Mit dem Radl von Mannheim an die Costa Brava?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Idee ist ziemlich gut! Und du brauchst auch keine besondere Kondition aufzubauen, die kommt nämlich bei der Reise von selbst.

Ich bin mal vor ein paar Jahren im Mai (es war super Wetter) von Hamburg aus nach Italien geradelt. Zwei Wochen habe ich gebraucht für die rund 1600 km, wobei ich aber nicht puristisch war und auch mal unter einem Pass hindurch mit der Bahn gefahren bin. Mehr als 120 km am Tag schafft man kaum, wenn man auf einem Tourenrad mit 20 kg Gepäck radelt.

Aber das bedeutet auch, dass du täglich 8 oder 9 Stunden im Sattel sitzt, denn mehr als 14 bis 16 km/Stunde ist im Durchschnitt kaum zu machen. Wenn ich mal auf einzelnen Tagestouren richtig viele Kilometer machen wollte, bin ich morgens um 6 Uhr losgefahren, habe 80 km hinter mich gebracht, eine Stunde Pause gemacht, dann noch mal 80 km gefahren, wieder eine Stunde Pause gemacht und dann maximal (und mit dem Rest des Tages) nochmal 80 bis 90 km gemacht. Das macht man auf diese Weise einen Tag lang, und dann muss man sich als Nicht-Sportler aber mindestens ein, besser zwei Tage erholen...

Ich würde Strecken von rund 80 km einplanen. Wenn du schneller bist, macht es ja nichts. Früher habe ich immer irgendwo wild gecampt, ich weiß nicht, ob das dein Ding ist. Der Spaß am Fahren nimmt zu, wenn man mal auch absteigt und hier ein Schloss, dort eine Tropfsteinhöhle und da Kloster oder ein prähistorische Ausgrabung  besichtigt. So habe ich es auf meinen letzten Touren gemacht, und dann hat man nach 80 km nicht nur viele Kilometer gemacht, sondern auch etwas gesehen.

Viele Grüße, Toskana-Kalle

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sehr schöne Idee!

Wenn Du den ganzen Tag Rad fährst, kommst Du mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit unter 20km/h locker auf 100km oder mehr pro Tag. Daher solltest Du rund 14 Tage für die Fahrt einplanen. Deine Streckenlängen sollten alternierend sein: Nicht jeden Tag das Maximum, mal mehr, mal weniger. Ein genauer Blick auf die Karte zeigt auch, wo interessante Zwischenziele für einen Pausentag sind.

Allerdings wären ein paar Trainingstage mit großen Ausfahrten von rund 100km sinnvoll, um den Körper und die Psyche auf das Vorhaben zu trainieren. Auch solltest Du Dein Rad selbst reparieren können.

Die Ausrüstung ist normaler Weise ein Trekkingbike oder Randonuer mit Lowrider und Hinterradgepäckträger, wasserfesten Taschen sowie Rad- und Freizeitbekleidung. Eine Reiseapotheke mit ein wenig Antibiotikum, Schmerztabletten, Kohletabletten und Wasserentkeimer ist sinnvoll. Werkzeug und ein paar Ersatzeile ebenfalls. Ein GPS-Gerät/Smartphone mit der gespeicherten Tour und evtl. einer Alternativroute sowie eine gedruckte Karte und die Fähigkeit mit beiden umzugehen sollte ebenfalls vorhanden sein. Je nach Übernachtungs- und Verpflegungsstrategie ist mehr oder weniger Gepäck am Fahrrad unterzubringen.

Die günstigste Version ist die Selbstverpflegung mit Übernachtungen im Zelt. Campingplätze sind für Radfahrer sehr günstig (ich würde insgesamt tgl. 10-20 Euro für Übernachtung und Verpflegung einrechnen). Ansonsten gibt es auch Couchsurfing, man lernt schnell und intensiv Land und Leute kennen. Geld für Übernachtungen in Jugendherbergen oder Hostels sollte eingeplant werden, falls das Wetter oder eine andere Situation dies erfordern. 

Je nach Vorlieben kannst Du die Route westlich der französischen Alpen, durch die Schweiz oder das Flachland in Frankreich nehmen. Vielleicht gibt es schöne Fernwege für's Rad oder Flusstäler. Vermeiden würde ich penetrante Parallelwege an den Nationalstraßen. Ein intensives Kartenstudium wird einen Großteil Deines Reiseerlebnisses ausmachen!

Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deiner Planung, hoffentlich klappt es!  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auf der Straße, und da sind Autobahnen mit einberechnet, sind es 1.120km Entfernung.

Ich denke, Dein Vorhaben taugt nichts, wenn Du nicht austrainiert bist. Schließlich geht es ja auch durch die Berge.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von dc1wh
04.01.2016, 10:09

Google sagt, es sind 1200km grob, mit dem Fahrrad...   Da können aber dann durchaus noch ein paar dazu kommen, man braucht ja nur mal falsch abbiegen.

Aber zur Not kann man ja auch zwischendurch Strecken überbrücken, wenn der Popo zu arg weh tun sollte :(

Mit dem normalen "Straßenrad" das ich bisher fahre, habe ich nen 18er Schnitt über ca. 3 Stunden, wobei ich bisher aber nur alle paar Wochen mal überhaupt fahre.

0

Idee finde ich super👍
Kann dir aber leider keine Tipps geben

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?