Mit Fake ist.biz bezahlt - kann ich Einspruch einlegen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Nun, hier steht Betrug im Raum. Dein Sohn hat sich durch Täuschung einen Verrmögensvorteil verschafft. Du kannst dem Vertragsschluss widersprechen, aber das hat für dei strafrechtliche Beurteilung keine Relevanz. Dein Sohn würde dann lediglich um die Zahlung dedes Kaufpreises herum kommen, aber wohl nicht um eine Anzeige.

Aus strategischer Sicht wäre es gut, wenn du dich als Elternteil irgendwie mit dem Händler einigst. Und dem Kind dann natürlich ordentlich die Löffel lang ziehst. Beim Alter zu schwindeln ist für sich keine Straftat, aber wie hier steht: Diese Fake-Kontodaten stellen erhebliche kriminelle Energie dar. Ihm war also trotz seines Alters völlig klar, dass er zahlen MUSS, er wollte es aber nicht und hat gehofft, nicht erwischt zu werden, wenn er Fake-Daten benutzt.

Das geht so nicht. Das ist eine Straftat.

Manchmal hilft es auch, mal zur Polizei zu gehen. Einen Polizisten bitten, doch mal nach der Schule einen Hausbesuch zu machen. Wenn sie denn zeit haben. Bei einem 15jährigen wirken solche Schockerlebnisse, wenn plötzlich die Polizei im Kinderzimmer steht, Wunder und können ein reinigendes Gewitter sein.

3

Wenn er Ware bestelllt, aber nicht bezahlt hat und diese Ware nicht
zurückgibt bzw. erstattet, ist es egal, ob er 15 ist. Er ist ja keine 14
mehr. Könnte sein, dass es sogar zu einer Gerichtsverhandlung kommt.

Eine Einigung wäre sinnvoll.

Dein Sohn hat wissentlich, betrogen (mit einer nicht unerheblichen kriminellen Energie).

Was hat er denn gekauft, Waren ab 16 bzw. ab 18?

Dann hat der Verkäufer sich strafbar gemacht, indem er sich nicht ausreichend über das Alter deines Sohnes versichert hat.

Bei anderen Artikeln wird es problematisch für deinen Sohn.

Auch
Kinder können einkaufen. Glaubst du ernsthaft, dass z.B. ein 15
jähriger, der mit Falschgeld bezahlt oder klaut, keine Strafe zu
erwarten hat? Er ist keine 14 mehr!!!

Mit 15 könnte ihn tatsächlich eine Strafe treffen.

Mit dem Falschgeld ist es was anderes ich mein mein Sohn kann sich jetzt kein Vertrag be Media-Markt machen da er noch keine 18 ist und wenn er diesen online mit nicht originalen Daten kauft ist er auch ungültig.

0
@EnesRmc

Bei Mediamarkt geht zu rein, gehst an die Kasse und zahlst.

Da wird nichts unterschrieben.

Fakt ist, dein Sohn hat mit Vorsatz betrogen, er hat Leistung erhalten und nicht bezahlt.

Auch als minderjähriger kann man Schulden machen.

3
@EnesRmc

und wenn er diesen online mit nicht originalen Daten kauft ist er auch ungültig.

Hier muss, wie so oft, mal Zivil- und Strafrecht getrennt werden. Zivilrechtlich ist der Vertrag ohne Genehmigung der Eltern nicht wirksam, das stimmt.

Aber strafrechtlich sieht das ganz anders aus, denn der Junge hat vorsätzlich betrogen

5

Einen Handy Vertag meinte ich da musst du 18 sein
Oder eine Ratenzahlung!

0

§ 263
Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1.gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,2.einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,3.eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,4.seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger mißbraucht oder5.einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.

(4) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

(5) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

(6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).

(7) Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269verbunden hat. § 73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt

Was möchtest Du wissen?