Mit dem Tod meines 13 jährigen Bruders umgehen?

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15 Antworten

Hallo chilltube,

das, was Du hier geschildert hast, hat mich sehr ergriffen und es tut mir sehr leid für Dich! In so jungen Jahren schon so hautnah mit dem Tod konfrontiert zu werden ist nicht einfach, zumal alles ziemlich dramatisch abgelaufen ist. Ich kann mir gut verstellen, dass Du noch ziemlich unter Schock stehst.

Da ich selbst vor wenigen Jahren sowohl meine beiden Elternteile als auch meine Schwester verloren habe, kann ich Deine Empfindungen einigermaßen nachvollziehen. Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können.

Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über seine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Da es allerdings manchmal sehr schwerfallen kann, über seine Gefühle zu sprechen, fand ich den Tipp sehr hilfreich, einmal all das aufzuschreiben, was einen bewegt und es dann später wieder zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt. (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4) Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Mir hilft auch ungemein die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." Diese Hoffnung lässt mich immer wieder aufleben, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird. Vielleicht könnte Dir ebenso wie mir die Hoffnung der Auferstehung helfen, mit der Trauer besser umgehen zu können.

Ich sehe mit großer Erwartung der Zeit entgegen, in der niemand mehr den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen ertragen muss und sich das erfüllt haben wird, was mit sehr ergreifenden Worten im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird, wo es heißt:"Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3,4)Dieser Text aus der Bibel gefällt mir besonders gut und ich denke oft über die Zeit nach, in der Gott dieses Versprechen wahr macht.

Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, dass ich in meiner Antwort mehrmals die Bibel zitiert habe, da ich ja nicht weiß, wie Du dazu stehst. Ich habe jedoch festgestellt, dass sie eine unvergleichliche Quelle des Trostes und der Ermunterung ist.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, mit Deinem Schmerz zu leben und ihn nach und nach zu verarbeiten!

Liebe Grüße

Philipp

 Das tut mir wirklich Leid. Ich weiß nicht wie Alt du bist, aber du schreibst wenn du nicht dran denkst kommst du damit gut klar. Ich habe die Erfahrung gemacht, umso jünger man ist, umso besser verkraftet man sowas. Das ist wahrscheinlich gestern passiert, oder? Wahrscheinlich bist du noch am Anfang der Trauerphase und "glaubst" unterbewusst noch nicht daran. Wenn du mit Leuten darüber redest kann das sehr helfen. Ich persönlich würde da nicht meine Eltern nehmen aber jeder ist anders. Wenn du es jemanden sagen willst, suche am besten jemand dem du vertrauen kannst und zu dem du eine Bindung hast. Die Eltern würde ich dir nicht empfehlen, weil sie selbst trauern. Weinen hilft auch. Du hast geschrieben, dass du damit klar kommst wenn du nicht dran denkst. Aber denke daran, denn wenn du jetzt nicht dran denkst, denkst du an einem späteren Zeitpunkt dran. Wie wäre es denn, wenn du dich zum Trauern in sein Zimmer zurück ziehst? Wenn das vorbei ist, dass Trauern hast du eine Erfahrung fürs Leben die dir helfen wird. Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft und viel Glück. 

Das tut mir wirklich leid für dich das wünscht man wirklich niemandem. Ich kann und will mir das Gefühl gar nicht vorstellen. Ich habe mich durch mein Studium schon viel mit Psychologie auseinander gesetzt aber glaube das is so einer Situation keine trockenen Theorien helfen. Du solltest einen Weg finden der es für dich erträglich macht nach und nach immer besser mit der Situation umzugehen. Ob es für dich besser ist darüber zu reden mit anderen Personen, einem Therapeuten oder dich erstmal nur mit dir zu beschäftigen. „Schmerz verlangt gespürt zu werden" ist ein tolles Zitat aus dem Film das Schicksal ist ein mieser Verräter.. Ich glaube das trifft es sehr gut, dein Schmerz und die Trauer müssen gespürt werden, um irgendwann besser zu werden.. Alles gute für die Zukunft! Mariecherie

So etwas ist ein schlimmes und prägendes Ereignis, dass du nicht einfach so überwinden kannst. Lass deiner Trauer freien Lauf und vertraue deine Gefühle jemandem an. Du darfst es nicht in dich hineinfressen. Lasse dir aber auch selber die Zeit, die du brauchst, denn du wirst sie brauchen, um alles zu realisieren und zu akzeptieren.

Wenn du du das Gefühl hast, dass du es alleine nicht schaffst den Tod deines Bruders zu verarbeiten, dann such dir auch ruhig Hilfe bei einem Psychologen.

Das tut mir unendlich leid. Du mußt trauern. Wein um deinen Bruder, Ich habe meine Schwester auch verloren aber auf eine andere Art. Ihr Körper ist noch da aber nicht mehr als eine Hülle. Das ist so wie tot denn meine Schwester gibt es nicht mehr. Du mußt und sollst trauern das ist ein Prozess den man durchlaufen muß. Er wird immer bei dir sein in deinem Kopf und deinen Erinnerungen. Klingt banal aber mit der Zeit wird es leichter werden. Es tut mir wirklich schrecklich leid. Alles Gute für dich

Noch hast du einen Schock.Danach wirst du trauern.Zusammen mit deiner Mam.Und es ist wirklich so,die Zeit hilft dir,damit umzugehen.Die Mam wird noch stärker trauern,darum halte dich an sie,gib ihr Kraft,das durchzuhalten.Es ist sehr schlimm,was ihr nun durch macht.Ich wünsche Dir viel Kraft,die brauchst du,für Dich und deiner Mutter.

Du solltest wirklich einen Psychologen aufsuchen, der wird dir helfen. So etwas kann wirklich schwer sein, aber denke immer daran, das Leben hier auf Erden ist vergänglich und wir alle werden irgendwann wieder vereint sein.

Natürlich ist das schlimm aber irgendwann stirbt jeder das ist der Lauf der dinge aber wenn man seinen 13 jährigen bruder verloren hat ist das schon hart... Am besten versuchst du dich abzulenken zb Videospiele spielen oder youtube schauen 

mariecheriej 07.06.2015, 00:53

Dadurch besteht aber die Gefahr sich immer mehr abzuschotten, das wird dir auf Dauer bestimmt nicht gut tun...

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Trueman1 07.06.2015, 01:06
@mariecheriej

Ja schon aber nur bis er es verkraften kann und er akzeptiert hat dass es so passiert ist das ist micht einfach das zu verarbeiten

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Red darüber, red viel darüber. Ich glaube mir würde es helfen, wenn jeder die positiven und schönen Seiten meines Bruder zu hören kriegen würde um so jedem zu beweisen, dass er ein großartiger Mensch war. Ich würde der Nachwelt den schönsten Eindruck vermitteln wollen, den es gibt.

Am besten hilft eine Psychotherapie um das ganze zu verarbeiten.

Lycaenidae 07.06.2015, 00:44

Tagebücher, Auseinandersetzung, Verarbeitung und Freunde können auch als solche agieren.

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Du bist wahrscheinlich am Anfang in einem schockzustand und bist dir garnicht bewusst das er tod ist Weinen hilft sehr viel Mein herzlichstes Beileid

Hey, ich weiß was du durch machst. Das wichtigste ist, versuche nicht ihn zu vergessen. Du wirst ihn nicht vergessen und im Inneren willst du das auch gar nicht. Trauere ruhig, das ist okay. Gib nicht dir die Schuld, es ist gekommen, wie es kommen sollte. Bleib stark

Ich würde von einem Psychologen Hilfe holen. Diese Leute helfen dir damit umzugehen und du kannst mit ihnen reden ;)

Rede mit Ärzten oder anderen vllt Eltern oder so

Hallo !

Es tut mir sehr Leid für dich :-((

Die Gedanken an deinen Bruder und die Tränen würde ich nicht unterdrücken, sondern rauslassen.

Du solltest stets daran denken, dass dein Bruder gewollt hätte, dass du weiterlebst und dass du ein glückliches Leben hast.

LG Spielkamerad

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