Mit welchen Argumenten könnte man zeigen, dass der Naive Realismus nicht unbedingt falsch ist?

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Naivität kann in der Philosophie (diese ist eben so wie ihr Teilgebiet Ontologie als Schlagwort eingegeben; Realismus oder naive Kunst könnten sich mit der Freiheit der Kunst verteidigen und außerdem darlegen, inwieweit sie zumindest ein wenig über die Wirklichkeit aussagen) kein haltbarer Standpunkt sein, weil kritisches Nachdenken und Reflexion unumgänglich sind. Die inhaltliche Position zu einer Frage könnte höchstens auf einer bewußteren Stufe vertreten werden.

Möglich ist ein Versuch, eine eingeschränkte Variante der vertretenen Auffassung als nicht widerlegt oder sogar plausibel nachzuweisen. Der Begriff „naiver Realismus“ für einen erkenntnistheoretischen Standpunkt stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Vorher wurde er als „natürlicher Realismus“ bezeichnet.

Er bedeutet eine Einstellung, bei der eine kritisch-erkenntnistheoretische Reflexion unterbleibt und die Inhalte der Wahrnehmung und das Ansichsein des Wahrgenommenen identifiziert bzw. genauer ausgedrückt in unbefragter Selbstverständlichkeit als Einheit verbunden werden.

Der naive Realismus sagt: ”Es gibt eine reale Welt; sie ist so beschaffen, wie wir sie wahrnehmen.” Er nimmt die Existenz einer vom Bewußtsein unabhängigen Außenwelt an und meint, die Dinge seien genau so, wie sie wahrgenommen werden. Die Erkennbarkeit der Dinge, wie sie wirklich sind, wird uneingeschränkt vorausgesetzt.

Diese Erkenntnistheorie scheitert an dem Auftreten von Sinnestäuschungen und der nicht abstreitbaren Rolle des Denkens beim Erkennen.

1) Die Sinneswahrnehmung ist keine völlig zuverlässige Gewähr für die Realität. Etwas ist nicht unbedingt so, wie es zu sein scheint.

2) Wahrnehmung ist kein passives Geschehen, bei dem die Gegenstände unmittelbar ein getreues Abbild schaffen. Beim Wahrnehmen gibt es ein aktives Erfassen durch das Subjekt. Dieses hat auch eine Denkweise, mit der es deutet, trägt Formen der Anschauung in sich, die der Erfahrung vorausgehen

Dagegen kann eine eingeschränkte Variante der Aussagen mit Argumenten vertreten und mit Erfolgsaussichten verteidigt werden: Es gibt eine vom menschlichen Denken unabhängige Wirklichkeit und diese ist zumindest bis zu einem gewissen Grad erkennbar.

1) Wahrnehmung ist kaum völlig grundlos, die Sinnesdaten müssen auf irgendetwas zurückgehen.

2) Aus dem Umstand, unsere Wahrnehmung (Bild der Wirklichkeit)/Vorstellung/Erkenntnis geistig herzustellen (zu konstruieren) folgt nicht zwangsläufig, daß die Wirklichkeit, von der wir Wahrnehmung/Vorstellung/Erkenntnis haben, einfach nur vom Gehirn/menschlichen Geist geschaffen ist.

3) Die Annahme, die Wirklichkeit selbst sei vom Bewußtsein völlig abhängig oder es existiere keine andere Wirklichkeit als die subjektive Wirklichkeit, in der wir leben und die in gewisser Weise unser Konstrukt ist, ist kaum praktisch durchzuhalten. Dann sollte es doch möglich sein, sie formen zu können, ohne damit auf sehr große Schwierigkeiten zu stoßen. Aber die wahrgenommene Welt der Erfahrung fügt sich solchen Versuchen nicht einfach widerstandslos. Dies ist ein Anzeichen für ihre vom subjektiven Bewußtsein unabhängige Existenz und Eigengesetzlichkeit. Wer dies bestreitet, soll gegen eine Wand laufen und Schäden, Verletzungen und Schmerzen überzeugend für ein bloßes Konstrukt erklären. Auch ein dauerhaftes und vollständiges Ignorieren allen anderen Menschen, als ob sie nur Einbildungen seien, ist höchst schwierig.

Diese Position (eingeschränkter und nicht mehr unkritischer Realismus) kann auf Zustimmung des sogenannten gesunden Menschenverstandes („common sense“) rechnen.

durch eine verknüpfung mit dem kubismus unter berücksichtigung der helelnistischen formel.

Kunst ist eine subjektive Ausdrucksform, da ist keine Form richtiger oder falscher als die andere.

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