Mit 2 in Chemie Chemiestudium beginnen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ob Leistungskurs oder Grundkurs ist vollkommen egal. Was Du vorher gemacht hast, interessiert keinen. Und wenn Du nur eine 3 oder 4 hast... Es wird EIGENTLICH überall bei Null angefangen. Wenn andere vorher schon etwas hatten, fällt es ihnen trotzdem kaum leichter: Die Aufgaben an der Universität sind mit Schulniveau nicht zu vergleichen.

Zum Auswendiglernen kann ich nur sagen, dass es zum Teil stimmt. Die Menge des Stoffes, der Dir dargereicht wird, ist kaum zu "verdauen". Für Mathematik und Physikklausuren ist ein gesundes Gedächtnis von Vorteil, da i.d.R. keine Taschenrechner oder Formelsammlungen erlaubt sind.

Darüber musst Du Dir dennoch im Klaren sein:

Das Chemiestudium ist sehr zeitaufwendig. Wenn Du außerdem Probleme mit Mathematik oder Physik hast, stehst Du vor einem Problem, da es in einem Studium im Gegensatz zur Schule keinen interessiert, ob Du mitkommst oder nicht.

Wenn Du Einzelgänger bist, studiere lieber Jura oder so. Ohne eine funktionierende Lerngruppe, bist Du verloren, sofern Du nicht gerade ein Übergenie bist.

Das Studium selbst sieht etwa so aus: Du gehst zu Deinen Vorlesungen, zu Deinen Seminaren,zu Deinen Übungen, dann arbeitest Du zu Hause mehrere Stunden am Tag nach und wenn Praktika oder Klausuren anstehen, wirst Du zusätzlich sehr wenig schlafen, musst jedoch fit bleiben. Ich hatte ursprünglich geplant, jede Woche zu meiner Familie und meiner Freundin nach Hause zu fahren und habe das sehr schnell verworfen. Ein Wochenende, dass mir komplett zum Lernen und Aufgaben-bearbeiten fehlt, bedeutet eine Woche, in der ich mich zugrunde schufte.

Außerdem: Dass es keinen NC gibt, heißt NICHTS. Im ersten Semester wird an vielen Unis bereits fleißig aussortiert. Bei uns gibt es 160 Praktikumsplätze und 480 Erstsemester - der Professort legt die Klausur also so an, dass möglichst nur 160 Leute durchkommen können.

Und trotzdem macht das Studium Spaß. Es macht Spaß, weil ich gemerkt habe, dass die Chemie mich wirklich interessiert. Wenn Du ein Studium beginnst, KANNST DU DAS NICHT WISSEN. Die Schule bereitet niemanden auf das Studium vor, so sehr man uns das auch einreden will. Es ist kein Beinbruch, noch einmal umzuschwenken, wenn Du merkst, dass Chemie nicht das Richtige ist.

Darf ich fragen, was du in Chemie hattest (Note) und hast du GK oder LK Chemie gehabt ? Danke !!!

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@chrisk1996

Ich hatte "nur" einen Grundkurs. Wobei ich schmunzeln muss, wenn Leute mir sagen "Du hattest NUR einen Grundkurs und studierst etwas?". Im Endeffekt liegen das Niveau der Grund- und Leistungskurse so nah beieinander, dass man das im Studium kaum bis gar nicht merkt. Nicht einmal in Mathematik. Hier hatte ich weder einen Leistungskurs noch eine Prüfung im Abitur, weil Mathe einfach nicht mein Fach war und es auch nie sein wird. Teilweise war und bin ich trotzdem besser aufgestellt als manche LK'ler. Die eigene Mühe ist zum Studiumbeginn absolut ausschlaggebend, ob man den Anschluss verliert oder am Ball bleibt.

Das kann man nicht oft genug betonen. Schüler (auch ich damals) haben meist eine komplett falsche Vorstellung vom Studium und orientieren sich an dem, was sie aus der Schule kennen und gewohnt sind.

Bei den Noten war ich mit 12-12-10-11 Punkten in den vier Semestern vor dem Abi aufgestellt. Man kann also nicht sagen, ich sei der klassische Chemie-Nerd. ;)

Viel Erfolg beim Abitur, lass Noten Noten sein. Das Interesse zählt - und wenn das auch zum entsprechenden Zeitpunkt noch besteht, wünsche ich Dir ein spaßiges Chemiestudium.

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Du kannst auch ganz ohne Vorkenntnisse Chemie studieren, dafür ist das erste Semester da.

Wenn du Spaß daran hast sollte es dir auf jeden Fall eine Überlegung Wert sein, aber denke auch daran, dass beim Studium auch langweilige und nervige Sachen auf dich zukommen werden, durch die du dich ebenso durchackern musst.

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