Mit Gehalt kaufen was ich will?

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5 Antworten

ja, das darfst Du. § 110 BGB, der sogenannte "Taschengeldparagraph" besagt, dass:

Ein von dem Minderjährigen (das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet, also Du) ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung (also nicht nur das Handy, sondern auch ggf. auch der damit verbundene Telefonvertrag!!!) mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung (Deine Ausbildungsvergütung) von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.

Ergänzug hierbei: zum Schutze der Kinder sind Handyverträge (Telefonverträge) davon ausgenommen. Also das Handy an sich ja, aber den Telefonvertrag nein. Prepaid sollte wieder möglich sein

Fortuna1234 18.06.2017, 22:36

von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.
Und den Part ignorierst du aber einfach, damit es für dich passt??

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Esskah 18.06.2017, 22:59
@Fortuna1234

hier geht es nicht um ein Taschengeld im klassischen Sinn sondern um eine Ausbildungsvergütung, daher hat "Zustimmung" hier nicht wirklich Bestand.

Es ist davon auszugehen, dass "von einem Dritten überlassen" (nämlich der Ausbildungsvergütung) natürlich zugestimmt wurde, sonst hätte der FS keinen Ausbildungsplatz.

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Unter 18 können deine Eltern Geschäfte widersprechen und der Händler bleibt auf dem Schaden sitzen. Aus diesem Grund machen die Händler eigentlich nur Kaufverträge mit Volljährigen oder eben mit zusätzlicher Unterschrift der Eltern.

Esskah 18.06.2017, 22:25

Das ist falsch!

Erstmal sind alle Personen ab dem 7. Lebensjahr geschäftsfähig und der "Taschengeldparagraphen" besagt, dass ein von Kindern getätigter Kauf auch ohne Zustimmung des Erziehungsberechtigten rechtswirksam ist, solange das Kind den Kaufpreis mit Mitteln, die ihm zur freien Verfügung von den Erziehungsberechtigten überlassen wurden, bezahlen kann.

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Fortuna1234 18.06.2017, 22:35
@Esskah

ich kenne die Paragrafen ;)

Ab 7 bis 18 ist man beschränkt geschäftsfähig. Und es bleibt eben schwebend unwirksam.

Und der Taschengeldparagraph ist für kleinere Besorgungen (im Supermarkt etc.) gedacht, damit Kinder unter 18 auch mal was einkaufen können.

Kommt hier natürlich auch auf die Kosten fürs Handy aus. Bei einigen Hundert Euro oder so, wird das nichts.

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Esskah 18.06.2017, 23:02
@Fortuna1234

so wie Du aber geschrieben hast, gilt der Widerspruch generell und das ist eben nicht so.

Ich stimme Dir zu, dass es bei einem Handy schwierig wird, aber hierfür liegen zu wenig vor.

Wenn daran ein Telefonvertrag geknüpft ist, wird es so oder so nix, selbst wenn das Handy nur 1,- € kostet. Aber: das geht aus der Fragestellung wie gesagt nicht hervor.

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Fortuna1234 18.06.2017, 23:21
@Esskah

Da die Kinder unter 18 (und über 7) eben beschränkt geschäftsfähig sind, dürfen Eltern auch jederzeit widersprechen. Ob sie es tun, ist die andere Sache - aber für den Händler ist das eben das Risiko bei Verträgen mit Minderjährgen. Die Händler könnten das schon machen, aber wer geht schon das Risiko ein? Denn falls die Eltern dem Geschäft doch noch widersprechen, war es von Anfang an unwirksam und der Händler bleibt auf dem Schaden sitzen. Deswegen werden Kaufverträge zu 99,999% eben nur mit volljährigen geschlossen (auch wenn es anderes gehen würde), denn die Verkäufer dürfen sich eben aussuchen mit wem sie Geschäfte eingehen.

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Klar darfst du dir ein Handy kaufen !
Mit 16 ist man laut Gesetz "gering Geschäftsfähig" und mit 18 "voll Geschäftsfähig".
Im laden kannst du allerdings kein Handy kaufen. Da musst du schon 18 sein. Aber über ebay oder Facebook usw. Kannst du dir eins kaufen. Hoffe ich konnte dir weiter helfen

ja darfst du eigentlich schon solange es nicht auf vertrag ist 

Esskah 18.06.2017, 22:28

auch wenn es "auf Vertrag" ist. Denn der Kauf an sich ist ein Vertrag.

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xXRaisXxxx 18.06.2017, 23:03
@Esskah

was nicht über sein gehalt hinaus geht kann er sich alles kaufen 

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