Mit welchen Gefühlen ziehen die Menschen 1914 in den Krieg?

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8 Antworten

Der Kriegsjubel war bevorzugt in den höheren Klassen angesiedelt. Die sogenannten einfachen Leute waren zu einem beachtlichen Teil keinesfalls kreigsbegeistert. Es waren vielmehr die Herrensöhne, die darauf gierten Ruhm und Karriere bei der Reichswehr zu erzielen. Die Arbeitersöhne, wenn sie denn begeistert in den Krieg zogen, verloren ihren Enthusiasmus ziemlich schnell, als sie das Leid auf den Schlachtfeldern live erlebten. Die Herrensöhne hingegen waren für eine längere Zeit erfreut im Kampf zu sein, bias auch ihre Freude abgedämpft wurde, nämlich dann, als der gewünschte Sieg nach dem sogenannten Wunder an der Marne sich nicht einstellte. Das führte doch bei etlichen Offizieren zumindest zu einer nachlassenden Kriegsfreude, dann ersetzt durch Verbissenheit und Unnachgiebigkeit.

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Die Bilder aus den Städten mit den jubelnden Massen täuschen. Die überwiegende Befölkerung war in der Landwirtschaft tätig. Und da fehlte erst einmal der Mann als Arbeitskraft und es war unklar ob  und wie er aus diesem Abenteuer wieder herauskommt.  Die Begeisterung hat sich dort überwiegend in Grenzen gehalten

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Kommentar von lesterb42
29.09.2016, 13:10

Bevölkerung...

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Man kennt den Hurrapatriotismus, die Kriegsbegeisterung. Auf den Truppentransportzügen stand "Auf Wiedersehen in Paris" etc. 

Inzwischen sehe ich dieses Bild etwas kritischer. Ich habe gelesen, dass diese kriegsbegeisterten Parolen auf den Zügen meistens von den Offizieren hingeschrieben wurden, nicht von den Mannschaften. Offizielle Propaganda also eher als wirkliche Kriegslust von unten. Viele hatten wahrscheinlich schon Befürchtungen, ob das gut ausgehen wird.

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Da du speziell nach den Menschen fragst: mit einem mulmigen und mit Angst.  Es herrschte zwar Euphorie und Abenteuerlust, aber wenn man Soldatentagebücher (gerade auf dem Weg zur Front) ließt, erkennt man die Sorgen und Ängste heraus.

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Das deutsche Volk hatte "Kriegslust" sie haben gemeint dass sie gewinnen und als dann im krieg die ersten erfolge erzielt worden stieg dieser Gefühl zu gewinnen doch als sich der Bewegungskrieg zum Stellungskrieg über ging, in der Heimat die Menschen hungern mussten und sich deutsche Truppen zurüchzogen wollten die Menschen keinen krieg mehr und hofften dass es bald vorbei ist

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Kommentar von Sagittarius1989
29.09.2016, 11:23

Das deutsche Volk hatte "Kriegslust" sie haben gemeint dass sie gewinnen
Kriegs Lust hatten alle Länder und glaubten das sie gewinnen

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Mit Patriotismus, Chauvinismus und Freude.

In Zentraleuropa sind sehr viele sehr begeistert in den Krieg gezogen.

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Sie freuen sich auf den Krieg, sie können sich endlich beweisen und für Gott, Kaiser und Vaterland in den Krieg ziehen.

Die Menschen damals waren sehr nationalistisch und die Jugend damals wollte sich im Krieg beweisen. Ausserdem gab es damals ja viele Kriege (von 1800-1900 die deutschen Kriege gegen Frankreich) und es war oft ein tolles Gefühl an einem Weltveränderndem Ereignis teilzuhaben.

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Kommentar von lesterb42
29.09.2016, 12:59

1914 herschte in Deutschland seit 1871 also 43 Jahre Frieden. Von den aktiven Soldaten hatte kaum jemand eigene Kriegserfahrungen. Und das kommende Massensterben war unbekannt. In Königgrätz standen 1866 450.000 Soldaten auf dem Feld. Zahl der Toten insgesammt: 5.000. Das ist nicht schön aber vergleichsweise überschaubar.

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1914 zieht niemand in den Krieg. Das ist längst Vergangenheit und folglich zog man in den Krieg.

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