Mit Multiple Sklerose auf dem Arbeitsmarkt?

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5 Antworten

Ja, man kann und sollte mit MS arbeiten. Nein, ich habe keine MS - jedoch einer meiner früheren Lebenspartner hatte MS. Und nein, er starb nicht an der MS.

Man kann mit MS arbeiten: da die Ausprägung der Krankheit, wie so üblich bei der "Krankheit mit den 1.000 Gesichtern" immer unterschiedlich ist und die Verläufe bei den einzelnen Betroffenen ebenso unterschiedlich.

Man sollte mit MS arbeiten, auch damit der Kontakt mit Menschen nicht verloren geht. Damit weitere Menschen in Dein Lebensumfeld treten, eventuell sogar Lebensfreundshaften sich bilden können.

Vielleich musst Du in Deiner Arbeit umdenken und Dir andere Arbeit(en) suchen. Dein Kommentar:  "Aber 8 stunden an der Maschine zu stehen packe ich gerade nicht." Das ist auch für andere, nicht von MS betroffene Menschen, sehr schwer.

Ich wiederhole hier den Kommentar von @Margita 1881

Ich würde an Deiner Stelle erstmal einen Schwerbehindertenausweis beantragen; Du brauchst unbedingt professionelle Beratung.

Der Schwerbehindertausweis ist wichtig, trotz und auch wegen Deiner Arbeitssuche.

Dazu noch meine Frage: Wurde die MS erst jetzt diagnostiziert? Wie kommst Du, Dein Innenleben, Deine Seele damit klar? Du darfst Dich damit erst eoinmal fühlen, als wärest du vor eine Wand gelaufen. Das ist erst einmal ein KO, da muss kein KO bleiben. Das liegt an Dir, an der Hilfe, die Du Dir holst, erhältst. Mein früherer Lebenspartner hat bis zu seinem 60ten Lebensjahr gearbeitet. Es war jedoch eine fast reine Bürotätigkeit mit viele formulierender Arbeit und viel Hilfe. Er wurde danach - nicht aus eigenem Wunsch - verrentet. In der Firma waren Umstrukturierungen notwendig.

Und wegen Deiner Arbeitssuche die Frage:

Auf welchem Stand ist Deine MS?

Ich denke, wenn Du von der Arbeit an einer Maschine schreibst, dass Du noch gut beweglich bist und das auch bleiben kannst. Du und nur Du kannst dafür etwas tun!

Um Dich zu unterstützen können Medikamente notwendig sein. Es kann aber auch / und eine Lebensumstellung (Essen, Trinken etc.) notwendig sein.

Es gibt hier bei GF Helfer, die mit beiden "Richtungen" jeder gut und arbeitsreich und voll Freude leben. Das muss jeder Betroffene für sich herausfinden. Nur verzweifeln solltest Du nicht.

Um nicht irgendwelchen Träumereien oder Märchen nachzulaufen, sollte bei neu "beworbenen" Therapien und sogenannen Wunderheilungen Deine erste Informationsseite die der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft) sein:

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/index.php?w3pid=news&kategorie=aktuelles&kategorie2=uebersicht

Bleibe oder werde bitte ein positiv eingestellter Mensch.
Das klingt jetzt platt, ist aber tatsächlich das A + O bei jeder Krankheit.
Und Autimmunerkrankungen können tatsächlich "die Pest" sein.

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Kommentar von Kristall08
15.02.2016, 00:14

Der Schwerbehindertausweis ist wichtig,

Den kriegt man heute bloß nicht mehr so ohne Weiteres. ;)

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Kommentar von paga1312
15.02.2016, 00:55

Danke für den lagen und aufmunternden Text :) Also ich komme eigendlich ganz gut damit klar. Und bin relativ fit. Ist zwar gerade alles zuviel. Neue Arbeit angefangen, Whg genommen, dann im KH gelandet und Arbeit verloren :D. Die whg ist aber noch da aber dafür kein Geld ^^. Aber bleibe da recht positiv und bin eigentlich froh, dass ich nun endlich weiss, wa ich habe. Seit einem halben Jahr laufe ich vom Atzt zum Arzt wegen Schwindel. Ich habe die Stoßtherapie hinter mir und fühle mich nicht fitter. Auch hier die Frage, wird man durch die Spritzen(Copaxone) oder durch Kortison fitter? Ich werde einfach mnicht schlau daraus. Und wo kann man einen Behindertenausweis beantragen. Ich habe nicht das gefühl, dass ich einen Behindetenauseis bauche. LG

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dazu kann man nicht grundsätzlich "nein" sagen.

auf jeden fall wäre es gut, wenn du dich in richtung "geistige arbeit" umorientieren könntest. fatigue durch körperliche beanspruchung kann man nicht ausgleichen- bei geistiger beanspruchung kann man durch entsprechende strategie besser mit der belastung umgehen und vielleicht auch länger leistungsfähig bleiben.

wenn du 30 bist, dann bist du in einem alter, wo umschulung noch in frage kommt- es gibt altersgrenzen, ab denen umschulung nicht mehr gefördert wird.

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Ich habe weder einen Behindertenausweis (bin immer noch nicht krank genug :), noch habe ich jemals einem Arbeitgeber was von der Krankheit gesagt. Wenn man das tut, kann man eigentlich auch gleich wieder nach Hause gehen, ist meine Erfahrung. Es gibt so Krankheiten, da wird sofort abgewunken, MS ist eine davon.

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Kommentar von paga1312
15.02.2016, 00:34

Ja da hast du leider recht. Ich habe/musste meinem Cheff sagen, warum ich eine Woche im KH war und promt die Kündigung bekommen. Naja, ist halt ärgerlich, weil ich erst Anfang der Jahres die Stelle angetreten bin. Im Endeffekt ist es vielleicht besser so, da ich 8 stunden an einer Maschine neben einem Trockenkanal (hohe Hitze) stehen muss. Das packe ich einfach nicht. Das hat der Chef gesehen, das habe ich gemerkt. Was machst du beruflich, wenn ich fragen darf? Hat man da eine Chance auf eine Umschulung? ich fühle mich auch noch recht fit, aber 8 Stunden stehen packe ich einfach nicht mehr. Gruß Alex

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Logisch, du bist ja nicht arbeitsunfähig, außer in den späten Stadien.

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Kommentar von paga1312
13.02.2016, 08:09

Ja das stimmt. Aber 8 stunden an der Maschine zu stehen packe ich gerade nicht. Deshalb auch die Kündigung (weil man gesehen hat, dass ich nicht wirklich fit war), nachdem ich im Kh war und bei mir ms festgestellt wurde. Ich war noch in der Probezeit deshalb war es nicht wild für den Ag. Nun weiss ich nicht, ob ich direkt weitersuchen soll, oder warten bis ich passende medikamente habe und es mir besser geht. Sonst werde ich wieder gefeuert :D. Naja wollt wissen wie ihr es gemacht habt.

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Willst Du oder musst Du mit MS arbeiten? Deine Frage ist unklar

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Kommentar von paga1312
13.02.2016, 08:03

Also bin 30 Jahre alt. Habe bei einer Firma gerade angefangen zu arbeiten und nach einem Monat lag ich im Kh wegen ms. Das habe ichdem Betriebsleiter so gesagt und habe ihm gesagt dass es für mich etwas zu viel ist 8 Std. an einer Maschine zu stehen und habe nicht das Gefühl, dass ich die Leistung bringen kann die sie erwarten. Dann wurde ich auch gekündingt. ich habe noch eine Frist von 2 Wochen. Nun wollte ich wissen, wie eure Erfahrungen sind. Wie das bei euch mit der Arbeit war. Ich weiss nicht, ob ich direkt wieder was suchen soll, oder erst lieber die ganze Prozedur mit medikamentös einstellen etc. hinter mich bringen soll. Naja wollte halt im Großen und Ganzen wissen, wie ihr es gemacht habt. Lg

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