Mit "fremder" Karte am ATM Geld abgehoben. Was passiert jetzt?

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1 Antwort

Ich denke mal, dass das bisherige Vorgehen bis zu den Unregelmäßigkeiten genügend durch Zeugen, Kontoauszüge usw. von Dir belegt werden kann. Warum Dein Bruder einen Betreuer und dennoch volle Bankvollmacht hat, kann ich aber nicht nachvollziehen. Bist Du sicher, dass er nicht gerade vom Betreuer über den Tisch gezogen wird? Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber einen Gedanken ist es schon wert.

Wer hat den Betreuer denn bestellt? Ich würde mich mal mit dem Amtsgericht in Verbindung setzen, denn dort wird ja über Geschäftsfähigkeit, Vormundschaft etc. entschieden. Das Geld würde ich an Deiner Stelle in dieser Form nicht noch einmal verwalten. Überlasse die Probleme lieber anderen. Normal finde ich auch, wenn nach Zahlung aller laufenden Kosten ein Teil des monatlichen Restbetrages regelmäßig als "Taschengeld" ausgehändigt wird, während ein anderer Teil z.B. für Kleidung o.ä. angespart wird. Möglich wäre es auch, das Taschengeld per Dauerauftrag auf ein sog. Taschengeld- bzw. Guthaben-Konto zu überweisen. Dies so gestückelt, dass Dein Bruder selber entscheiden kann, wann er etwas abhebt, ohne dabei alles auf einmal am Anfang des Monats auszugeben. Wenn er mehr will, muss er sich die anteiligen Beträge bis zum Monatsende ansparen. So lernt er auch, wirtschaftlich mit seinem Geld umzugehen und behält einen Teil seiner Selbständigkeit und Eigenverantwortung.

Ach so, eins noch: Ausweise dürfen nur Behörden einziehen. Du machst Dich damit strafbar. Ausserdem besteht für jede Person ab 16 Jahren in Deutschland Ausweispflicht .

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