Mit Absicht eine Frage aufwerfen - stilistisches Mittel (Deutsch)

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4 Antworten

Das gehört definitiv in den Bereich 'rhetorische Frage'. Wiipeda gibt als Erklärung, dass die rhetorische Frage als Stilmittel der Rhetorik gilt. Rhetorische Fragen dienen nicht dem Informationsgewinn, sondern sind sprachliche Mittel der Beeinflussung. Semantisch stehen rhetorische Fragen den Behauptungen nahe.

Auf eine rhetorische Frage erwartet der Fragende keine (informative) Antwort, sondern es geht ihm dabei um die verstärkende Wirkung seiner Aussage. Der Sprecher drückt durch die rhetorische Frage seine eigene Meinung aus. Durch den Kontext und die Betonung wird die rhetorische Frage kenntlich. Die Antwort auf eine rhetorische Frage ist demnach Zustimmung oder Ablehnung, nicht aber Informationsvermittlung.

Rhetorische Fragen werden oft in Vorträgen angewendet, um bei langen Ausführungen die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu stärken oder sie in einem gewissen Maße zu provozieren. In Diskussionen und Dialogen wird die rhetorische Frage häufig eingesetzt, um Argumente zu verstärken. In sachlich geführten Diskussionen können rhetorische Fragen Totschlagargumente verstärken (z. B. „Wollt ihr das nicht begreifen?“).

(Quelle: Wikipedia)

Man könnte es vllt. als "Impuls" (= Denkanstoß) bezeichnen.

ja, leicht kompliziert ;) vllt könnte man sowas mit ner indierekten rhetorischen frage bezeichnen?

Sadgasm 20.10.2012, 21:13

Passt nicht wirklich...es wird ja im Grunde ein Worte (oder ein Satz, eine Phrase, was auch immer) eingebaut, die der Leser nicht versteht (verstehen kann). Aber halt genau mit der Intention, dass dieser sich fragt was es damit auf sich hat.

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Eponee 20.10.2012, 21:26
@Sadgasm

hm, dann kann ich da leider nich weiterhelfen. vllt gibts da kein dierektes stilmittel für, musstes dann eben so beschreiben

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"Behauptung" nennt man das. Jeder intelligenter desto mehr Leute fragen sich dann: Was will mir der Künstler damit sagen?

DietmarBakel 21.10.2012, 16:08

Das gehört definitiv in den Bereich 'rhetorische Frage'.

wie Johrann schreibt, sehe ich es definitiv nicht, denn das wurde von Dir ja schon verneint - "keine Frage" - ob rethorisch hin oder her - es bleibt eine Frage.

Weitestgehend stellt Du eine Behauptung voran (Einfacher Hauptsatz):

"Alle Pinguine sind Schleimer."

Dialektisch ist das eine These (Behauptung). Je ausdrucksvoller sie ist, desto mehr Leser weckst Du und sie beginnen sich zu fragen: "Was ist da dran?"

Es folgen die Argumente und so weiter....

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