Mit Säure ansäuern, aber mit welcher?

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3 Antworten

Ich nehme an, dass nicht das Salz als solches nachgewiesen werden soll, sondern die Anionen, die ein Salz aufbauen. Angenommen, ich will Chloridionen nachweisen. Das geht mit Silbernitrat. Diesen Nachweis stören aber Carbonationen. Denn beide Ionenarten geben mit Silbernitratlösung einen weißen Niederschlag. Aus diesem Grunde säuert man die Analysenlösung mit verdünnter Salpetersäure an (die Nitrationen, die sowohl in der Silbernitrat- als auch in der Salpetersäurelösung enthalten sind, stören den Nachweis nicht). Es bildet sich dann, wenn die Carbonationen durch das Ansäuern "zerstört" worden sind, ein reinweißer Niederschlag von AgCl. Anmerkung: Es wurde vorausgesetzt, dass in der Analysenlösung nicht auch noch F-, Br- und I- enthalten sind. Will man Nitrationen nachweisen, dann darf man natürlich nicht mit Salpetersäure ansäuern. Mit welcher Säure letztlich angesäuert werden muss, um Störungen zu vermeiden, das hängt vom jeweiligen Nachweis ab.

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Man säuert mit einer Säure an, deren Anion man nicht nachweist, welche den störenden Einfluß unterbindet und welche selbst den Nachweis nicht stört. Vorzugsweise nimmt man die Säure mit gleichem Anion wie die Nachweisreagenz. Also beim Halogenidnachweis mittels Silbernitrat säuert man mit Salpetersäure an, beim Sulfatnachweis mittels Bariumchlorid wird mit Salzsäure angesäuert. In letzem Fall könnte man auch mit Salpeter- oder Bromwasserstoffsäure ansäuern, aber wer macht das schon, wenn Salzsäure ausreicht.

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Kommentar von nase87
14.06.2011, 16:55

der link funtioniert leider nicht, auch wenn ich ihn komplett kopiere!

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