Mit Schizophrenie Psychiater sein?

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3 Antworten

Ich finde, es sollte auf jeden Fall mehr Patient_inn_engeleitete psychiatrische Einrichtungen geben - und es gibt ja auch Tendenzen in die Richtung.

In der Antipsychiatrie gibt es ja zum Beispiel die Weglaufhäuser, in denen zum Teil Menschen arbeiten, die selbst Psychiatriepatient_inn_en waren oder sind, und die sich um andere psychisch Kranke kümmern:

https://de.wikipedia.org/wiki/Weglaufhaus

Außerdem gibt es (in Deutschland seit etwa 10-12 Jahren) die Ex-In-Bewegung. Das steht für "Experienced Involvement" und bedeutet, dass psychiatrie- und krisenerfahrene Menschen in Psychiatrien mitarbeiten.

http://ex-in.de/

Beides umfasst natürlich auch Menschen, die von Schizophrenie betroffen sind und sich dann auch beruflich um andere Kranke kümmern.

Außerdem gibt es einige wenige Psychiater_inen, die selbst von schweren psychischen Krankheiten betroffen sind und dann weiter in ihrem Beruf arbeiten. Das ist einerseits sicher eine große Herausforderung, weil solche Krankheiten fast immer auch eine reduzierte Belastbarkeit für Stress mit sich bringen - andererseits kann es natürlich eine große Chance sein, weil jemand, der selbst so eine Krankheit erlebt hat, sich natürlich viel besser in die Patient_inn_en einfühlen kann, als jemand, der/die das nicht hat und die Krankheit nur von Außen kennt.

Nein, das wird nicht möglich sein. Schizophrenie kann niemand verbergen. In einer Klinik sind mehrere Psychiater und Psychologen tätig denen seine Erkrankung auffallen wird. 

und was ist so schlimm daran, dass es jemand merkt?

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@icreatereality

Mit Schizophrenie ist eine Tätigkeit nicht mehr möglich. Schizophrene hören und/oder sehen Dinge die nicht vorhanden sind, führen Gespräche alleine. Sind auf Medikamente angewiesen. Nur 30 % der Erkrankten können geheilt werden. 30 % können medikamentös so eingestellt werden dass sie wenigstens in einer Werkstatt für Behinderte tätig sein können. Der Rest ist nicht therapier und heilbar.

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@extrapilot351

was soll den der quatsch mit der behindertenwerkstatt das ist eine Anmaßung und Zumutung für jeden der krank ist

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und du denkst, dass ein schizophrener mensch nicht in der lage ist, eine forensische klinik zu leiten?

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@extrapilot351

Erstens haben Schizophrene meistens auch symptomfreie Zeiten.

Zweitens halluzinieren nicht alle Schizophrenen.

Und drittens heißt es nicht, dass man nicht berufstätig sein kann, nur weil man Medikamente braucht.

Viertens sagst Du selbst, dass 30% "geheilt" werden können. Dürfen dann selbst die nicht in der Psychiatrie arbeiten? Wenn ja: warum nicht?

Und die ganze Stoßrichtung Deines Beitrags gefällt mir überhaupt nicht. Es geht doch nicht darum, die Leute auf Teufel komm raus irgendwie in Arbeit zu bringen - Arbeit ist doch kein Wert an sich! Gerade wenn mit "Arbeit" nur und ausschließlich Lohnarbeit gemeint ist, so wie wahrscheinlich von Dir.

Es sollte um ein glückliches und erfülltes Leben gehen, nicht mehr und nicht weniger! Wir sind Menschen und keine Maschinen!

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@Gronkor

@Gronkor Du hast bedauerlicherweise keine Ahnung sonst würdest Du nicht so einen dummen Kommentar veröffentlichen. Deine Aufzählungen 1.,2.,3., zeigen das überdeutlich. Zum Schluss solltest Du nicht von Dir in der dritten Person plural sprechen. Kannst Du auch behandeln lassen.

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@extrapilot351

Bei 1.-4. spreche ich aus meiner eigenen Erfahrung und der von Menschen in meinem Umfeld mit der Krankheit - und mit "wir" meinte ich "wir Schizophrenen". Übrigens ist das die erste Person Plural und nicht die dritte.

In Behandlung bin ich bereits, aber Danke für den Rat.

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@Gronkor

sei froh wenn es Deinen Psychiatern gelingt die medikamentös so einzustellen dass Du ein einigermaßen normales Leben führen kannst. Das kann in verschiedenen Fällen auch mit Depotspritzen gelingen die der Betroffene monatlich bekommt. Dennoch muss die verabreichte Dosis von einem Psychiater kontrolliert werden da sich das Verhalten, vom Betroffenen meist unbemerkt, auch ändern kann. 

Wie ich Dir bereits mitteilte sind 30 % der Betroffenen unheilbar erkrankt, stehen unter Betreuung. 30 % können wenigsten in einer Werkstatt für Behinderte einer Beschäftigung nachgehen. Und wie auch erwähnt können 30 % geheilt werden. Die Geheilten haben ja dann keine Beschwerden mehr und können ein normales Leben führen.

Die Erkrankung ist weit verbreitet. So weit dass jeder mindestens eine Person kennt die unter Schizophrenie leidet ohne das zu merken. Die symptomfreien Zeiten schließen nicht aus das von einem zum anderen Moment die Symptome auftreten. Das kann man nicht festlegen, können also überraschend kommen.

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Nein, das kann ich mir so garnicht vorstellen, denn ein Psychiater muß ausgesprochen realitätstüchtig sein. Was da Filme unsc zuweilen servieren, ist oftmals hahnebüchend.

Nun, es ist Realität. Ohne hier näher darauf eingehen zu wollen, kann ich sagen, dass ich einen schizophrenen Menschen kenne, der eine forensische Klinik leitet.

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@icreatereality

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, das will daher nix heißen, dieser dein Einzelfall

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