sich als neue revolutionäre Partei der Arbeiterbewegung in Abgrenzung zur Politik der Sozialdemokratie, da deren Zusammenarbeit mit den alten politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten die notwendige revolutionäre Umgestaltung Deutschlands verhindere. Die KPD forderte einen durch Arbeitermacht gegründeten Sozialismus und Fortsetzung der Revolution durch die Machtergreifung der Arbeiter. Eine offizielle Nachfolgerpartei gibt es nicht, auch wenn die DKP aufgrund personeller Kontinuitäten und inhaltlicher Gemeinsamenkeiten oftmals als Nachfolgerpartei bezeichnet wird. 
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Die SPD gründete sich am 23. Mai 1863 als Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), ein Zusammenschluss der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) und des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV). Die SPD verstand sich eindeutig als Arbeiterpartei mit der gesellschaftlichen Zielsetzung eines demokratischen Sozialismus. Die SPD (aus der Weimarer Republik) ist definitiv am ehesten mit den Linken zu vergleichen, sowohl ideologisch als auch programmatisch. 
  • Deutsche Zentrumspartei (DZP): Die DZP wurde 1870 mit dem Ziel des  politischen Katholizismus gegründet. Drei Wurzeln lagen ihr zugrunde: Erstens ist das Streben nach angemessener Repräsentanz christlich-kirchlich gesinnter Personengruppen im zunehmend säkularistischen Nationalstaat zu nennen. Von daher forderten die politisch aktiv werdenden Katholiken seit 1848 die Gewährung kirchlicher Freiheitsrechte, die für sie im Rang bürgerlicher Grundrechte standen. Zweitens erschien vielen großdeutsch eingestellten Katholiken nach der kleindeutschen Reichseinigung von 1871 als unabweisbar, für die Erhaltung der bundesstaatlichen Gliederung und die nunmehrige Minoritäts-Existenz einzutreten. Drittens bezeugten bereits erste Wahlaufrufe, Konferenzen und Programmentwürfe der 1860er Jahre ein Bewusstsein für die sozialen und wirtschaftlichen Umwälzungen der entstehenden Industriegesellschaft. Die CDU ist faktisch die Nachfolgepartei der DZP. Die Zentrumspartei existiert zwar dem Namen nach noch, aber faktisch sind damals alle Mitglieder vom Zentrum zur CDU gewechselt.

Parteien, die auch noch eine bedeutsame Rolle gespielt haben, waren die DNVP (Nationalisten), die DVP (Nationalliberale), die DDP (Linksliberale) und die BVP (Bayrische Volkspartei). Die NSDAP als Partei spielte in der Weimarer Republik eine eher untergeordnete Rolle. 
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die spd würde ich für die zeit zum zentrum zählen. da war die zeit vorbei, wo spdmitglieder den roten hahn bei jemand auf das dach setzte.

die kpd war der meinung, das die arbeiterräte die betriebe und regierung übernehmen sollen und da gab es noch 1945 etliche, die diese ziele mit gewalt durchsetzen wollten. ganz weit links.

evtl. mit den piraten zu vergleichen, wo jeder bürger mitgestalten soll, aber sie sind nicht gewalttätig.

dnvp evtl. was rechtes, aber welche weiss ich nicht.

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Die damalige KPD ist heute die DKP. SPD könnte man heute mit dem linken Flügel derLinken vergleichen. Zentrum ist zu CDU/CSU, SPD, Grüne und Partei bibeltreuer Christen geworden. DNVP ist zu NPD geworden. Die deutsche Volkspartei ist zu FDP und AfD geworden. 

 

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