mit 18 jahren raus aus dem nest?

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6 Antworten

Anspruch hast Du auf Prämienverbilligung bei der Krankenkasse (ist je nach Kanton ein anderer Betrag). Das ist aber auch schon alles, mehr gibt es nicht.

Sofern Du noch in einer Erstausbildung bist, müssen dich deine Eltern finanziell unterstützen. Falls nicht und dein Lohn nicht zum Leben ausreicht, kann allenfalls Sozialhilfe beantragt werden. Bei Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren erwartet das Sozialamt jedoch, dass bei den Eltern gewohnt wird. Daher wird nur in Ausnahmefällen Hilfe gewährt (siehe SKOS Richtlinien).

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Kosten:

  • Krankenkasse
  • Hausratversicherung
  • Handy
  • Essen/Trinken
  • Miete
  • Wasser
  • Strom
  • Steuern
  • Kleider
  • Fernsehkosten
  • Internet
  • Unvorhersehbares
  • usw.

Achtung hier kommt was du nicht hören willst!

Kenne niemanden der das wirklich Geschäft hat vor allem mit diesem kleinen Lohn. Alle meine Bekannten sind frühestens nach Beendigung ihrer Ausbildung ausgezogen.

Das es täglich Auseinandersetzungen gibt ist vollkommen normal. Bei manchen nicht ganz so heftig wie bei anderen, denke das liegt meist daran, dass Eltern in dieser Phase nicht realisieren wollen das ihr Baby Erwachsen wird.

Ich würde mir das sehr gut überlegen.

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Was die Anderen beschrieben haben ist schon ziemlich gut, aber ich ergänze noch ein paar Sachen:

- Falls du kein Einzelkind bist: Deine Eltern haben eine schwierige Phase, weil du in der Pubertät bist und deine Geschwister entweder schon draussen sind oder jünger als du sind und das alles auf einmal. Das ist nicht einfach. Ich habe selbst jüngere Geschwister und habe gemerkt, dass sie mit ihnen schon genug Stress haben. Vielleicht musst du deine Ansprüche ein wenig runterschrauben, und deinen Eltern auch mal ein wenig Ruhe gönnen. Keine Familie ist perfekt, jeder hat mal Streit mit seinen Lebensgenossen.

- Mit 1200 Franken kannst du nicht Krankenkasse, Miete, Essen / Trinken, Kleider, Handy usw. bezahlen. Das ist eindeutig zu wenig. Da du deinem Lohn nach noch in der Lehre steckst, ist es eher unpraktisch, mit 18 schon auszuziehen. Und dann kommt noch die Autoprüfung. Du willst bestimmt deinen Lehrfahrausweis machen, die Stunden, wie auch das Auto fressen sehr viel Geld.

- Sprich mit deinen Eltern über deine Zukunftspläne und darüber, wie es für sie damals war, das erste Mal in einer eigenen Wohnung mit eigener Verantwortung zu leben. Sie können dir dann ihre Erfahrungen mitteilen. Wenn es dir mit deinen Eltern nicht passt, sprich mit Nachbarn oder Arbeitskollegen darüber und frage sie nach ihren Erfahrungen. Oft gibt es ganz nützliche Tipps zu diesem Thema.

- Mache eine Pro- und Kontra-Liste zum Thema Ausziehen und zum Thema Zu Hause bleiben. Und lass deine persönlichen Gefühle einen Moment lang aussenvor und denke nur im Sinne der Thematik. Du wirst sehen ist ganz einfach.

Auch wenn du das wahrscheinlich nicht hören willst, überleg dir ganz gut, ob es wert ist, wegen Streitereien gleich das Haus zu verlassen. Glaub mir, ich bin seit bald 7 Monaten 18 und habe viiiiiiiiel weniger Regeln und Grenzen, muss aber schon einen gewissen Beitrag leisten, um zu Hause bleiben zu können, wie Ämtli oder Einkaufen, wenn meine Eltern gerade keine Zeit haben. Ich verdiene momentan gerade mal 940 Franken im Monat, von welchen 80 Franken AHV und 250 Franken Sparkonto-Geld abgezogen werden. Und es reicht mir manchmal nicht über den ganzen Monat.

Nochmals: Hab ein wenig Geduld mit deinen Eltern, "schlimmer" als jetzt kann es nicht werden. Sie haben schliesslich auch Geduld mit dir. ;) Oder etwa nicht?

Ich hoffe ich konnte dir damit helfen.

Gruess Nairi1997

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Kommentar von Sissi0010
29.06.2016, 13:23

also nur mal so: 1. ich bin ein einzelkind 2. ich werde verhätschelt und behandelt wie ein kleines kind (was zu streitereien führt) 3. autoprüfung müsste somit bis 19 warten und ein eigenes auto ist so wieso fragwürdig da ich sehr viel mit dem ÖV fahre 4. ich habe gesagt BITTE keine sprüche wie "überleg es dir nochmal" denn genau das tu ich ja mit dem beitrag, ich will meine kösten unter kontrolle haben 5. ich muss meinen eltern jetzt schon was abdrücken

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Egal ob das Verhältnis zu den Eltern gut oder schlecht ist, mit 18 sollte man flügge werden und lernen, selbständig zu leben und für sich selbst einzustehen.

Was mich etwas irritiert, ist die Frage nach den "Ansprüche" die du hast.
1.200 Fränkli netto sollten für ein selbständiges Leben reichlich genug sein.

So und nun flieg Sissi.

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Kommentar von swissss
29.06.2016, 17:04

netto sollten für ein selbständiges Leben reichlich genug sein hä?

Ein Auszubildender in der Schweiz bekommt keine soziale Hilfe.

Kosten in der Schweiz

Wohnung ( WG ) minimum 600 Franken

Essen und trinken 300 Franken

Toilletenartikel, ( mit WC Papier und Tampons uns Schampo und und und ) 100 Franken

Internet Handy 50 Fraken

Hausratversicherung 30 Franken

Haftpflichtvesicherung 20 Franken

ÖV Minimum 50 Franken

Kleider

Schuhe

Ausgang

Kino

und

und

Minimum 1700 Franken Totalkosten

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Also ich habe als ich 18 wurde ähnliche gedanken gehabt. Doch glaub mir es ist um einiges schwieriger als du es dir nur vorstellst.

Damals habe ich 3 Monate in Frankreich gearbeitet, damit ich mich etwas distanzieren kann. Das hat mir gezeigt, dass es nur noch viel anstrengender ist, als reiberein mit den Eltern zu haben.

Meine Empfehlung wäre vielleicht mal ein Gepräch mit deinen Eltern, wo vielleicht eine Vertrauensperson aus deiner Familie, Freundeskreis dabei ist und versucht die Situation etwas zu überblicken und dann mal unvoreingenommen dir sagt, was er an deiner Stelle machen würde.

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wie du schon geschrieben hast

-Miete Wohnung + Nebenkosten

-Kaution für die Wohnung ( entweder alles aufeinmal selbst aufbringen, oder du schliesst eine Versicherung ab die das für dich übernimmt, kostet dich dann sehr viel weniger )

-Bilag

-Telefon/Internet/Handy

-Krankenkasse

-Essen

-Klamotten

-Hygieneartikel

bei Bedarf noch Hausratsversicherung zb. Mobiliar oder so

ist aber nicht zwingend..

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