Mit Bachelor in Psychologie in den Beruf starten

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5 Antworten

Hey Caro, ich habe auch "nur" einen Bachelor, wenn auch in Geschichte/Journalismus. Bei mir ist es bisher kein Problem, wobei ich vorher schon eien radioausbildung gemacht habe und deinige Jahre gearbeitet habe, ich hab recht spät studiert. Meine Chefin wusste auch lange Zeit nicht so richtig, dass ich den Bachelor und nicht den Master habe. Meine Fähigkeiten haben überzeugt. Letztendlich ist es wichtig, wohin du willst. Mal eine leitende Position? Dann wäre ein Master/Diplom/Dr keine schlechte Sache. Es ist doch so: Schaffe dir die Voraussetzungen für alles und du wirst später nichts bereuen... Auch wenn ich ähnlich wie du denke, nur studierne ist nichts, zu viel Theorie. Aber gibt es nicht Möglichkeiten für dich, zu arbeiten und nebenbei den Master zu machen? Ich hatte damals eine 7-Tage-Woche, weil ich studiert und gearbeitet habe (3 Jobs) und hab einen Abschluss mit 1,3 gemacht... Und mittlerweile hätte ich gerne den Master draufgestezt haben wollen... ;-) Wobei es bei mir im Job nicht ganz so wichtig ist wie bei dir...

Luminol 06.03.2013, 17:10

"mittlerweile hätte ich gerne den Master draufgestezt haben wollen... ;-) Wobei es bei mir im Job nicht ganz so wichtig ist wie bei dir."

Das ist der entscheidende Satz...DH für diese Ausführung

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carokatze 06.03.2013, 20:00

Danke für die ausführliche Antwort, schön von jemandem zu lesen, der selbst Erfahrungen damit hat, wenn auch in einem anderen Bereich. Ich strebe ehrlich gesagt auch keine höhere Position an und weiß, dass offiziell in der psychosozialen Beratung kein Master gefordert wird (da auch nicht-Psychologen Berater werden können). Es ist natürlich dennoch die Frage, ob man eingestellt wird - und dann, ob man seine Chancen nicht auch durch Fortbildungen, Vollzeitpraktika etc. erhöhen kann, statt durch einen Master. Ich werde mal über deinen Vorschlag nachdenken Arbeit und Master zu koppeln, wobei ich sagen muss, dass der Bachelor schon ein ordentliches Stück Arbeit war und ich mit meinen ca 12 h Ehrenamt und der Uni reichlich bedient war...

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ehrlich gesagt würde ich mich fürs Erste mit allem zufriedengeben, was ich bekommen kann.

Das kann doch nicht die Lösung sein. Dann wechselst du doch nur von einem Studium, was dir keinen Spaß macht, zu einem Job, der dir keinen Spaß macht. Überlege dir lieber, was dir an deinem Studium gefallen hat und worauf du dich spezialisieren willst. Deinen Aussagen entnehme ich, dass du bisher noch kein Praktikum gemacht hast? Das ist schade, denn so hättest du den Praxisbezug und gleichzeitig einen Vorteil gegenüber deinen Mitbewerbern gehabt. Wenn du in Richtung Personalberatung gehen willst, schau dich doch mal nach passenden Mastern um. Es muss ja nicht unbedingt Psychologie sein. Personalmanagement o.ä. würde mit deiner Qualifikation sicher auch gehen. Informiere dich entsprechen über die Zulassungsvoraussetzungen und absolviere im Master auf jeden Fall noch 1-2 Praktika.

carokatze 06.03.2013, 19:31

Doch, wie gesagt habe ich ein Praktikum im Bereich Mediation gemacht und ein paar Praxiserfahrungen aus der psychologischen Beratung von Angehörigen Demenzkranker.

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carokatze 06.03.2013, 20:03

Und danke auch für die ausführliche Antwort. Allerdings hast du mich falsch verstanden. Ich möchte nicht in die Personalberatung, sondern in die psychologische Beratung. Also in Krisensituationen als erste Anlaufstelle für Menschen mit Problemen.

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Ich weiß, das willst du nicht hören, aber bei den Berufswünschen und Interessen, bleibt dir nur, einen beratungsnahen Master zu machen. Die zwei Jahre sollten dir dein Berufsziel aber auch wert sein.

carokatze 07.03.2013, 09:48

Doch, ich will die ehrlichen Ansichten hören - wobei ich gehofft hatte, dass die Leute auch begründen, warum sie das denken...

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Hallo carokatze, ich kann Dir dringend dazu raten, den Master noch ranzuhängen, denn so wird das ganze dann doch als halbwertige Ausbildung betrachtet. Wen würdest Du denn der Qualifikation nach eher einstellen? Ja, es ist sehr theoretisch und viel Statistik, aber Du hast auch eine große Verantwortung in Deinem Beruf. Viel Erfolg

carokatze 06.03.2013, 10:30

Danke, Luminol, für die schnelle Antwort. Hast du auch Psychologie studiert? :) Ich habe persönlich nur das Gefühl, dass ich die letzten drei Jahre zwar viel Interessantes, aber kaum etwas für die Praxis gelernt habe - und bezweifle, dass sich das im Master ändern wird... Ich habe ja auch nichts gegen Theorie und wenn mich Statistik stören würde, hätte ich es nicht als Schwerpunktfach gewählt. Aber ich glaube, ich könnte eine viel qualifiziertere Arbeit leisten und meiner Verantwortung viel mehr gerecht werden, wenn ich Fortbildungen machen und endlich Praxiserfahrungen sammeln würde... Deswegen meine Frage, vermutest du, dass ein Master sinnvoller ist oder weißt du es aus eigener Erfahrung? LG, die Carokatze

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Luminol 06.03.2013, 17:05
@carokatze

Hier geht es in meiner Antwort gar nicht zwingend darum,dass ich denke, dass Du besonders viel zusätzlich lernst, denn die wichtigsten Bestandteile dieses Berufes kann man nicht studieren, das wissen wir wohl beide. Es geht leider mal wieder um das, was ein zukünftiger Arbeitgeber denkt. Oft ist es ja gerade das Studium der Psychologie, was einem bei der Berufsausübung später im Weg steht, denn große Teile des Studiums machen einen blind für das Wesentliche...hier ist dann das persönliche Gespür gefragt, um zu entscheiden, was anzuwenden ist und wovon man besser Abstand nimmt. Ehrlich gesagt vertrete ich die Meinung, dass es sich bereits lohnt, wenn Du auf dem Weg zum Master zwei, oder drei Sätze eines Professors mitnehmen und für Dich anwenden kannst, denn das könnten eines Tages die Sätze sein, die zwischen Leben (lebenswert) und Tot (oder nah dran) entscheiden können. Denke bitte daran, dass DU evtl. eines Tages der letzte Halt bist, den ein Mensch noch hat, hier werden dann Weichen gestellt, die Richtung entscheidest Du. Auf die Frage, ob Dir der Master noch etwas bringt wirst Du jetzt keine Antwort finden, jedoch wünsche ich Dir, dass Du Dich nicht eines Tages fragst, ob der Master es gebracht hätte, wenn Du jemanden loslassen musst.......LG aus der Hauptstadt

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carokatze 06.03.2013, 20:10
@Luminol

Danke, dass du nochmal darauf eingegangen bist! :) Berufsentscheidungen sind ja doch eine sehr große Sache und ich bin dankbar für jede Ansicht. Du hast recht: Irgendwie geht es vielmehr darum, die Wünsche des Arbeitsmarktes zu erfüllen als um alles andere... Was umso mehr Widerwillen in mir wachsen lässt. Ich habe jetzt schon das Gefühl zum Fachidioten zu werden und blinde Flecken zu entwickeln... Wie gesagt, offiziell kann man mit Bachelor in die Beratung gehen und man muss sich ja nicht gleich in die Beratung von Missbrauchsopfern stürzen, sondern Erfahrungen in einem weniger sensiblen Bereich sammeln. Aber ja, du hast recht - ich muss mich fragen, wie das der Arbeitgeber sehen wird... :p Für mich persönlich ist der Fall klar: Ich bin überzeugt nichts nützliches im Master lernen zu können und viel mehr von Praxiserfahrungen profitieren zu können - unklar ist, ob ein Weg am Master vorbei führt....

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Luminol 07.03.2013, 11:57
@carokatze

Es geht gar nicht unbedingt darum, was Du zu Beginn Deiner Tätigkeit machst, manchmal greife ich auf Ausbildungsbestandteile zurück, die Jahre zurück liegen, von denen ich dachte, dass ich sie niemals benötige, witzig ist, dass man gewisse Bereiche des Studiums manchmal erst viel später wirklich versteht. Wenn der Markt die hauptsächliche Frage ist.......ja...dann bewerbe Dich und teste den Marktwert, wie es Andere auch tun, denn diese Antwort findest Du nicht in der Frage, ob Du einen Master machen solltest, oder nicht. Wenn Du überzeugt bist, dann folge Deiner Überzeugung, Carokätzchen...! Die Antwort findest Du in der Marktreaktion, welche eben zurückzuführen ist aus der Zusammensetzung aus Deinem Ausbildungsstand und Deiner Persönlichkeit...das kannst Du nur so erfahren.

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Ich weiß, das willst du nicht hören, aber bei den Berufswünschen und Interessen, bleibt dir nur, einen beratungsnahen Master zu machen. Die zwei Jahre sollten dir dein Berufsziel aber auch wert sein.

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