Mit 17 Jahren einvernehmlich Kunde bei einer Prostituierten werden die mindestens 18 ist?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Gewerbliche würde sich bei allem was noch keine 18 ist strafbar machen und es nicht riskieren. Sie wird dich nach dem Ausweis fragen und dann wegschicken. Das Risiko für sie ist zu groß denn wenn sowas auffliegt brincht die Hölle los.

Hättest Du ne Freundin in der Schule die schon 18 ist und würdest mit ihr Sex haben kräht da kein Hahn nach.

Kommt Zeit kommt Freundin ;-) Geduld :-)

Es kommt eine Geschäftsbeziehung zu stande und da man unter 18 eingeschränkt geschäftsfähig ist, würde ich als Prostituierte nicht mit U18 ein Geschäft eingehen, weil dort die Eltern das Geschäft rückgängig machen können. Geld zurück ist zwar möglich, aber die Dienstleistung kann man nicht mehr rückgängig machen. Eine Prostituierte wäre fahrlässig, wenn sie das Risiko eingeht, eventuell gratis zu arbeiten.

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Wie wäre das aber mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten (schriftlich)?

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@Micky1

Das würde nichts daran ändern, dass so ein Vertrag sittenwidrig und nichtig wäre.

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@Ronox

Ronox ja das habe ich ja auf unzähligen websites schon gelesen nur mir fehlt der nachweis. Ich brauche den genauen Paragraphen.

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@Micky1

Das ergibt sich aus dem § 138 BGB.

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@Ronox

Ich glaube nicht, dass es Micky hier um eventuelle zivilrechtlichen Aspekte geht sondern um die strafrechtlichen. BGB 138 duerfte Micky somit kaum weiter bringen, dafuer aber StGB 182. Der Minderjaehrige selbst wuerde sich nicht strafbar machen, die Prostituierte aber sehr wohl (Strafandrohung: Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe).

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@DerCAM

Du meinst wohl den §182 II StGB. Ich würde diesen nicht anwenden, da der Schutzzweck ja der ist, den Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen gegen Entgelt an ihn zu bewahren. Hier ist aber gerade der Fall umgedreht. Der Jugendliche bezahlt, dass sexuelle Dienstleistungen an ihm vorgenommen werden.

§ 180 II StGB scheidet auch aus.

Somit würde m.E. nur noch eine Ordnungswidrigkeit nach dem Jugendschutzgesetz vorliegen.

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@Ronox

Zumindest vom Wortlaut her ist es auch anders herum umfasst.

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@Ronox

StGB 182 Abs. 2 unterscheidet nicht zwischen vom Minderjaehrigen gewollten und von diesem nicht gewollten sexuellen Handlungen sondern stellt allein auf die sexuelle Handlung gegen Entgelt ab. Somit stellen auch vom Minderjaehrigen gewuenschte sexuelle Handlungen einen sexuellen Missbrauch des Minderjaehrigen dar, wenn diese gegen Entgelt erbracht oder entgegen genommen werden.

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@DerCAM

Der Münchener und der Fischer-Kommentar äußern sich zu genau diesem Fall und vertreten beide die Ansicht, dass der vorliegend beschriebene Fall nicht unter diese Norm fallen.

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@DerCAM
StGB 182 Abs. 2 unterscheidet nicht zwischen vom Minderjaehrigen gewollten und von diesem nicht gewollten sexuellen Handlungen sondern stellt allein auf die sexuelle Handlung gegen Entgelt ab.

Richtig! Auf das Entgelt für den Minderjährigen! Die Volljährige darf sich bezahlen lassen, wie sie lustig ist.

Wie Ronox schon sagte: "... der Schutzzweck ja der ist, den Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen gegen Entgelt an ihn zu bewahren."

Oder anders: Der Paragraph soll verhindern, dass Minderjährige ihre Sexualität verkaufen. Sie sollen ihren Körper eben nicht für Geld verkaufen, sondern ihn sexuell nur so einsetzen, wie sie es gerne selber möchten, ohne einen Anreiz zu haben, der mit Sex gar nichts zu tun hat.

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@Ronox
Das würde nichts daran ändern, dass so ein Vertrag sittenwidrig und nichtig wäre.

Selbst wenn: Es würde ja nichts passieren. Auf keinem Fall dem Minderjährigen, höchstens die Prostituierte hätte umsonst gearbeitet.

Der "Normalfall" wäre doch: Kunde hat Sex und ist zufrieden, Prostituierte hat Geld und ist zufrieden.

"Verboten" ist anders. ;-)

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@Ronox
Das ergibt sich aus dem § 138 BGB.

Nö, denn das dürfte sich mit dem Prostitutionsgesetz 2002 wohl erledigt haben.

Seitdem ist Prostitution, zumindest im Wesentlichen, eine ganz "normale" Gewerbetätigkeit.

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@Libertinaer

Ja, ich lag diesmal wirklich voll daneben. Ihr habt mir zum Glueck ordentlich den Kopf gewaschen und die Sache richtig gestellt. Ich entschuldige mich fuer den Mist, den ich geschrieben habe.

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Da du minderjährig keine rechtsgültigen Geschäfte tätigen kannst, fällt damit auch der einvernehmliche Sex mit einer volljährigen Nùtte flach.

Sie würde sich strafbar machen und das wird sie sicherlich nicht freiwillig tun.

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Sie würde sich strafbar machen

Nach welchem Paragraphen?

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@Libertinaer

Kann ich dir nicht sagen. Vergleichbar jedoch mit dem PC-Spiel, welches erst eine Altersfreigabe ab 18 hat. Sie würde wissentlich etwas an einen Minderjährigen verkaufen, der so etwas noch gar nicht kaufen darf.

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@michi57319
Kann ich dir nicht sagen.

Genau das ist der entscheidende Punkt!

Vergleichbar jedoch mit dem PC-Spiel,

Tja, das ist aber nicht so ohne weiteres vergleichbar.

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@michi57319

Wer sucht, der findet!

Ja, diese dort genannten Paragraphen kenne ich!

Aber sie treffen die Lage eben nicht ganz.

Das betrifft zwar Bordelle (vergleichbar zum Nachtclub), aber nicht Prostitution im Prinzip, sofern sie jenseits von solchen Einrichtungen (z.B. auf eher privater Basis) stattfindet.

Und was die "sittliche Gefährdung" im Allgemeinen angeht:

  1. Da gibt es keine absolute Norm. Was wann wo wie "gefährdend" ist, ist letztlich auch eine Frage des Zeitgeistes, bzw. der Örtlichkeit (in Hamburg sieht man das ggf. anders, als in Hintertupfingen ^^).
  2. Entsprechende Paragraphen sind keineswegs selbst "Verbote" oder etwas in der Art! Vielmehr erlauben diese Paragraphen "nur" den Kommunen, Prostitution ggf. zu beschränken (z.B. nicht in der Nähe von Schulen, oder in Häusern, in denen auch eine KiTa ist, etc.).

Denn wenn wir z.B. zu unserem Nachbarn Österreich schauen (mit doch recht ähnlicher (Rechts-)Kultur):

http://www.shortnews.de/id/756951/graz-jugendlicher-beraubt-prostituierte-nach-liebesdiensten

Offensichtlich ist es dort kein Thema. Sonst wäre die Prostituierte wohl nicht zur Polizei gegangen. ;-)

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