Mit Cannabis aus der Krise? (bitte nicht löschen )

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Damit Griechenland wieder auf die Beine kommt und vor allem eine solide wirtschaftliche Basis bekommt ist der einzig richtige Weg sinnvoll in Produktionsstätten zu investieren, mit denen Produkte erzeugt werden, die beispielsweise auch exportiert werden können.

Ich denke da z.B. an Energie aus Solar- und Windkraft aber sicherlich kann man auch über Dinge nachdenken wie den Hanfanbau.

Mittlerweile gibt es THC-freie Hanfsorten, die legal angebaut werden können und die eine Grundlage sind für die Dinge, die Du bereits beschrieben hast. Insofern ist der Gedanke gar nicht so abwegig. Das könnte sicherlich einer von vielen Bausteinen sein, die Griechenland aus der Krise helfen - mit Sicherheit aber nicht der einzige.

Der Anbau von THC-haltigem Hanf ist in Griechenland wie auch bei uns illegal. Auf Kreta gibt es im Bereich von Zoniana/Anogia einige große Flächen, wo er angebaut wird. Die Felder werden von schwer bewaffneten albanischen Söldnern bewacht. Alle Versuche griechischer Behörden diesen Anbau zu unterbinden sind bisher kläglich gescheitert.

Übrigens: Brandenburg war mal eines der größten Hanfanbaugebiete in Europa - und dabei wurde damals THC-haltiges Gras angebaut. Erst durch dessen "Kriminalisierung" wurde dieser Landwirtschaftszweig zerstört.

Der Vorstoß hat vor allem finanzielle Gründe. DerLandwirtschaftsminister weiß: Am Hanf klebt Geld.

Der Anbau wird von der Europäischen Union (EU) großzügiggefördert. Die Bauern in Holland, England und Frankreich, vonkeinerlei Verboten beschwert, kassieren aus der EU-Kasse rund 1300Mark pro Hektar. Auch für die gebeutelten Bauern in Ostdeutschlandwäre der Cannabis-Anbau ein gutes Geschäft.

Der Hanf erlebt in Europa ein erstaunliches Comeback. In denfünfziger Jahren wurde der "nachwachsende Rohstoff", aus dem unteranderem Papier, Öl und Textilien gewonnen werden können, vonsynthetischen Stoffen verdrängt. Nun liegt er im Öko-Trend. DieLobby reicht von der monarchistisch orientierten Bayernpartei bis zuÖko-Freaks und Autonomen, die seit jeher fordern: Legalize it.

Auch der Deutsche Bauernverband macht sich für eineWiederzulassung des Hanfanbaus stark. "Wenn ausländische Betriebedie deutsche Industrie mit Hanffasern beliefern, schauen unsereBauern in die Röhre", argumentiert Bauernpräsident Constatin vonHeereman. In Frankreich werde "mit dem Hanfanbau viel Geldverdient".

Von den 7840 Hektar, die 1994 europaweit mit Cannabis bepflanztwaren, lagen über 6300 in Frankreich, rund 600 Bauern leben alleinim Nachbarland vom Hanfanbau. Und die EU lockt mit weiteren Geldern:Die Subventionen aus Brüssel werden zum 1. August dieses Jahres nocheinmal um rund 250 Mark pro Hektar erhöht und liegen dann beiinsgesamt 1500 Mark.

Quelle: Spiegel (von 1995)

Deine Frage ist sehr berechtigt und es wundert mich, dass jemand wie MP Tzipras nicht schon selber darauf gekommen ist, denn in der gesamten EU wird der Faserhanf schon seit über 20 Jahren subventioniert.

Mittlerweile wäre es sogar möglich, Hanf nach US - Vorbild anzubauen, denn seitdem die Gesetze gelockert wurden, verdienen manche US - Staaten auch viele Milliarden an Steuergeldern und Tourismuseinnahmen mit  der wirksamen Variante.     .

http://www.bafa-gmbh.de/ernte.htm

Das Problem für Griechenland wird sein, dass momentan das Geld für die nötigen Investitionen in Maschinen fehlt, die für eine Weiterverarbeitung notwendig sind, da der Rohstoff an sich nicht lukrativ zu vermarkten ist.

Nur fertige Produkte wie Papier, Öl, Kosmetik, Medikamente, Textilien, Dämmstoffe etc. könnten wirklich Geld einbringen - zumindest was den Faserhanf betrifft.

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Wenn ich als Beispiel die Schweiz nehme, da könnte man der Landwirtschaft komplett aus der Krise helfen, wenn man Hanf vollumfänglich nutzen würde. Ob man damit ein ganzes Land retten kann ist natürlich fraglich, aber es könnte ein sehr grosser Industriezweig mit hunderttausenden Arbeitsplätzen entstehen.

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