Mit Ehrlichkeit bei der Arbeitssuche nicht weitergekommen - hat jemand eine hilfreiche Lüge?

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11 Antworten

Ich weiss nicht, ob Sie diese Lücke im Lebenslauf angesprochen haben bzw. angesprochen wurde. Jedenfalls ist meine persönliche Meinung zum Verfälschen: Schlechte Idee. Ich kenne die Situation mit der Lücke nur zu gut, man muss nur gleich von Anfang an mit wirklich offenen Karten spielen und Selbstbewusstsein und Engagement zeigen. Wenn das Gespräch auf die den Lebenslauf kommt habe ich einfach sofort die Initiative ergriffen und gesagt: "Sie haben bei der Durchsicht sicherlich schon die Lücke in meinem Lebenslauf gesehen. Vielleicht darf ich Ihnen dies kurz erklären?" Antwort war stets "ja". "Ich bin leider vor 3 Jahren erkrankt, wodurch ich nicht mehr leistungsfähig war. Dass ich dadurch in die Arbeitslosigkeit gerutscht bin war für mich echt schlimm, weil ich eigentlich ein Mensch bin, der engagiert ist und gerne etwas leistet. Tja, aber bei einer schweren Knieverletzung muss man diese auch ausheilen lassen, bevor man sich wieder hinter die Theke stellen kann. Das musste ich dann in meinem Fall auch einsehen, denn eine psychische Erkrankung ist eigentlich wie jede andere Krankheit auch, nur manchmal langwieriger. Aber heute bin ich wieder fit und einsatzfähig, weshalb ich mich auch bei Ihnen beworben habe."

Klar, um überhaupt eingeladen zu werden, darf den Arbeitgeber die Lücke nicht sofort abschrecken. Ich hab hab einfach kurz drauf hingewiesen im Anschreiben, dass ich in längerer Behandlung war, heute aber genesen bin. Ansonsten könntest du vielleicht aus Dingen, die du während der Arbeitslosigkeit gemacht hast Nutzen ziehen?

Wenn du doch beim frisieren bleiben willst, dann ist die Frage, ob es eine Firma in deiner Branche sein soll oder ob du mal eben so bei irgendeinem Restaurant oder Cafe ausgeholfen hast :) Vielleicht eines, dass schon wieder geschlossen ist.

Oje, so viel kriminelle Energie, das kommt davon, wenn ich meine Kreativität spielen lassen muss :D

Kannst natürlich auch die Lücke lassen und dann im Gespräch einfach sagen, ich hab dort ausgeholfen, dann mal hier, dann da. (Ist ja nur Kleinkram, drum hast dus nicht rein geschrieben).

So, ich favorisiere aber immer noch die ehrliche Methode... Egal was du machst, ich hoffe es klappt! Wünsche dir viel Glück mit deiner Bewerbung.

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Auf keinen Fall Lügen, wenn das rauskommt, hast du auch keine Arbeit mehr.

Was du machen kannst, ist (und das in der Geschäftswelt ja allseits beliebt ;) ) schwammig formulieren. Beispielsweise: aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen. Bei außerberuflichen Angelegenheiten darf der Arbeitgeber so weit ich weiß nicht nachfragen

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danke erstmal an alle.

ja, das mit dem zeugnis ist ja die sache ... bisher hab ich mich noch rausreden können, dass es nochmal geändert werden müsste oder dass ich es noch nicht habe, wegen personalmangel. und da liegt ja auch die befürchtung, wenn sich das jemand auf wiedervorlage legt und immer wieder nachhakt, was sag ich dann? verbrannt, katze gefressen ...? Klar, wenn es irgenwann rauskäme, würde ich natürlich die Wahrheit sagen! Ich würde aber auch argumentieren, dass sie mich gar nicht erst eingeladen hätten, wenn in meinem LL "Persönlichkeitsentwicklung" gestanden hätte ...

@NormalTeenie Was hast du denn in den LL geschrieben: habe von ... bis ... meine Probleme und Steine aus dem Weg geräumt? In welchem Bereich bist du tätig? Ich frage, weil es da einfach Unterschiede gibt, ob ich mich in einer Schreinerei oder bei einer Behörde oder Bank o.ä. bewerbe.

Dass mit dem reichen Mann kriege ich nicht authentisch rübergebracht, sonst wärs einen Versuch wert. Das gleiche gilt für die kranke Oma.

Ich hab mir überlegt, ich erfinde eine Firma, für die ich tätig gewesen wäre und die ist dann Konkurs gegangen, bevor sie mir ein Zeugnis ausstellen konnte. Klingt das glaubwürdig? Und nein, die hatten keine Webseite, sondern das ging alles über Mundpropaganda ...

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Lass das, das könnte, wenn es auffliegt ein Grund zur Kündigung sein. Und dann hast du bei der nächsten Suche noch mehr Probleme.

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Ich habe in meiner Bewerbung geschrieben, dass ich die Zeit in der ich Arbeitslos war genutzt habe um meine Probleme zu lösen und das ich nun keine Steine mehr im Weg habe und Top motiviert für eine neue Arbeit bin.

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z.B. dein Mann hat gut genug verdient, du konntest dir den Luxus leisten, lange Zeit zu Hause zu bleiben und dich um Mann, Kinder und Haushalt zu kümmern. Die Kinder kannst du auch weglassen, falls du keine hast. Jetzt bist du nicht mehr mit diesem Mann zusammen und möchtest wieder ins Arbeitsleben einsteigen.

:-)

Es ist schrecklich, schon beim Bewerbungsschreiben aussortiert zu werden, ohne eine Chance zu bekommen. Diese kleine "Notlüge" schenke ich dir, weil ich der Meinung bin, dass du eine Chance verdient hast!

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du musst reinschreiben, wie es war. wenn man was falsches reinschreibt, ist das wahrscheinlich sogar strafbar.

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Woher willst Du denn ein Zeugnis nehmen wenn Du einen Arbeitgeber erfindest? Wenn es raus kommt, was sehr leicht sein kann, wirst Du fristlos gekündigt.

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willkommen im club!

ich kenne diese problematik nur allzu gut! frueher wurden floskeln, wie "auslandsaufenthalt" oder aehnliches, bei groesseren luecke aufgefuehrt. dann haben die jobanbieter allerdings meist auf knastaufenthalt geschlossen. bei dem heer von arbeitssuchenden geht das sowieso nicht mehr. ich habe - nach langjaehriger pflege meiner mutter - mit "selbstfindungsphase" kombiniert mit auslandsaufenthalten mein glueck versucht, vergebens.

Ich hatte mir einen Arbeitgeber erfunden und hatte auch Vorstellungsgespräche>

wie das funktionert, das sprengt allerdings meine vorstellungskraft!

wenn du nichts dokumentieren kannst, dann hasz du einfach die A*karte gezogen, sorry! ich finde es auch sehr ernuechternd, dass unsere altersklasse (bin anfang fufzich) nach laengere auszeit kaum noch eine chance bekommt.

ich wuerde dir ja gerne einen wirklich guten tipp geben, ich kenne aber keinen. selbst selbstaendige aus meinem umfeld haben da keinen wirklichen rat parat.

es gibt weniger qualifizierte menschen, die das glueck hatten, zur richtigen zeit am richtigen ort zu sein, das blieb bei mir aus, vielleicht schaffst du das!, ich druecke dir die daumen!

lass´ den kopf nicht haengen, versuche es weiterhin.

LG

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Kommentar von scatha
16.06.2014, 10:31

Wenn man älter ist, wird man am besten "selbständig" oder "freiberuflich".

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Was ist wenn der ein Arbeitszeugnis von deinem letzten Arbeitgeber haben will? Schonmal da dran gedacht?

Schreib lieber das du dich um deine kranke Oma gekümmert hast.

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danke nochmal an alle.

ich schau mal, was ich aus Euren Antworten bastele :)

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