Mit 30 Bedarfsgemeinschaft?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mit 30 bildest du deine eigene Bedarfsgemeinschaft und hast Anspruch auf Hartz IV. Allerdings wird euch das JobCenter unterstellen, dass deine Mutter dich durchfüttert, da sie genug verdient und du in ihrem Haushalt wohnst. Dem kann sie aber schriftlich widersprechen, unterhaltspflichtig ist sie nicht mehr. Du wirst es aber nachweisen müssen, indem du z. B. die Quittungen deiner Lebensmitteleinkäufe aufhebst und deinen Mietanteil auf das Konto deiner Eltern zahlst, oder indem du nachweist, dass du deiner Mutter Kostgeld zahlst - am besten aufs Konto.

Wenn das JobCenter Grund zu der Annahme hat, dass deine Eltern für dich aufkommen (wovon sie wahrscheinlich ausgehen, wenn du bisher keine Leistungen beantragt hast), zahlen sie nichts. Deine Eltern sollten schriftlich festhalten, dass sie nicht gewillt sind, dich weiter zu unterstützen, und das sollte dem JobCenter vorgelegt werden. Noch besser wäre es, du suchst dir eine eigene Wohnung bzw. beantragst zuvor die Genehmigung zum Umzug durch das Jobcenter. Das dürfen sie dir mit 30 nicht mehr verwehren.

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Hallo Claudia, danke für deine Hilfreiche Antwort. Nach langem Kampf mit JC sind die Leistungen endlich bewilligt  worden, allerdings genau das was du erwähnt hast, ist mir vom JC unterstellt worden. Und Zwar: 

"Bei der Berechnung des sonstigen Einkommens wurden die Einkünfte Ihrer Mutter (bereinigtes Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit = 690€ + 1122€ abzüglich Belastungen 180€ + 450€ sowie
Garagenmiete 
(ich vermiete eine Garage) von 50€ ab Januar 2017) dem Selbstbehalt (doppelte Regelleistung zuzüglich Unterkunftskostenanteil  von 330€) gegenübergestellt.  Der Einkommensüberschuss aus dieser Berechnung wird zur Hälfte als Unterstützungsbetrag gemäß der Unterhaltsvermutung nach §9 Abs. 5 SGB II als Ihr Einkommen berücksichtigt. 

Dieser Bescheid wird Gegenstand des Widerspruchsverfahrens §86 Sozialgerichtsgestetz SGG.  

Hab vom 12.2016 bis 07.2017 etwa 60% Geld bekommen als beantragt war (Regelsatz + 300€ Miete = etwa 700€/Monat)  Davon hab meine Schulden zum Teil beglichen, hab aber immer noch Schulden. 

Durch diese Umrechnung werde ich künftig etwas weniger bekommen als normaler Regelsatz, und ich muss noch meiner Mutter 300€ im Monat für die Miete zahlen. 

Wie soll ich denn jetzt vorgehen? 

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@kashmarik

Falls du hierfür noch ein Recht auf Widerspruch hast, sofort Widerspruch einlegen und das Schreiben entweder persönlich vorbeibringen und ein Doppel quittieren lassen oder per Einschreiben schicken. Richten musst du es direkt an die Widerspruchsstelle innerhalb der Frist von einem Monat. Schreibe groß "Widerspruch" in den Betreff.

Und dann in etwa: "Hiermit widerspreche ich dem Bescheid vom.......Der Unterhaltsvermutung wird hiermit widersprochen. Ich erhalte von meiner Mutter keinerlei Unterstützung. Meine Mutter ist zur Zahlung weder gewillt noch verpflichtet. Desweiteren bilden wir keine Bedarfsgemeinschaft, da ich bereits älter als 25 Jahre bin. Bitte, berechnen Sie die Zahlungen entsprechend meinem tatsächlichen Einkommen."

Die Garagenmiete musst du dir allerdings anrechnen lassen. Deine Schulden interessieren das JobCenter nicht.

Aber da ich lese, dass der neue (falsche) Bescheid offenbar schon Gegenstand des Widerspruchsverfahrens ist, solltest du damit evtl. gleich zum Sozialgericht gehen und Klage einreichen. Das kannst du auch ohne Anwalt machen. Teile ihnen mit, dass die Unterhaltsvermutung nicht stimmt und dir zu wenig Geld bewilligt wurde. Die Mietquittungen kannst du auch mit vorlegen.

Ich finde es übrigens eine Frechheit mit welchen Tricks die JobCenter versuchen, denen, die darauf angewiesen sind, auch noch das Existenzminimum zu nehmen. Schon die Bemerkung, deine Mutter würde genug verdienen, um dich mit zu versorgen, war daneben, denn deine Mutter ist nicht zum Umterhalt verpflichtet. Das wäre sie nur, wenn du Sozialhilfe beziehen würdest.

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Du bildest mit 30 Jahren Deine eigene Bedarfsgemeinschaft. Natürlich hast Du Anspruch aufALG II.

Man wird versuchen, Euch in eine Haushaltsgemeinschaft zu drücken. Dem kann man aber widersprechen.

Am Einfachsten wäre es also, Du suchst Dir eine eigene Wohnung. Diese kann Dir nicht verwehrt werden.

Eine Bedarfsgemeinschaft wird man, wenn man beim Jobcenter ALGII beantragt. Eine Bedarfsgemeinschaft sind alle, die in deiner Wohnung leben.

Wenn du nun ALGII beantragst werden sie dich fragen wer da noch so wohnt und wo die ihr Geld zum Leben herhaben und wie viel das ist. Wenn du das beantwortet hast rechen sie dir aus, ob der Bedarfsgemeinschaft noch was zusteht und das gibt es dann.

(vereinfacht ausgedrückt)

Das Jobcenter wird dir dann sicher auch zeigen wo die Jobs sind, es gibt da einen Paragraphen im Sozialgesetzbuch der sagt, dass jede Arbeit zumutbar ist sobald du ALGII bekommst. Lehnst du dann was ab hat das immer gerne Sanktionen im Gepäck und euch wird Geld gestrichen.

Versuch lieber arbeiten zu gehen ;-)

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Vereinfacht ausgedrückt, ist Deine Antwort nicht ganz korrekt.

Ab 25 bildet jeder seine eigene Bedarfsgemeinschaft - egal, wer noch mit in der Wohnung wohnt.

euch wird Geld gestrichen.

Nur dem FG kann Geld gestrichen werden.

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deine antwort ist einfach falsch

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Deine Antwort ist schlichtweg falsch!

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