Mit Mitte 20 nie gearbeitet, was in den Lebenslauf?

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8 Antworten

Ich fasse zusammen:

Du hast das Abitur abgebrochen und danach sechs Jahre lang gar nichts gemacht. Eine plausible Begründung kannst du dafür nicht liefern. Um einen Ausbildungsplatz hast du dich kaum bemüht.

Bisher hast du von Sozialtransferleistungen gelebt. Das Jobcenter hat irgendwann aufgehört, sich um dich zu bemühen. Ein Amtsarzt wurde bestellt, der dir eine Arbeitsunfähigkeit attestiert hat, ich vermute mit psychischer Indikation.

Nun hast du die Idee, dass du doch nicht arbeitsunfähig bist und beweisen möchtest, dass dieses Attest falsch ist. Du möchtest gerne eine Ausbildung zum Industriekaufmann machen.

Eine Tätigkeit, bei der du stark körperlich arbeiten müsstest, dich schmutzig machen würdest oder die nur knapp über dem Mindestlohn bezahlt wird, lehnst du kategorisch ab. Lieber würdest du weiter Hartz IV beziehen.

Jetzt ist dein Problem, dass du potentielle Ausbildungsbetriebe nicht davon überzeugen kannst, dass du ein guter Industriekaufmann-Azubi wärest, weil du nämlich diese Sechs-Jahres-Lücke in deinem Lebenslauf hast.

Mein Tipp: Besorge dir einen Bildungsgutschein und belege einen Kursus in einem nützlichen Fach, z.B. "Bedienung von Microsoft-Office-Software", oder etwas, was dich sonst vorqualifizieren oder deine Motivation belegen könnte. Das Jobcenter kann dich gewiss hierüber beraten. Nach drei bis sechs Monaten hast du dann ein Zertifikat, das deinen Lebenslauf ein wenig freundlicher aussehen lässt.

Damit kannst du dich bewerben und vielleicht noch zu Beginn des nächsten Ausbildungsjahres einen Ausbildungsplatz bekommen, spätestens aber zu Beginn des übernächsten Ausbildungsjahres.

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Kommentar von kevoen
20.03.2016, 10:48

wow sehr gut geschrieben

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Bei mir war es ähnlich. War auch viele Jahre stinkfaul und nur am rumlungern. Viele Lehren abgebrochen und auch Abi nicht zu Ende gemacht. Ist natürlich schwer, sich zu verkaufen, wenn dein Lebenslauf mehr Löcher hat, als ein Golfplatz. Aber mit viel Glück kann es noch klappen. Bei hat es auf jeden Fall noch geklappt. Habe es auf verschiedene Arten versucht. Mal mit der Wahrheit, mal hab ich die Löcher mit Lügen gefüllt. Geklappt hat es am Ende mit der Wahrheit. Muss aber nicht sein. Könnte genau so gut auch mit einer Notlüge besser klappen. Von daher gibt es keine richtige Empfehlung. Versuch beides abwechselnd. So oder so, es wird hart. Am Ende musst du Glück haben. Ist leider so.

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Manchmal sollte man einfach ehrlich sein; es im Lebenslauf schreiben und in dem Bewerbungsbrief das dann erklären, z.B. das man damals sehr unreif war oder  was auch immer.

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Das Jobcenter wird eine derartige Argumentation bestimmt nicht unterstützen, sondern vielmehr dabei behilflich sein wollen, dass du endlich in die Hufe kommst.

Wer hat dir denn in den sechs Jahren deinen Lebensunterhalt gezahlt und warum?

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Kommentar von ebayjunkie
19.03.2016, 22:20

doch seit 2-3 Jahren als nicht mehr vermittelbar eingestuft nach Arbeitsunfähigkeit durch Amtarzt bestätigt...kriege keine Angebote mehr

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Kommt ja darauf an, was man in der Zeit gemacht hat. Alleine leben muss man sich ja auch finanzieren und mit "Leben" füllen. Wer zB geerbt hat oder im Lotto gewonnen, war vielleicht auf Weltreise, wer kranke/alte Angehörige gepflegt/betreut hat, zeigt ja auch Verantwortungsbewusstsein und kann man Arbeitswille unterstellen usw usw. Selbst mit Gefängnis können auch durchaus manche Arbeitgeber noch was anfangen und Chancen vergeben 


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Kommentar von ebayjunkie
19.03.2016, 22:19

Jobcenter in diesem Fall. Die stufen einen irgendwann als nicht mehr vermittelbar ein...man kriegt nichts mehr von denen....wie Rente

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Wozu brauchst du denn den Lebenslauf und wovon hast du bislang gelebt? Was sind deine Pläne? Welchen Schulabschluss hast du? Uns weshalb hast du nie gearbeitet?

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Kommentar von ebayjunkie
19.03.2016, 22:18

Will ja doch ne Ausbildung machen...überwiegend von Hartz...schlechtes Gewissen habe ich nicht (mehr)...man richtetr sich halt ein, ist total unglücjlich und redet sich ein Leben schön....ABi abgebrochen also Sek1 (erweitert).....nie beworben, ich habe WIRKLICH NULL getan, ich stehe dazu...hab auch keine Begründung dafür

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In dem Fall?

Ganz offen: Krankheitsphase.

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Kommentar von ebayjunkie
19.03.2016, 22:41

nö sehe ich gar nicht ein das zu schreiben zun zu lügen...die warheit ist: NICHTS gemacht...würde auch gerne nichts reinschreiben aber dann kriegt man keine Einladungen. Also muss ich lügen, na klasse

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Kommentar von Seanna
19.03.2016, 22:46

Wenn der Amtsarzt dich aus dem Verkehr gezogen hat, wird es wohl eine Krankheit gegeben haben. Es gibt sicher auch einen Grund (vermutlich medizinisch) dass du nicht in der Lage bist, eine Ausbildung durchzuhalten. Denn das ist ja kein normaler Zustand. Das ist schon pathologisch.

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Kommentar von Seanna
19.03.2016, 23:14

Wenn dir Hilfstätigkeiten zu Simpel sind und eine Ausbildung nicht durchzuhalten, dann wird das nix mit arbeiten. Außer vllt in einer Einrichtung für spezielle Bedürfnisse. Denn aus dem Nichts kannst du erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten ja nicht herzaubern. // Abgesehen davon spricht dein Verhalten hier auch nicht grade für die erforderliche Reife am Berufsleben teilzunehmen und eher dafür, dass die Beurteilung der Psychiater ihre Berechtigung hat. - Von persönlichen Beleidigungen bitte ich abzusehen.

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Die Frage mit gleichem Inhalt hast du doch schon mal gestellt.

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