Mit Kalligraphie anfangen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zum Anfang empfehle ich dir eine nutzerfreundliche Variante, einen Kalligraphiefüllfederhalter patronenbestückt, mit auswechselbaren Federn (drei Strichstärken sollten reichen). Da kannst du dich voll auf das Erlernen der Linienführung konzentrieren und musst dich nicht auch noch damit beschäftigen, immer die richtige Menge Tinte an der Feder zu haben.

Es gibt Lernbücher zu Kalligraphie. Heutzutage kann man aber so viel aus dem Netz laden und online anschauen, dass da genug Beispiele zu finden sind.

Lege dich nicht auf eine Schriftart fest, experimentiere und probiere. Du wirst schon merken, was dir liegt und was nicht.

An das Papier stelle - zumindest in der Anfangslernphase - keine Anforderungen. Banales 80g-Papier holzfrei tut es.

Allerdings musst du dir Linien ziehen. So dreigeteilte Linien wie in den Grundschulschreibheften sollten es sein. Nur halt deutlich größer.

 

Viel Erfolg!

ok, vielen Dank für deine Antwort! :) werde versuchen alles so gut wie möglich umzusetzen.

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Einen noch: Ich habe vornehmlich Fraktur geübt (und dann leider viel zu früh aufgehört).

Es hat mir anfangs sehr geholfen, auch senkrechte Hilfslinien zu ziehen.

Bücher sind der Anfangsschnupperer zum Einstieg in das Hobby. Es werden grundlegende Linienführungen und erste kleine Kniffe beschrieben. Schon sehr bald fühlst du dich mit damit unterfordert. Das ist der Punkt, wo du in die kreative Experimentierphase übergehst und dein eigener Lehrmeister wirst.

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Bücher oder was auch immer sind untauglich.

Ohne einen Lehrer wird das nichts.

Hab sehr viel Geduld, schreibe langsam und konzentriert.
(Tipp ist von einem der weltbesten Kalligraphen, den kennt nur kaum jemand).

Noch etwas: Du wirst Deinen Lehrer finden müssen. Probiere noch andere aus, wenn Du glaubst, dass diese oder dieser eine im Moment nicht alles weiss oder Du nicht völlig mit ihr/ihm harmonierst. Wirklich gute Kalligraphen sind sehr sehr selten, von vielen wird man ein wenig hier und ein wenig da lernen können, aber von kaum einem alles.

Das Klingspor Museum in Offenbach ist noch eine gute Adresse, um sich solche Sachen mal anzusehen.

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Bevor du dich auf die beschwerliche und womöglich kostspielige Suche nach einem Meister machst, genügen fürs erste durchaus auch Bücher und Vorlagen. Als Einsteiger und für den Hausgebrauch findest du bei Amazon unter Kalligrafie oder Kalligraphie oder Schreibkunst oder ... manch Empfehlenswertes. Ich selber habe kürzlich das Buch Die Kunst des Schreibens v. David Harris erstanden. Dort findet man gutes Material zum Anschauen, darunter auch etliche gute Fotos alter Handschriften, Angaben zu Schreibutensilien, schrittweise und gut erklärte Schreibweisen, die wichtigsten europäischen Schriftarten mitsamt kurzen historischen Abrisses. ... Ein durchaus empfehlenswertes Buch. ... Einen Meister zu suchen empfiehlt sich eigentlich erst, wenn man da so richtig tief und dauerhaft und professionell einsteigen will. Unter Umständen eine Kostenfrage. Bestimme dein Tempo selbst. Aber Geduld und Ausdauer sind schon vonnöten.

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@mulan

In Kalligrafie Alphabete: 15 Lieblingsschriften von Bohley und anderen findest du auch noch biografische angaben zu diversen Kalligrafen, nachdem diese jeweils einen Beitrag geliefert hatten. Ein sehr interessantes Buch.

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@mulan

Bei Kalligraphie braucht man jemand, der einem sagt, wie man die Feder hält. Wenn das nicht passiert, sind Schulterschmerzen wegen der Haltung und Kopfschmerzen wegen der Ergebnisse vorprogrammiert. Das braucht nicht sehr lange, aber man sollte da einen Profi drauf sehen lassen.

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@mulan

Ich kenne Frau Bohley nicht, aber (nicht nur) sie bietet Kurse an.

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