Mit 0,4 Gramm Cannabis am Steuer erwischt

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mal das Pferd von hinten aufzäumen...

  1. Du sprichst von Anzeigen, die man bei Unis angeben müsse und meinst in Wirklichkeit Einträge ins Zentralregister ("Führungszeugnis".) Einträge ins Zentralregister/Führungszeugnis gibt es aber lediglich bei rechtsräftigen Verurteilungen ab einer bestimmten Strafmaß. Google "Führungszeugnis."

  2. Ob die Anzeige der Polizei wegen Verstoßes gegen das BtM-Gesetz fallen gelassen wird, liegt im Ermessen des Staatsanwaltes. Sofern Du nicht in Bayern oder Sachsen wohnst, hast Du als Erst-Täter (als nicht Vorbestrafter in Cannabisangelegenheiten) aber gute Karten, dass die Sache eingestellt wird. Google "Eigenbedarfsregelung Cannabis Bundesländer."

  3. Post von der Staatsanwaltschaft mit Einstellungbescheid erfolgt - je nach Auslastung der Staatsanwaltschaften - innerhalb von 3-4 Wochen nach Erstellung der Anzeige. Mögliche Anschreiben durch die Führerscheinstelle dauern in aller Regel ebenso lange.

  4. Wenn Du Cannabis besitzt, aber nicht konsumierst (lt. Screening), so ist damit ein Zweifel an Deiner Fahreignung unbegründet. Vergleichbar mit einem nüchternen Fahrer, der 10 Kisten (o.Ä.) Vodka durch die Gegend fährt. Die Tatsache, dass Du ein (il)legales Mittel mit Dir führst, kann nicht als Argument gegen Dein allgemeines Fahrverhalten im Straßenverkehr herhalten. Dies käme einer Vorverurteilung glech.

Wenn eine Antwort von der Führerscheistelle kommen sollte, muss ich dann ein Drogen-Screening machen ? Oder habe ich gute Chancen dies zu umgehen ?

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. Vergleichbar mit einem nüchternen Fahrer, der 10 Kisten (o.Ä.) Vodka durch die Gegend fährt.

das sehe ich leider anders, da Alkohol legal ist und Cannabis (noch) illegal

Die Tatsache, dass Du ein (il)legales Mittel mit Dir führst, kann nicht als Argument gegen Dein allgemeines Fahrverhalten im Straßenverkehr herhalten.

Wird man polizeilich mit BTM "erwischt" (Konsum, Besitz, Handel... auch bei geringen Mengen), muss man damit rechnen, durch die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorlage eines ärztlichen Gutachtens aufgefordert zu werden

ich denke aber nicht, dass im Falle des Fragestellers eine Meldung gemacht wird

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@ginatilan

Ich glaube auch nicht, dass wir vom Fragesteller je erfahren werden wie die Sache für ihn ausgeht.

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@aXXLJ

Fragestellerin, ich bin 18 ... und hoffe mal, dass die keine weiteren Tests von mir haben wollen. (Hatte davor ja nie Anzeigen etc.) Und ich halte euch auf dem Laufenden, was als nächstes passieren wird ...

Danke für die Antworten !

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@VMXY4

Mir wäre es lieber, dass nichts als nächstes passiert, außer dass Du noch eine Bewertung als "hilfreichste Antwort" abgibst, weil das hier leider allzu oft vergessen wird. Dabei will ich Deine Meinung, wer die Auszeichnung erhält, aber nicht beeinflussen. Nun ja, vielleicht doch...mit dem HInweis auf diesen Beitrag, der Dich ggfs. zusätzlich beruhigt und Dir eventuell als Argumentationshilfe dienen kann: http://www.cannabislegal.de/cln/cln071.htm#1

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@aXXLJ

Ich habe einen Brief erhalten, in dem die mich zu einer Abhörung zur Ermittlung des Verfahrens einladen.... Was werden die mich fragen ? Und rein theoretisch habe ich das Recht keine Aussagen dort zu machen oder ???

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@VMXY4

Du hast nicht nur theoretisch das Recht die Aussage (bis auf Deine persönlichen Daten) zu verweigern - sondern auch praktisch.

Man möchte natürlich allzu gerne von Dir wissen, woher Du das "pöhse, pöhse Rauschisch" hast. Möglicherweise beziehst Du Gras ja regelmäßig von jemandem, der es tonnenweise zuhause rumliegen hat, so dass die Herren Ermittler mit Deiner Hilfe einen Riesen-Beschlagnahme-Coup landen könnten und sie landauf - landab als mutige Helden im Kampf gegen die Drogenseuche Cannabis dastünden...

Lass Dich auf nichts ein! Lies Dir das hier gründlich durch und handle auch danach: http://hanfverband.de/index.php/themen/konsumentenhilfe/1221-cannabis-und-die-polizei-allgemeine-verhaltensregeln

An Deiner Art zu formulieren und Dich auszudrücken merkt man schnell, dass Du ein "Cleverle" bist; auch wenn Du nicht sonderlich sachkundig beim Thema Cannabis - also dem Genussmittel Deiner Wahl - zu sein scheinst. Ich hoffe, dass wird sich künftig ein wenig ändern.

Du könntest - bloß rumgealbert - ja den Herren, bei denen Du zum Gespräch geladen bist, einen freundlichen Brief dergestalt schreiben, dass Du das beschlagnahmte Zeug auf der Straße gefunden hast und ohnehin zur Polizei bringen wolltest; hast aber Angst gehabt, Du würdest Dich vielleicht blamieren, weil Du Dich mit diesen Dingen nicht auskennst und so vielleicht mit Oregano auf der Dienststelle erschienen wärest...Also hättest Du vorgehabt sicherheitshalber noch den Freund eines Freundes vom Cousin eines verschwägerten Stiefbruders eines entfernten Onkels darüber zu befragen, der möglicherweise mehr Ahnung von "sowas" hat, weil er früher mal LSD ausprobiert haben soll...ging das Gerücht.

Don`t worry. Alles wird gut. Ich ahne, dass Du mir für diesen zusätzlichen Text vom Wert eines anwaltlichen Beratungsgesprächs sicher gerne noch ein zweites Sternchen als hilfreichste Antwort verpasst hättest, aber ich hab ohnehin schon genug davon und würde mich daher eher darüber freuen, wenn Du den Link im Kommentar zur Kenntnis nimmst und Dir mal Gedanken darüber machst, ob die Polizei künftig nicht besser echte Verbrecher jagen sollte - statt harmlose Genussmittelkonsumenten einer verbotenen Substanz, die in ihrer mehrtausendjährigen Geschichte bis dato statistischn nicht ein einziges tödliches Überdosierungsopfer zu verzeichnen hat.

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@aXXLJ

Ich bedanke mich bei dir . Deine Antworten haben mir sehr gut weiter geholfen.

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@VMXY4

Die Verhörung lief überraschenderweise sehr ruhig ab , der nette Beamte hat sich überhaupt nicht dafür interessiert woher es kam und was ich damit machen wollte. Er hat es sogar ohne zu Zögern geglaubt, dass ich nicht konsumiere. Hat nur einen Kommentar dazu abgelassen, dass ich mir meinen Umgang besser aussuchen sollte. Hat insgesamt 5 minuten gedauert und ich konnte wieder gehen. Es war allerdings nicht so wundervoll, da die Polizei den 'Plastik-Tütenartigen- Behälter' mitgewogen haben und somit auf stolze 0,9 g gekommen sind. Eine Meldung zum Verkehrsamt wurde nicht gemacht, da ich den Drogentest erfolgreich bestanden habe :D Und die Anzeige wurde auch fallen gelassen, da die Menge auch trotz des nicht realitätsgetreuen Wiegens zu gering war . Somit bin ich ein freier Mensch !

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@VMXY4

Das nenn ich mal "Fall-Feedback..!"

Freut mich. Bei ähnlich freudigen Gelegenheiten macht man zur Feier oft `ne Flasche Schampus auf, aber als entschiedener Alk-Gegner würde ich mich höchstens zu einem "...Darauf dreh ich mal einen...!" hinreißen lassen, wenn es an dieser Stelle nicht so unangebracht wäre.

Glückwunsch, freier Mensch! (Oder heißt das bei Fragestellerinnen dann "freie Menschin"?)

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Erfahrungsgemäß kann in Deinem Fall aus einer Mücke ein Elefant werden. Auf jeden Fall Einsicht zegen und abstreite daß es Dir gehört, wenn schon kein Konsum festgestellt wurde. Und nächstes mal genau nachsehen, daß keine illegalen Substanzen im Auto sind, wenn Du in eine fremde Karre steigst.

Hallo VMXY4

zuerst einmal das gesetzliche:

gesetzliche Bestimmungen: § 2 Abs. 12 StVG:

"Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten."

Ärztliches Gutachten:

Wird man polizeilich mit BTM "erwischt" (Konsum, Besitz, Handel... auch bei geringen Mengen), muss man damit rechnen, durch die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorlage eines ärztlichen Gutachtens aufgefordert zu werden. Legt man kein Gutachten vor, ist die Fahrerlaubnis weg

  1. Wird die Anzeige wieder fallen gelassen bei der geringen Menge

kommt auf dein Bundesland drauf an, suche mal in diesem Link rechts unten nach deinem Bundesland

http://www.drug-infopool.de/gesetz/niedersachsen.html

Wenn die Anzeige fallen gelassen wurde, muss ich diese dann trotzdem beim Bewerben an Unis angeben ??

nein

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