Mit falschen Unterlagen zur praktischen Fahrprüfung, wer ist verantwortlich?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

alles dumm gelaufen und du sitzt hier zum einen zwischen den Stühlen und zum anderen leider auch am kürzeren Hebel.

Wenn es wirklich ein Fehler der alten Fahrschule war, dann könnte man sagen, es hätte sowohl dir, als auch der neuen Fahrschule auffallen können oder müssen.

Wenn du bei Anmeldung bei der neuen Fahrschule denen mitgeteilt hast, dass du mit der praktischen Ausbildung fertig bist, dann haben die sich halt auch darauf verlassen.

Wenn dir also einzig und alleine die praktische Prüfung gefehlt hat, dann kann ich selbst bei Umzug nicht nachvollziehen, warum es nicht irgendwie möglich gewesen sein soll, diese noch am alten Wohnort und mit der alten Fahrschule zu machen.

Hast du allerdings noch Übungsstunden bei der neuen gemacht und gebraucht, dann war es auch kein Fehler der alten Fahrschule. Denn dann warst du mit der Ausbildung auch noch nicht fertig.

Und jetzt noch etwas, was dir entweder helfen kann oder dich zum "Hauptschuldigen" macht.

Die Ausbildungsbescheinigung ist auch vom Fahrschüler zu unterschreiben. Hat man dich das nicht machen lassen und auch nicht darauf hingewiesen, könnte man sagen, du kannst nichts dafür.

Hast du die Bescheinigung aber unterschrieben und mit deiner Unterschrift bestätigt, dann bist du leider selbst schuld.

https://www.gesetze-im-internet.de/fahrschausbo_2012/anlage_7_2.html

Ich würde auf jeden Fall - am besten zusammen mit deinen Eltern - versuchen, mit der neuen Fahrschule eine "Kulanzlösung" zu finden.

Viele Grüße

Michael

Dankeschön für deine umfassende Antwort.

Bzgl. der eigenen Unterschrift stimme ich dir zu, den Fehler kann man sehen. Aber selbst in dem Fall wenn ich mit einem fehlerhaften Dokument zu der neuen Fahrschule gehe und dort dann damit zur Prüfung zugelassen werde, ist es doch deren Fehler. Denn Sie hätten mir ja auch sagen könne, dass bei dem Dokument etwas nicht stimmt. Den Fehler im Dokument zu korregieren wäre ein Leichtes gewesen. Ich finde den Fall auch ähnlich zur Situation wenn sie einfach mit einem Dokument zu wenig bei der Fahrprüfung auftauchen, also mit einem nicht vollständigen Satz an Dokumenten. Da liegt der Fehler doch auch bei Ihnen. Die Fahrschule ist doch eindeutig der Fachmann an den ich mich wende, um mich auf die Prüfung vorbereiten zu lassen. Und wenn ich mich an Sie wende mit einem Dokument wo draufsteht "ist nicht bereit zur Prüfung" dann sollten die mich vielleicht auf einen Status heben in der ich die Prüfung absolvieren kann, wenn Sie mich dann anmelden. Es ist doch die Aufgabe der Fahrschule alles entsprechend vorzubereiten, oder mich zumindest auf Fehler hinzuweisen.

 

Oder seht ihr das Ganze anders?

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@knatterkuert

Damit hast du sicher nicht Unrecht, aber ich würde mich auch dagegen wehren, für einen Fehler verantwortlich zu sein, den ein anderer begangen hat und ich diesen einfach nur nicht bemerkt habe.

Würdest du das anders sehen, wenn du dafür gerade stehen solltest?

Gibt es denn in der Zwischenzeit neue Erkenntnisse?

Viele Grüße

Michael

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Hallo.
Von Schuld kann man wohl nicht reden, sondern Ursache.
Ich würde mal so sagen Du trägst 50% und die Fahrschulen je 25%

so sähe mein Schiedspruch aus.
Und zwar jede Fahrschule hat ein Versäumnis gemacht und du hast blind vertraut. Blind Vertrauen sollte man nie.
Aber ich könnte mir auch vorstellen jeder der Fahrschulen 50% da ist dein Verhandlungsgeschick
oder jeder 1/3  je 33,%

Halt blöd gelaufen. Hier in Norddeutschland sagt man :Man kann über alles reden,und wenn es 3 tage dauert.
Für ein Danke einDanke

Dankeschön erstmal :)

Ja ich denke auch, dass jeder Fehler gemacht hat. Doch entscheidend ist meines Erachtens nach, wer hier zuletzt den Fehler gemacht hat. Also wer ungeprüfte und fehlerhafte Unterlagen zur praktischen Prüfung eingereicht hat. Sozusagen jeder der den Fhler weitergibt, macht ihn.

Hätte der Prüfer in der Fahrprüfung den Fehler nicht erkannt, wäre es ja auch nicht die Schuld der Fahrschule oder von mir gewesen, sondern der Prüfer hätte sich (falls das auffliegen sollte) dafür zur Rechenschaft ziehen lassen müssen.

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@knatterkuert

Die Prüfer sind dafür ausgebildet das die alle Papiere vorfinden. das ist halt ihr Arbeit. die sollte ein Prüfer auf jeden Fall beherrschen. Ich kann mich noch an die Prüfung der C-Klasse erinnern, es rechnete, und wir fuhren auf einer Straße mit blauem Kopfsteinpflaster. Die Ampel sprang auf gelb und ich konnte den LKW nur bis zur Querstraße mit Vollbremsung zum steh bringen. Der Prüfer und Fahrer haben gelacht und sagten fahr gleich recht ran.

Ich war davon überzeug, durchgefallen zu sein. Der Prüfer sagte dann ich hab selten einen Fahrschüler gehabt, der so schnell reagiert hat.  der nächste bitte. und ich hatte meine  Bescheinigung.

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Der FS ist ein Fehler unterlaufen, den du aber hättest erkennen können, wenn du dir das Dokument vollständig durchgelesen hättest, was man von dir erwarten kann. Du wirst von der FS gar nichts bekommen. Selber schuld, wer nicht liest was einem ausgehändigt wird... Beim nächstenmal ist man schlauer

Spielt bei deiner Betrachtung die neue Fahrschule gar keine Rolle? Wer einen Fehler ungeprüft weiterreicht macht doch genau den selben Fehler wie die anderen in der Kette vor ihm, oder?

Und wenn er der letzte in dieser Kette ist, wird auch er zur Verantwortung gezogen...

 

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