Mit Motorrad geblitzt und Punkte?

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11 Antworten

Es muss nachgewiesen werden, wer gefahren ist. Wenn das nicht zweifelsfrei möglich ist, dann wird das Verfahren eingestellt. Die rechtliche Situation in Deutschland ist immer noch so, dass es einem schon nachgewiesen werden muss, wenn man eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Man ist nicht in der Pflicht, seine Unschuld zu beweisen. Und wenn eben kein Foto vom Fahrer existiert, auf dem er identifizierbar ist, dann kann man auch nichts beweisen.

Jedoch kann der Halter des Motorrads trotzdem verantwortlich gemacht werden und es kann ihm das Führen eines Fahrtenbuchs für das Motorrad aufgedrückt werden. Sprich er muss penibel Buch führen, wann das Motorrad von wem wo hin gefahren wird, damit man bei einem erneuten Vergehen feststellen kann, wer gefahren ist.

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Wenn der Fahrer nicht erkennbar ist und der Halter behauptet, er wisse nicht, wer gefahren ist, wird das Verfahren eingestellt. Im Zweifel für den Angeklagten halt. Dem Halter kann aber anschließend ein Fahrtenbuch aufgedrückt werden.

Aber die Blitzerfotos sind trotz Helm großartig scharf. Sofern man kein dunkles Visier hat, erkennt man den Fahrer auch trotz Helm sehr zweifelsfrei. Da sollte man sich nicht zu sicher fühlen.

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du als halter hast in dem moment die pflicht den fahrer mit zuteilen (mitteilungspflicht)und es kann so weit gehen das die bußgeldstelle dem halter ein fahrtenbuch auferlegt wenn er dieser pflicht nicht nachkommt. und wenn das angedroht wird teilt der halter normalerweisen den fahrer mit.

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Da ein Kotorradfahrer einen führerschein benötigt und ebenso wir Radfahrer und auch Fußgänger sich an die Staßenverkehrsordnung halten muß, werden Verstöße geahndet. Motorradfahrer,haben in D das Nummernschild hinten, Seit einiger Zeit wird auch von hinten geblitzt, do daß das Knöllchen auch zugestellt werden kann. Wenn der Fahrer durch den Helmnicht zu identifizieren ist, wird ihm auferlegt ein Fahrtenbuch zu führen. Bei Wiederholung efolgen härtere Maßnahmen. da reicht oft ein busgeld nicht mehr.

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Crack 21.03.2013, 13:14

Bei Wiederholung efolgen härtere Maßnahmen. da reicht oft ein busgeld nicht mehr.

Das Fahrtenbuch muss dann ich Schönschrift geführt werden?

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JoScho 21.03.2013, 17:48
@Crack

Es muß gut lesbar sein. Der Inhalt muß glaubwürdig und nachvollziehbar sein. Es muß jede Fahrt enthalten.

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Wenn es sich um einen stationären Blitzer handelt arbeitet dieser durch Messung und Foto von vorn. Da ein Motorrad vorn kein Nummernschild hat, lässt sich das Fahrzeug und Halter nicht feststellen. Somit ist das Foto nutzlos für die Behörde. Ein stationärer Blitzer könnte das Fahrzeug auch von hinten blitzen ( auch gleichzeitig von vorn, wenn so aufgebaut ). In diesem Fall ist das Kennzeichen des Motorrads zu sehen. Der Fahrer mit Helm ist allerdings nicht zweifelsfrei zu identifizieren. In diesem Fall bekommt der Fahrzeughalter ( Kennzeichen ) auf Nachfrage der Behörde bei der Zulassungsstelle ein Bußgeldbescheid mit der Aufforderung den Fahrer zu benennen. Also genau so wie bei einem Auto. Auf dem Bußgeldbescheid steht eine Belehrung, welche aussagt, dass man, wenn der Fahrer z.B. ein enger Angehöriger war, dies nicht tun braucht. Muss dann allerdings damit rechnen zur Führung eines Fahrtenbuchs verpflichtet zu werden. War die Geschwindigkeitsüberschreitung und das damit verbundene Bußgeld gering ( z.B. 30,- EUR ) zahlt man natürlich. War man viel zu schnell und es droht ein hohes Bußgeld mit Punkten, dann macht man von seinen Verweigerungsrecht Gebrauch. Dann droht mit ziemlicher Sicherheit das Führen eines Fahrtenbuchs. Man muß also abwägen was man macht. Du kannst also auf der Landstraße mit dem Motorrad mit 200 kmh durch den Blitzer brettern und es passiert halt nichts. Aber eben nur, wenn Du nicht von hinten geblitzt wirst . Dann ist die Prozedur wie beim Auto auch.

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Wenn der Halter behauptet, er wüsste nicht mehr, wer sein Bike damals gefahren hatte - nicht sehr glaubwürdig, weil Bikes doch eher selten verliehen werden - dann muss er auf einen Besuch der Rennleitung gefasst sein, die sich dann seine Schutzkleidung und seinen Helm ansieht, um festzustellen, ob die zu dem Photo passen.

Es hat in solcher Situation sogar schon richterlich angeordnete Hausdurchsuchungen gegeben.

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Erfahrungsgemäß sind auch Motorradfahrer meistens ganz gut auf Fotos erkennbar.

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Wenn der Fahrer nicht eindeutig festgestellt werden kann, dann kann er auch keine Punkte bekommen.

Der Halter bekommt keine Punkte, er kann aber zum Führen eines Fahrtenbuchs verdonnert werden.

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MaschbauTim 21.03.2013, 14:36

Jap so ist es. Kleine Gesetzteslücke, auf die ich mich aber nicht unbedingt verlassen würde. Im Härtefall kann nämlich nach der Motorradkleidung gesucht werden, die dann auf Genspuren geprüft wird und dann eben doch einem Fahrer zugeordnet werden kann. Je nach Auflösung des bildes kann eine Zuweisung auch verlässlich sein. Ist aber wohl eher unwahrscheinlich wenn man nicht mit 100 km/h zu viel geblitzt wird.

Bei mir z.B. stehen die Moppeds in der Garage, Zündschlüssel steckt immer. Theoretisch könnte jemand die Maschine also einfach ausreiten und mir dann wieder in die Garage stellen. So könnte ich z.B. vor Gericht argumentieren.

Die Moppeds sind alt genug, dass ich mir aber in der Regel keine sorgen machen brauche, dass die wirklich jemand klaut etc. ;)

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Normalerweise sieht man das Kennzeichen gar nicht

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dankedanko 21.03.2013, 00:00

Man könnte ja von hinten geblitzt oder aus dem Blitzwagen aufgeschrieben werden.

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archeopterixx 21.03.2013, 00:32
@dankedanko

Haha, dafür gibt es Bullenschleusen. Das merkt man doch! Umdrehen und weg:))

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Bademeisterin 21.03.2013, 09:06
@archeopterixx

die neue technik blitzt von vorne und von hinten, hat noch nicht jede kommune aber das wird kommen, wenn durch motorrad oder roller fahrer geht der stadt viel geld verloren.

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Ich denke,dass die Rechnung an den Besitzer des Motorrads geschickt wird und die es unter sich dann ausmachen wer gefahren ist oder so..!

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der Fahrzeughalter im Zweifel.

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dankedanko 20.03.2013, 23:59

Naja, aber beim Auto muss doch dann auch das Foto untersucht werden, oder nicht?

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Ratirat 20.03.2013, 23:59

Nein, das wäre verfassungswidrig.

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dankedanko 21.03.2013, 00:01
@Ratirat

Nochmal, welches der beiden wär verfassungswidrig? Ich denke, wenn der Fahrzeughalter einfach zahlen müsste, oder?

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