mit was füttert man einen isländer am besten?

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8 Antworten

Isländer sind äusserst leichtfuttrig, das bedeutet, dass sie sehr gute Futterverwerter sind und zu Ekzemen neigen.

Achte darauf, dass die Weide nicht zu fett ist (unsere meisten Wiesen und Weiden in D sind auf Viehhaltung ausgelegt, nicht auf Pferde) und dass dein Pferd anständiges Heu am besten 24h zur Verfügung hat. Ein gutes angepasstes MiFu dazu und das sollte reichen.

Wer nicht grad jeden Tag 5 Stunden oder mehr trainiert bzw arbeitet, braucht auch kein Kraftfutter geben, macht auf Dauer nur dick und krank.

Wenn Du Dir einen Isländer kaufst, orientiert sich dessen Speiseplan in der Regel daran, was er bisher gewöhnt war und womit er gut funktionierte. Das werden Dr dann die Verkäufer schon sagen.

Generell empfehle ich Dir aber, Dich eingehend mit der Rasse und ihren ganz spezifischen Bedürfnissen auseinander zu setzen. Denn ein Isländer hat ganz andere Bedürfnisse als zum Beispiel ein deutsches Reitpony. Islandpferde sind auf ein Leben bei Wind und Wetter eingestellt: Lange und dichte Schöpfe, Mähnen und Schweife schützen vor Kälte und Sturm, verhindern den Einfall grellen Lichtes und halten Insekten fern. Die Wuchsrichtung der Körperhaare und viele Fellwirbel leiten wie Regenrinnen selbst ergiebige Schauer
vom Pferdefell ab und halten die Haut trocken. Und auch dem Wandel der Jahreszeiten passen sich die Pferde perfekt an: Im Sommer sind Islandpferde seidig und blank, während sie im Winter eher puscheligen Fell-Kugeln gleichen. Sie in einer Box zu halten, wäre das letzte, was ihnen gut tun würde.

Isländer sollten robust gehalten werden. Ein Offenstall ist hier empfehlenswert: Sie erfüllt die lebenswichtigen Bedürfnisse des Pferdes nach Licht, Luft, Sozial- und Umweltkontakten sowie Bewegung und bietet durch den Offenstall zugleich Schutz vor extremer Nässe, vor allem aber vor Hitze und Insekten, mit denen Islandpferde in ihrer Heimat keine Last haben. Auf diese Weise sind die Pferde gesund und zufrieden, im Umgang und unter dem Sattel ausgeglichen, erhalten ein starkes Nervenkostüm und verschaffen sich beim gemeinsamen Herumtollen selbst Bewegungsanreize.

Und was die Fütterung angeht: Weniger ist oftmals mehr! Jahrhundertelang mussten sich die Pferde mühsam das spärliche Futter auf ihrer Heimatinsel Island zusammensuchen und entwickelten sich dabei zu guten Futterverwertern. In unseren Breiten dagegen finden Islandpferde ein richtiges Schlaraffenland vor: eiweißreiches Gras in Hülle und Fülle, gehaltvolles Heu und zudem energiereiches Kraftfutter. Aus einem solch üppigen Futterangebot wird für Islandpferde schnell ein Überangebot - mit unangenehmen Folgen: Der Kreislauf überfütterter Pferde wird stark belastet, die Leistungsfähigkeit- und Bereitschaft sinken; zu viel Eiweiß kann zu Stoffwechselerkrankungen wie Hufrehe oder Kreuzverschlag führen, die Entwicklung des Sommererkzems wird begünstigt.

Aus diesem Grund braucht der Isländer magere Weiden und die am besten auch nicht rund um die Uhr zugänglich. Rauhfutter sollte auch im Sommer täglich angeboten werden um einen Intakten Magen/Darm trakt zu gewährleisten. Große Fütterungspausen sollten vermieden weden da der Verdauungaapparat der Pferde auf ständien Futternachschub angelegt ist. Neigt ein Pferd zu Übergewicht sollte man die Heu Rationen aus engmaschigen Heunetzen anbieten so haben es die Pferde schwerer an das Heu zu kommen haben aber trotzdem ihr Rauhfutter zur ständigen Verfügung. Im Winter deckt gutes Heu den kompletten Tagesbedarf der Pferde ab mehr ist normalerweise nicht nötig.

Da unsere Deutschen Weiden meist überweidet sind und sich sehr oft nur sehr wenig Vitamine und Mineralstoffe in den Böden befinden sollte zusätzlich ganzjährig ein Mineralfutter gegeben werden, um etwaige Mängel an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen auszugleichen. Dazu sollte man immer wieder mal Viehsalz über das Mineralfutter geben. 
Kraftfutter sollte nur an Pferde verfüttert werden, die tatsächlich etwas leisten müssen: beispielsweise Wanderreit-, Schul- oder Turnierpferde und selbst bei diesen Pferden auch nur wenn sie es tatsächlich brauchen.

Gutes Heu und ein hochwertiges Mineralfutter, das dem Stoffwechsel des Pferdes angepasst ist. Isländer stammen aus einer sehr kargen Gegend und sind daher sehr anfällig für Krankheiten wie Diabetes, Equines Metabolisches Syndrom und Hufrehe. Niemals fett füttern, das macht sie krank!

Mit Heu und einem guten Mineralfutter. Möglicherweise liegt ihr Zinkbedarf ganzjährig in dem Bereich, wo er beim hiesigen Warmblut im Fellwechsel ist, aber das zeigt das Pferd an der Symptomatik, da würde ich erst mal abwarten, ob nicht ein hochwertiges Mineralfutter ausreicht.

Ist egal, wo Du das Mineralfutter kaufst, interessant ist, dass das Ca-P-Verhältnis ok ist (1:1 bis 3:1) und die Mineralzusätze in überwiegend organischen Bindungen drin sind, weil die besser verstoffwechselt werden. Beim Pelletieren geht einiges verloren und dazu wird auch eine ganze Menge Trägerstoff gebraucht. Noch besser ist eigentlich Pulver oder dragierte Form. Beim Dragee wird nur eine relativ dünne Hülle (auch mit Zucker) rum gezogen, während beim Pellet weit mehr Zucker drin gebraucht wird, dass es zusammenpappt. Wenn zu viel Trägermaterial drin ist, erkennt man das an der Tagesdosis von > 50 Gramm für's Warmblut (Warmblut hab ich halt im Kopf). Gut, hochwertige Mineralfutter füttert man öfter mal höher dosiert an und reduziert dann, bis das Pferd zeigt, da war die Dosis, die ihm gut tut ... da ist man schon auch bei 100 Gramm, aber langfristig landet man beim hochwertigen doch unter 50 Gramm. Wenn wo auf der Packung steht, dass man täglich 150 Gramm geben soll, ist davon auszugehen, dass noch 100 Gramm Material dabei ist, das nicht nötig wäre.

Höheren Zinkbedarf kann man sehr gut mit Sonnenblumenkernen ausgleichen, wenn man nicht wartet, bis zu viel Zinkmangelsymptome aufscheinen: stumpfes, nicht selbstreinigendes Fell, Abmuskeln, verlangsamte Wundheilung, nicht zuletzt auch Mauke ... ich lese inzwischen wirklich am Fell meiner Pferde ab, was sie brauchen und gebe je nach Bedarf zwischen 5 Kernen und 50 g Sonnenblumenkerne am Tag und hatte nie mehr wieder solche Probleme.

Gutes Heu,  und im Sommer kein fettes, hochgedüngtes Gras. Ein gutes Mineralfutter, z.B.von Iwest.

Kraftfutter braucht ein normal gerittener Isländer nicht.

magerheu. weide auf trockenrasen.

gibts beim bauern.

im normalfall wird im pensionsstall aber gefüttert.

mineralfutter nach ermittlung des bedarfs durch den tierarzt.

am besten pferd auf einem isländerhof einstellen.

Meinst du Pferd, Hund oder die lustigen grünen Männchen ? ^^

Edit: Sry. Hab den Tag zu spät gesehn. Also Pferde. Haben die spezielle Bedürfnisse? Ansonsten würd ich einfach wie jedem normalen Pferd ne Weide / frisches Graß und bissel Heu geben.

ponyfliege 23.01.2017, 13:24

nee. umgekehrt. 

heu und SEHR WENIG grünfutter.

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valvaris 27.02.2017, 14:24
@ponyfliege

Danke, man lernt nie aus... Dachte für Pflanzenfresser wäre frisches Gewächs immer etwas vorteilhafter als getrocknetes - einfach weil da mehr Wasser drin ist.

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Heu wie bei allen Pferden

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