Mit Cannabis Konsum aufhören nach Horrortrip? Könnte ich mal eine Psychose bekommen?

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Bei der Zugabe von THC in deinen Organismus, werden vor allem deine Rezeptoren sehr stark beeinflusst, die für die Ausschüttung von Dopamin und co verantwortlich sind. Ich habe erst vor kurzen eine Dokumentation bei Youtube betrachten dürfen, wo ein Proband sich unter dem Einfluss von Cannabis einem gezielten MRT (?) ausgesetzt hat, wo seine Körperreaktionen auf das THC sichtbar wurden (durch ein Kontrastmittel, sah brutal aus xD). Das THC beeinflusst ALLE Bereiche des Gehirns (wobei manche stärker, manche schwächer) und zusätzlich auf einige andere Organeund. Somit ist das ein Informationsunterschied (beim Hirn) von Tag- und Nacht für deinen Organismus. Ist man dies nicht gewöhnt oder (zusätzlich) psychisch nicht der Stärkste, kann man mit diesem Informationsfluss schnell in einer Psychose landen. Das würde ich dann mehr als "Unfall" bezeichnen, da in der gleichen Studie festgestellt wurde, dass jeder Mensch anders auf THC reagieren kann, wobei ein Großteil der Probanden die sich sehr ähnelnde Reaktion beschreibt. Es kann also zu Psychosen kommen, ist aber eher unwahrscheinlich. Bei psychischen Problemen Cannabis zu konsumieren ist ein Spiel mit dem Feuer, dass ich bereits hinter mir habe. Ich hatte Glück, da ich ein Mensch bin, der anders auf Cannabis reagiert - Haze-Sorten wirken bei mir zum Beispiel fast gar nicht (die meisten zumindest), während manche als "Standard" bezeichnete Sorte mich schon unerwartet zum Mond geschossen hat. Von der gleichen Sorten sind die anderen dafür weniger begeistert gewesen. Daher denke ich, dass ich wirklich nur Glück hatte, als ich in einer Zeit, wo ich unter sehr, sehr starken psychischen Belastungen stand, keinen Fehler gemacht habe. In meinem Fall wäre der Fehler der Konsum-Break gewesen, den ich normal hätte jedem anderen in meiner Situation empfohlen, aber als ich dann stattdessen weiter geraucht habe (aus einer "ach, jetzt ists auch alles egal"-Einstellung heraus entschieden), ging es mir nach relativ kurzer Zeit besser. Ich habe diese Phasen auf Grund einer bipolaren Störung in Wiederholter form und in den depressiven Phasen wird es bei Nüchternheit so schlimm, dass ich innerlich mit Suicid-Gedanken jongliere. Was einen gesunden Menschen auch Angst machen sollte - da es in der besagten depressiven Phase solche Gedanken nicht gab, habe ich gegen die Empfehlung meiner Recherchen bezüglich meiner Krankheit in Verbindung mit THC-Konsum gehandelt. Mit positiven Erfolg, seit ich über die depressive und manische Phase hinweg rauche, geht es mir durchgehend sehr gut. Sowohl körperlich als auch psychisch, wo ich mittlerweile weit gefestigter bin, als die meisten Menschen die ich kenne. "Dumm gemacht" oder "durchdrehen" lassen hat Cannabis mich nicht, aber es wäre Verherrlichung, wenn man behauptet Kiffen sie 100% sicher und die Möglichkeit einer Psychose nicht bestehen würde. Denn ich kenne viele Beispiele, die eben nicht einen ausreichend starkes Selbstbewusstsein verfügten und dank Cannabis nun in einer ständig anhaltenden Angstzuständen leben müssen. Ist halt blöd gelaufen, aber die Informationen kann sich jeder vorher besorgen, was man auch sollte, wenn man mit einer Substanz hantiert, die man selbst nicht kennt. Halbwissen führt auch zu Wissen, allerdings dann über den Weg der Erfahrung. Ich persönlich will die Substanz meiner Wahl kennen, genau wie jene, welchen ich Abneigungen gegenüber pflege (alles außer Cannabis). Ich weiß, was passieren kann und was nicht. Ich weiß auch wie die meisten Dinge passieren können, was genauso wichtig ist, um solche Dinge selbst vorbeugen zu können. Wenn man weiß, wie THC im Körper wirkt, sich verteilt und was dort tut (sich wie ein Schutzfilm über unsere Rezeptoren legen - Cannabis schützt also den Rezeptorhaushalt, überflutet ihn aber auch gleichzeitig, im Vergleich zur "Nüchternheit". Auf dieses Erlebnis sollte man vorbereitet sein. Je nach stärke der Sorte. Also sollte man eine neue Sorte niemals zu stark dosieren: auch wenn eine zu starke Dosierung einen Menschen nicht töten kann, so kann sie zumindest bleibende Schäden hinterlassen, die sich vor allem Psychisch bemerkbar machen. Leichte Angstzustände, über ausgeprägte Paranoia - bis hin zu einer (krasseste was ich je jemanden gehört habe) weiblichen Stimme im Kopf, die einem immer wieder den Rat gibt, sich umzubringen. Letzterer Patient hat nie andere Drogen konsumiert, keinen Alkohol getrunken und nur einmal Cannabis probiert. Leider in offenbar zu großer Menge, "für das erste Mal" oder eben mit zu großen psychischen Problemen im Hinterkopf. Grundsätzlich sollte man also die Auswirkungen auf die Psyche nicht unterschätzen, da ja die Rezeptoren für viele chemische Prozesse zur gleichen Zeit von THC beeinflusst werden, kann das Hirn so schnell kleine Fehlinformationen zu echten Problemen für den eigenen Organismus machen. Psychosen sind aber, bei reinen Gras, die Seltenheit und kommen weitläufiger bei den "legalen Ersatzverwandten" wie zB JGE (Räuchermix) Gruß, Dozaah.

Hatte das gleiche...ich hab weiter gemacht, wie sich rausstellte ein fehler. Ich hab so viel über psychosen und shizophrenie gelesen das ich mir eingeredet hat, ich hätte eines der beiden. Mir gings monate lang schlecht, soweit ich mich erinnern kann hatte ich sowas wie eine wahrnehmungsstörung ich habe aber auch mit dem konsum übertrieben!! Und das zeug war gestrecht -.- wenn du weiter machen willst dann belasse es bei maximal 3 zügen am joint. Im j sollte so wenig wie möglich von dem gras drin sein dann bist du auf der "sicheren seite" und ich würde empfehlen es alle 2-3 wochen 1 mal zu machen wenn möglich noch seltener.

Deine Angst davor eine Psychose durch Cannabiskonsum zu entwickeln ist sehr viel höher als die tatsächliche Wahrscheinlichkeit. Du solltest bei Wikipedia mal die Begriffe "Psychose" und "Substanzinduzierte Psychose" recherchieren.

Sofern Du auf den Gebrauch von Cannabis nicht verzichten willst, rate ich dazu, dass Du Dir ausreichend Zeit und Geduld nimmst Deine "Idealdosis" zu finden. "Idealdosis" bedeutet, dass man sich langsam und mit geringen Mengen (bzw. nur wenigen Inhalationszügen) an die Menge heranraucht, die man gut verträgt. Wer sich an eine solche Vorgehensweise nicht hält, erlebt klassische Überdosierungs-Anzeichen wie Du.

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