Mit welchem objektiv werden solche Fotos geschossen?

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9 Antworten

Hallo

tut mir leid, anhand der Thumpnails ist die Qualität schwer einzuschätzen aber das sind beides wohl Profi Produktionen.

Aber denn "Look" bekommt man auch mit einer simplen Prosumer-Bridge der 3-400€ Preisklasse hin zb die Lumix FZ Serie hat ein gutes Bokeh für ein Billigzoom und die FZ200 kann wesentlich mehr Freistellen als auf den Bildern sichtbar ist. Auch die Sony H Serie mit dem Zeiss Zoom hat ein recht gutes Bokeh für die Preisklasse, bei den Fujis ist zumnidest der Telebereich auch noch mit gutem Bokeh versehen. Oder man greift zu einer Fuji XS1, Olympus Stylus One, Sony RX10 oder Lumix FZ1000.

Klar ein Profi wird so einen Job nicht mit einem fotografischen "Taschenmesser" umsetzen. Vor allem im Bereich Fashion/Werbung muss man meist immer noch Mittelformat auffahren weil die Auftraggeber das "erwarten" (aber nicht unbedingt bezahlen) bzw Fashion seit 50 Jahren ein Mittelformat-Sujet mit Zentralverschlussoptiken ist.

Beim Bild mit der Wasserpfütze bin ich mir aber nicht sicher ob da noch 1/500ertstel reicht. Das hätte ich zb mit einer FZ200 mit 60B/S und 1/1000 bis 1/16000 Shuttertime geschossen (oder früher mit einer Olympus E Serie). Da hätte ich dann um 10-15 verwertbare Bilder und könnte mir das beste Bild mit dem Peak der Wasserspritzer raussuchen. Das ginge auch mit einer Nikon One Serie oder Pentax Q (die hat sogar 4 Verschlusstypen) für kleines Geld.

Aber ich denke das war eine Hasselblad oder Leica mit 1/800 Zentralverschluss (oder die neuen Schneider für Mamiya/Phase One) und ein High Speed Blitz der etwas mehr Freeze in denn Splash brachte. Vermutlich wurde eine synchroinsierte "Knallkapsel" eingesetzt evtl. mit einem Klatschschalter für denn Blitz und die Kamera.

Ansonsten als "Fotograf" denkt man nicht in Brennweite sondern in Bildwinkel. Genauer man denkt zuerst an die Motiv-Perspektive und dann an denn Ausschnitt aus der Perspektive (Frame/Bildwinkel/Brennweite). Da ist es dann wurscht ob man eine Grossformat oder Winzfomat einsetzt es ergibt immer die "selben" Bilder. Nur durch die Blende kann ich die Schärfefelder bzw die Tiefenstafflung/Kompression innerhalb des Ausschnitt steuern und durch das Bokeh der Optik die "Lichtmalstruktur" im Unschärfebereich. Da sind grosse Fromate mit grossem Pixelpitch im Vorteil.

Von den Größenverhältnissen her würde ich beim linken Bild auch auf über 100mm Brennweite tippen, die Tiefenschärfe ist recht groß, daher vermutlich Blende 4-5.6 oder so. Das rechte bild ist etwas weitwinkliger, aber m.M.n. noch immer über der Normalbrennweite, vielleicht 70mm. Blende so 2.8 würde ich mal schätzen.

Wenn du Schon ein Sigma 50mm kaufen willst würde ich aber das Art nehmen ;-)

Das art model kostet ja ungefähr das doppelte, lohnt es sich, kennst du dich damit aus?

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@hkntxs

das billige ist zwar nicht schlecht aber nicht unbedingt scharf, das art ist einfach der hammer. absolut scharf ab blende 1,4. wer sich wirklich ernsthaft mit der fotografie beschäftigt und bereit ist bei fokusfehlern das objektiv einzuschicken, für den ist das objektiv eine absolute kaufempfelung.

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Die geringe Tiefenschärfe kannst Du am einfachsten mit einem Tele und offener Blende bekommen. Man kann so das Bild komprimieren - d.h. der Abstand zwischen den beiden Personen im 1. Bild wirkt geringer, als wenn Du das gleiche Bild mit einem 50mm aufnimmst. Wenn Du ein 50 mm oder noch weitwinkeligeres Objektiv nimmst, dann muss es schon ein sehr lichtstarkes Objektiv sein, damit Du eine gute Tiefenunschärfe bekommst.

Das heisst es müsste geringer als 50mm sein?

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Kannst du mir irgendwas bestimmtes empfehlen?

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Schwer zu sagen - das kann einige sein... Definitiv ein Objektiv mit recht großer Offenblende.

Ich würde sagen 50mm 1.4 ist an der Crop-Kamera schon denkbar aber ich würde eher ein 85mm 1.8 oder so verwenden. Damit kann das schon gut klappen.

An der Vollformat-Kamera würde ich eher auf ein 70-200mm f/2.8 Objektiv tippen.

Machbar ist sowas aber mit einer Vielzahl von Objektiven denn:

Noch wichtiger als die ganze Technik ist die Person hinter der Kamera! Beschäftige dich mal mit den Grundlagen der Fotografie - auf youtube gibt es hunderte gute Tutorials zu dem Grundlagen der Fotografie. Such einfach auf youtube nach "Fotografie Grundlagen" oder "Fotografie Basics"!

Super danke sehr das werde ich machen ! :)

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Das linke Bild mit kleiner, das rechte mit großer Brennweite (vermute ich mal). Oder linkes mit kleiner Blende

Das muss nicht 1.4 sein. Besonders das erste Bild schätze ich mal auf f8 und das zweite bekommt man so auch schon mit f4 bin, jenachdem wie weit die Stadt weg ist.

Ich besitze ein f1.4* und das ist wesentlich krasser was das Bokeh angeht.

*Ja ist ein Analoges M42 vom Flohmarkt aber es ist 1.4.

das kannst du mit jedem Portrait-Objektiv machen. 50mm Festbrennweite wäre sicher gut geeignet.

Wichtig ist hier die Tiefen(un)schäfe, diese bewirkt die sehr räumliche Wirkung der Bilder.

Das Objektiv spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Super, danke dir :)

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ach ja, die Bildere sind natürlich nachträglich noch ein wenig bearbeitet worden. Die Farben sind sicher nicht ganz natürlich. Erinnert mich ein wenig an den Miami-Look aus Hollywood bzw. TV-Serien (vgl. CSI usw.)

also ohne Nachbearbeitung bekommt man das so wohl nur schwer hin. Professionelles Licht usw scheint da auch im Spiel zu sein.

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@Cosmicchaos

Jap beim ersten sind die Höhen vergrünt und die Tiefen verblaut und beim anderen die Höhen vergilbt und die Tiefen vermagentert.

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Also es sieht aus, als wäre es ein Teleobjektiv mit recht offener Blende. Könnte ein 135-200mm Objektiv fewesen sein mit einer Blende von 2,8 oder offener.

das erste würde ich auf 200mm und blende 5.6 tippen. das 2 wurde mit ca 80-100mm und f2.8

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