Mit oder ohne Keller bauen?

10 Antworten

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Wenn das Grundstück gross genug ist, dann sind die 100m² mehr ebenerdige Nutzfläche ein vielfaches billiger als ein Keller. Das kann ich dir als Fachmann garantieren.

Man kann dann außerdem variieren. 2/3 der Mehrfläche im Hausgrundriss als Lagerraum/ Haustechnikraum usw.

Und 1/3 der Mehrfläche an eine (Doppel)Garage als Hobbywerkstatt/Gartengeräte Raum.

Ich bin persönlich auch ein Befürworter wenn es um Keller geht. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass alle Wasserprobleme lösbar sind. Auch ohne weisse Wanne. Wobei allein der Unterschied vom normalen Keller zur weissen Wanne schon ein fetter 5-stelliger Betrag ist.

Wenn das Grundstück also wirklich gross genug ist, dann plant mit ebenerdigen Nutzräumen. Von der Ersparnis gibt es einen schönen nagelneuen Kleinwagen.

Wenn das Grundstück gross genug ist, dann sind die 100m² mehr ebenerdige Nutzfläche ein vielfaches billiger als ein Keller

Das ist eine neue Erkenntnis für mich. Umso besser wenn es so ist.
Für einen Keller kann man doch ca. 800€/m² Nutzfläche annehmen, also 80.000€ für 100m² Kellerfläche?
Wieviel würde es mich kosten, diese 100m² oberirdisch, durch Vergrößerung des Hauses, herzustellen?

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@kutefrake

ich will mich da preislich nicht festlegen. Wenn der Hausgrundriss größer wird, entstehen natürlich auch Mehrkosten durch die größere Dachfläche. Materialmehrbedarf gleicht sich aus mit dem Bedarf für einen Keller. Minus eine Betonplatte für Kellerboden und der größte eingesparte Posten ist der Erdaushub mit Abfuhr. Das anschliessnde Verfüllen. Auch evtl. Mehraufwand durch die tiefer liegende Entwässerung.

Man darf den Preis des Kellers auch nicht so direkt mit dem Preis für Wohnfläche vergleichen. Ab EG werden andere Ansprüche an Wärmedämmung gestellt. Die Raumhöhe ist auch mind 25cm höher.

Und wie gesagt: die 100m² splitten. 1/3 der Nutzräume an die Doppelgarage. Das sind dann sehr günstige Flächen da in Punkto Wärmedämmung und Dacheindeckung bei einer Garage die Preise sehr niedrig sind.

Und du schriebst: "DG nicht ausgebaut". Auch das wäre aber auch als Nutzfläche möglich. Dachboden begehbar, also Treppenzugang plus begehbaren gedämmten Boden.Und es wäre relativ günstig, denn dann bräuchte der Grundriss der Gebäudefläche nicht unbedingt größer werden.

Wer sagt, dass der Preis für Nutzflächen auf EG Höhe sehr viel teurer als bei einem Gebäude mit Keller wären, hat in seiner Kalkulation unter Garantie die Mehrkosten für ein größeres Grundstück drin. Wenn das Grundstück aber eh vorhanden ist, dann darf man die (je nach Gegend) 100 x 150€/m² nicht mit reinrechnen. Der Bauunternehmer, der auf Umsatz aus ist, wird allerdings auch meistens einen Keller empfehlen. Aber auch da gibt es mittlerweile ein Umdenken, wie die gute Antwort von Pharao1961 zeigt.

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@kutefrake

 In den Quadratmeterpreisen sind ja auch die Kosten für Sanitär, Heizung, Elektro, Dachdeckung, usw enthalten. Wenn ich den Wohnraum um einfachen Nutzraum wie Schlafzimmer oder Hobbyraum erweitere, fallen die o.g. Einmalkosten nicht mehr an.

Daher kann man die 2000€/qm nicht pauschal für die Vergrößerung annehmen.

# kutefrake  Übrigens Danke fürs Kompliment

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@schnippel2

Ich hab ja deshlab für die normale Wohnfläche ca. 2.500€/m² angenommen und für die Vergrößerung durch Nutzräume, in meinem Fall v.a. Hobbyraum "nur" 2.000 €/m²

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@kutefrake

2.500/m² ist gehobener Standard, eher höher :-)

Man kann Standard Wohnraum für 1.200/m² erstellen. Aber auch dort wurde dann alle Installationen bereits mit umgerechnet. Ich bleibe dabei: die 100m² oberirdisch verteilt bringen Einsparungen von +20.000€ (Kleinwagen + Sportstudio + Sauna)

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@janfred1401

Vielen Dank für Deinen hilfreichen Beitrag!!

Grundstückskosten lassen wir mal ganz außen vor, da ausreichend Grundstücksfläche bereits vorhanden ist.

Es geht mir konkret um die Unterbringung von
- Sportraum
- Sauna
- Technikraum
- Lagerraum

Leider kann ich den Flächenbedarf für diese Räume gerade noch nicht gut einschätzen

Ich bleibe dabei, ein Keller, der diese Räume unterbringen kann kostet ca. 800€/m², bei 100m² also 80.000€.
Die berechtigte Frage ist doch: Was kostet es mich, wenn ich dieselben Räume, von insgesamt 100m² Fläche, sinnvoll oberirdisch unterbringen möchte?

Wie du nachvollziehbar schreibst, kann man eine Aufteilung in günstigere Nutzfläche machen (an die Garage ran) und bessere Nutzfläche (durch Vergrößerung des Hauses).
Auf den ersten Blick würde es sich anbieten, die ungeheizten Räume (Technikraum und Lagerraum) günstig bei der Garage unterzubringen und den Sportraum und die Sauna ins Haus zu tun.

Wenn man insgesamt von 100m² unterzubringender Fläche ausgeht und beispielsweise bei der von Dir erwähnten Aufteilung von 1/3 bei der Garage und 2/3 im Wohnhaus bleibt, dann wären das ca. 65m² im Haus und 35m2 bei der Garage.

Denkst du, das ist wie der Keller für ca. 80.000€ hinzubekommen? Es dürfen meinetwegen auch 100.000 € sein, aber nicht viel mehr.
Bekommt man für 100.000 einen einfachen 65m²-Nutzraum (für Sport/Sauna) im Haus untergebracht und außerdem bei der Garage einen Technikraum und Lagerraum von insgesamt 35m² Fläche?

Hoffe, ich nerv Dich nicht. Aber genau davon hängt unsere Entscheidung ab, ob Keller oder nicht.
Ich vermute nach wie vor, dass wenn wir dieselben Ziele oberirdisch erreichen wollen, dass wir dann ca. beim Doppelten vom Keller liegen werden, jedenfalls nicht unter 125.000.

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@janfred1401

2.500€/m² ist gehobener Standard, das stimmt.

Sind bei den 1.200€/m² die Steuern enthalten?
Janfred, du bringst mich ja schon sehr zum Nachdenken mit Deinen Aussagen. Die stehen genau im Gegensatz zu meinen Annahmen (die auch andere teilen!), dass Keller deutlich günstiger ist als EINFACHER Wohnraum oberirdisch.
Ich hoffe Du hast recht, wäre mir nur lieb.

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@kutefrake

Jetzt hab ich etwas Zeit und will meinen Kommentar oben noch vollenden bzw auch nur beenden.

Also die 2500€/qm sind nun die Kosten fürs Haus komplett.

Jetzt erweitert man das Haus mit dem Keller, der ja mit wenig Komfort (also einfacher Fussboden, kleine Fenster, Decke ohne Putz usw.) gebaut werden kann. Die 700€/qm sind da durchaus realistisch. Ob die Erdarbeiten aber schon voll mit eingepreist sind glaube ich nicht (Und da kann einiges zusammenkommen.)

Hab hier mal einen Link (allerdings Pro Keller), aber passend zum Thema:  https://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Wissen/Wohnungsbau/BMBW\_Baumarkt\_Keller.pdf

Wenn man nun "oberirdisch" um einfachen Wohnraum erweitert würde ich die Kosten auch mit  unter 1000€/qm kalkulieren. Es kommt halt mehr Mauerwerk, Bodenplatte,Dachfläche, Putz usw dazu aber auf der anderen Seite kann man sagen je größer das Haus umso billiger werden die Baukosten/qm. Ein Richtwert für Anbauten an ein bestehendes älteres Gebäude liegt bei etwa 1000€/qm. Und eine Erweiterung im Rahmen der Rohbauarbeiten ist dann auf jeden Fall günstiger.


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"Eigentlich sind wir sehr für einen Keller, wäre da nicht die Grundwasserproblematik."

Das ist kein Problem, anhand der Angaben im Bodengutachten - auf welches Du keineswegs verzichten solltest - wird der Nutzkeller geplant und entsprechend gebaut.

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"Wir hätten kein Problem, auf den Keller zu verzichten, wenn wir diese 100m² Nutzfläche zu ähnlichen Kosten (wie Kellerbau), durch Vergrößerung des Hauses im EG/OG schaffen könnten."

Du schreibst leider nicht, wo Dein Grundstück liegt - die Baupreise in D unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Aber unabhängig davon, ist ein Keller *immer* und überall in D teurer, als die Fläche oberirdisch zu vergrößern; soweit das Grundstück und vor allem das Baufenster es zulassen. 

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"Sind meine Annahmen denn ungefähr zutreffend? Oder kann man zusätzliche oberirdische Wohnfläche auch deutlich unter 2.000€/m² schaffen? Die zusätzliche Fläche (ob nun Keller oder oberirdisch) wird überwiegend für Hobby (Sport, Musik) benötigt. Außerdem Sauna, Technik, Abstellraum."

Nein, Deine Annahmen sind nicht richtig.

Wenn Du die Grundfläche (GF) oberirisch vergrößerst, wächst die Technik ja nicht überproportional mit! Klar, der WE muß zur IST-Grundfläche passen; ein nächst größeres Gerät - egal ob Gas, LWWP oder EWP - kostet aber nicht so viel, als daß es sich signifikant auf den Preis pro Quadratmeter auswirken würde.

Das, was Du an zusätzlicher Fläche schaffen willst, kostet dagegen in einem Keller signifikant mehr, als die von Dir geschätzten € 700,00/qm. Abgesehen davon, daß das Wohn-/Raumklima innerhalb Betonwänden nicht wirklich prall ist, muß der Keller zur Aufnahme der Haustechnik nicht nur gedämmt werden. Bei Deinen obigen Ausstattungswünschen, wäre eine Geschoßerhöhung angebracht, eine Hebeanlage mit Häkselwerk (wenn zur die Sauna auch eine Toilette angedacht ist; in jedem Fall ein Saniboy für das Duschwasser). Dann sollten Wohnraumfenster und damit Lichthöfe verbaut werden, sämtliche Leitungen unter Putz verlegt; eine Heizung und Anschluß an die Lüftungsanlage verstehen sich von selbst. Am Ende des Tages kommen die Kosten pro qm dann in etwa in den Bereich oberirdischer Kosten qm/GF.

bauhilfe-forum.de; Epi

Bei stehendem, drückendem Grundwasser ist auch die Statik (bei eventuell steigendem Grundwasser) ein großes Problem. Durch den wasserdichten Keller wird das Haus zu einem Hohlkörper im Wasser, wie ein Schiff, und erhält den selben Auftrieb wie ein Schiff. Die Folge können Risse im gesamten Haus sein. 

In Hochwassergebieten wird den Hausbesitzern deshalb bei steigendem Grundwasserspiegel geraten den wasserdichten Keller zu Fluten, damit das Haus durch den Auftrieb des Wassers nicht zerstört wird.

Wir haben unser zweites Haus deshalb bewusst ohne Keller gebaut. Ein Keller als weiße Wanne ist auch teuer. Unser Keller hätte 50.000€ kosten sollen, dafür kann man das Dachgeschoss perfekt, allerfeinstens ausbauen.

Was kostet ein (Geheim-) Tunnel?

Nur mal so theoretisch:

Wenn ich ein Haus habe bzw. mir bauen lasse und ich möchte vom Keller aus, ein Tunnel haben, der 100m Lang ist und vom Haus aus weggeht um zum Beispiel zu fliehen.

Wie viel würde so etwas kosten (mit folgenden Maßen)?

Länge ca. 100m

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Tiefe (von der Erdoberfläche bis zur Decke des Tunnels): 2m-3m

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