Mit einem Rollstuhlfahrer Bahn fahren - geht das?

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6 Antworten

Kein Problem: Sämtliche privaten Bahnunternehmen betreiben ihre Geschäfte mit Fahrzeugen der Fa. Bombardier. Die haben ALLE faltbare Alumininiumrampen an Bord, die die jeweiligen Zugbegleiter bei Bedarf anlegen können, so dass man mit dem Rolli völlig problemlos in den Zug ein-und auch wieder ausfahren kann. ALLE ANDEREN Züge, besonders die im Fernverkehr, (z.B. ICE) lassen sich durch mobile Rampen erreichen, oder auch wieder verlassen: Wenn man genau weiß, wann man wo welchen Zug nutzen möchte, ruft man einfach die "Mobilitätsservicezentrale" der DB" an: Tel:01805-512512- dann steht rechtzeitig ein Mitarbeiter der DB mit einer höhenverstellbaren Rampe am Zug. Ich habe seit mehr als ZEHN Jahren NIEMALS PROBLEME MIT BAHNFAHRTEN GEHABT!!!!

http://www.bahn.de/p/view/home/handicap/handicap.shtml
Hier kannst du dich mal schlau machen wie und was da bei der Bahn funktioniert.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Bahn für einen Rollifahrer ehrlich gesagt - leider - ein denkbar ungeeignetes Fortbewegungsmittel ist. Alles muß vorher genau geplant werden, Spontaneität kannst du vergessen. Und oft genug ist es schon passiert, dass die angeblich informierten Helfer bei der Ankunft nicht da waren, keine Ahnung hatten, die Rampe oder Ladeplattform defekt war usw.
Halt typisch Staatsbetrieb.....
Für die damalige S-Klasse von Mercedes wurden extra spurverbreiterte Transportwaggons gebaut, aber barrierefreie Züge sind heute noch ein Fremdwort, von den Bahnhöfen ganz zu schweigen, gibt wohl nur einige wenige Ausnahmen in bestimmten Großstädten.
Aber ich will euch euren Ausflug nicht vermiesen, klick dich mal durch und vielleicht klappt bei euch ja alles.

Ja es geht, aber teilweise werden die Rollstuhlfahrer leider im Gepäckwagen untergebracht. Mein bester FReund fährt mit seiner im Rollstuhl sitzenden Lebensgefährtin oft mit der Bahn, aber eben alles genau geplant wie oben beschrieben und er kann sie bis zu einem gescheiten Sitzplatz tragen. Auch die Toiletten sind nicht behindertengerecht.

klar gibts das. hab zwar selbst keine erfahrung damit, fahre aber häufig mit der bahn. dort sehe ich am bahnsteig öfters bahnangestellrte, die mit so einer kleinen hebebühe den rollstuhlfahrer entweder in den zug befördern oder wieder rausholen.

es muss also keiner den rollstuhl selbst reinhieven. ;) ich denke, man wird das vorher irgednwo anmelden müssen bei der bahn, diese helfer stehen immer schon am bahnsteig, wenn der zug einfährt. ich an deiner stelle würde mich mal bei der bahn erkundigen, ich denke, sowas ist heutzutage kein problem mehr.

in den meisten zügen gibts auch extra breite stellplätze für rollstühle.

Das ist aber leider gar nicht der Fall, dass dies "heutzutage kein Problem mehr" ist, das kannst du mir wirklich glauben, auch von wegen extra Stellplätze.
Ich kenne Geschichten, da mußte jemand x Städte weiterfahren, weil man plötzlich merkte, dass der angeblich barrierefreie Bahnsteig der Stadt x nicht mal ne Laderampe hatte, Toilettengänge sollte man möglichst nicht vorhaben und reisen wie ein Stück Vieh ist nach wie vor noch eher die Regel als die Ausnahme.

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Das geht aufjedenfall, braucht aber eine sehr genaue Planung und erlaubt keine Spontanität.

Am besten einfach mal bei der örtlichen Bahnhofsmission vorbeischauen und sich weiterinformieren.

ACH WATT: Ich entscheide mich häufig SEHR kurzfristig zu Fahrten mit der Bahn: Beispielsweise besuche ich gern Leute aus meinem "früheren Leben", aber NUR DANN, wenn das Wetter mitspielt. Bei Kälte oder Regen bleibe ich lieber zu Hause, Wenn das Wetter besser ist, entscheide ich mich auch mal "einfach so" zu einer "Eintagesreise". Da meine potentiellen Ziele ALLE an derselben Strecke liegen, verkürze oder verlängere ich auch mal meine Fahrt.

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Noch ein Tipp.
Für das nächste mal, oder andere User:
Wenn der Behinderte eine Begleitperson braucht,
steht im Schwerbeschädigtenausweis,
dann bezahlt der Begleiter nichts.

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