Mit welchem Alter durften eure Kinder alleine raus?

27 Antworten

An mein genaues Alter kann ich mich nicht erinnern.
Bei uns im Dorf gab es nur eine Hand voll Kinder in meinem Alter, also haben wir auch ständig zusammen gespielt. Kindergartenalter drei, vier vielleicht.

Wir sind ständig irgendwo rumgestromert. Im Wald, in den Feldern. Nur an die Hauptstraße durften wir erst, als wir mit dem Rad zur Grundschule sind.

Was hätten wir auch machen sollen? Wir waren alle Schlüsselkinder und von daher sowieso ungeliebt, unversorgt und von allen vergessen XD

Ich kann mich an eine Story erinnern, als eine Freundin meiner Ma mit Tochter zu Besuch war. Wir waren sechs - gerade eingeschult. Vor dem Abendessen sollten wir noch eine Runde mit Hund gehen. Es hat länger gedauert, da wir noch Freunde getroffen hatten. Wir waren wohl eine Stunde unterwegs.
Mutters Freundin hat sich riesige Sorgen gemacht; für Ma war das völlig in Ordnung. Auf die Frage, was passiert, wenn wir jemandem begegnen, meinte Mutter nur: "Dann grüßen sie höflich".

Ich bin als Kind auch Nachts in der Bauernschaft unterwegs gewesen. Das man dort jemanden trifft ist sehr unwahrscheinlich. Meine Cousinen sind in Berlin aufgewachsen. Dort wär ich auch nicht einfach so rumgelaufen.

"Dann grüßen sie höflich!"😂 Geniale, subtile Art zu sagen, "rede meinen Kindern bloß keine Ängste ein!"

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meinte Mutter nur: "Dann grüßen sie höflich".

Geile Antwort - sowas könnte auch von meiner Mutter stammen! Ich bin auch auf den Land großgeworden - und war auch ständig unterwegs und habe meistens auch völlig die Zeit vergessen :-D.

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@guitschee

Und das hängt bis heute nach...
Unsere Nachbarn waren alles Leute um die 50/60 und sehr darauf bedacht, dass wir Kinder höflich sind.
Jetzt bin ich mitte 30, wohne in einer kleineren Stadt und hab immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht jedem Guten Tag wünsche... *meh*

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@Jekanadar

Grins. Ja, die ersten Tage in der Großstadt fand ich das auch noch komisch - allerdings hat sich das bei mir schnell gelegt - man wird einfach seltsam angesehen, wenn man das macht - inzwischen gehöre ich längst zu denen, die irritiert sind und sich fragen, was das gegenüber will, wenn mich jemand grüßt.

Als ich das letzte Mal bei meiner Mutter war, hatte mich irgendwer auf der Straße begrüßt und ich hab mich völlig verwirrt gefragt, ob ich die Person wohl kennen müsste...

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@guitschee

Oh ja. Ich hab letztes jahr hier unwissentlich nen Bandenkrieg ausgelöst. *lach*

Geh im Dunkeln mit dem Hund im Park spazieren. Treffe eine Gruppe Jugendlicher.
Ich : N'Abend.
J1: Abend.
J2: -
J1: Ey du musst Grüßen, Alter.
Das Streitgespräch hab ich leider nicht mehr verstanden...

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@Jekanadar

Lach! Ja, die erziehen sich gegenseitig. Ich habe hier auch ein paar Jugendliche, die mich immer grüßen - und das sind alles Jugendliche die in der Großstadt aufwachsen. Und die erzählen sich auch gegenseitig: "Ey lass mal die Dame durch", wenn sie fußballspielen und ich den Weg entlangkomme - dabei bin ich gar nicht so alt - ich würde mitspielen ;-) - ich vermute das wüssten die und wollen da vorsorgen :-D.

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Ich bin mit 4 Jahren übers Mäuerchen geklettert und drei Straßen weit zu Freunden gelaufen ^^ Durfte ich natürlich nicht.

Ich gehöre zur Generation "Draußen" und wir waren schon ziemlich weit weg von zu Hause, als wir sicher Rad fahren konnten.

Also eher als Grundschulkind, nicht als Kindergartenkind.

Ich kenne diesen "Freiheitsdrang" aber von den Nachbarskindern. Sobald die mobil sind (Laufrad, Roller, etc.) erweitern sie gerne ihren Aktionsradius. Da wir auf dem Land wohnen, ist das nicht problematisch.

Mein Sohn war mit 3-4 Jahren mit der gleichaltrigen Nachbarin alleine in unserem und ihrem Garten. Mit 5 Jahren alleine in der Straße und mit 7 durfte er dann auch mit Freunden in den Wald und sich im Dorf bewegen. Jetzt wird er 10, kommt in die 5te Klasse und sein Radius wird sich bis in die naheliege Stadt ausbreiten.

Ich habe mich immer an den Eltern seiner Freunde orientiert. Was die durfte, durfte er auch. So lange er mit Freunden unterwegs ist, passt es für mich.

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