Missverständniss aufklären oder nicht?

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7 Antworten

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es wahnsinnig wichtig ist zu lernen, eventuelle Fehler einzugestehen. Einfach weil mir die Achtung vor mir selbst wichtig ist. Selbstachtung stärkt das Rückgrat ungeheuer, denn so nett es auch ist, wenn andere mich achten - wenn ich selbst mich und mein Verhalten nicht wirklich achte, dann nutzt auch der schönste Beifall von Außen nicht viel.

Es macht keinen großen Unterschied, ob ich mein Vorgehen im Kopf erklären, rechtfertigen oder entschuldigen kann oder ob andere mir versichern, dass ich mich korrekt verhalten habe - wenn ICH das Gefühl habe, dass ich Schaise gebaut hab, dann kuck ich, dass ich das Gefühl kriege, es richtig gestellt zu haben.

Natürlich erfordert es Mut, etwas ehrlich einzugestehen, was man im Grunde Sch**** findet, aber nach meiner Erfahrung lohnt es sich. Man kriegt im Laufe der Zeit echt Respekt vor sich selbst.
Natürlich verstehe ich, dass viele sich für den bequemeren 'Hauptsache-nicht-erwischt-werden'-Weg vorziehen, aber auf lange Sicht hat man mehr davon, stolz auf sich sein zu können als einen Konflikt oder Kritik vermieden zu haben. Weil das Vermeiden von Konflikten und Kritik vergrößert im Laufe der Zeit die Angst vor Konflikten oder Kritik. Und weil man sich ganz tief drinnen selbst nicht wirklich achtet, reagiert man auch immer empfindlicher auf Kritik - weil sie DANN auf offene Wunden trifft und man sich dadurch angegriffen und abgewertet fühlt. Und das zu allem Überfluss auch noch vom innersten Gefühl her bestätigt wird.

Aber wenn man den unbequemeren Weg gegangen ist und sich deswegen wirklich achten kann, wenn man gelernt hat, dass es kein Beinbruch ist, geirrt oder einen Fehler gemacht zu haben oder sich mal blöd angestellt zu haben, dann ist es einem unglaublich egal, wenn jemand einen auf einen Fehler hinweist (Kritik übt). Und wenn man gelernt hat, sich ehrlich den eigenen inneren Konflikten zu stellen, sind Konflikte im Außen nicht mehr bedrohlich.

Außerdem ist es superoft so, dass man etwas, das man vermeiden will, gerade durch das Vermeidungsverhalten erst auslöst. Oder wie ich es gern ausdrücke "Sage mir, was du vermeiden willst und ich sage dir, in welcher Richtung du unterwegs bist."

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Kommentar von Kobio
16.01.2017, 18:53

Hey vielen Dank für deine Antwort hab mich entschuldigt und ich glaube wirklich dass es wichtig und richtig so war 🙃 

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ich habe was blödes dazu geschrieben

Falls Du niemanden persönlich beleidigt hast, und der Text in Deiner Frage wirklich dem entspricht, was Du abgegeben hast, ist es nicht verwerflich und auch nicht ,,blöd".
Es stört Dich, weil es nicht Deiner Überzeugung entspricht. Aber als Diskussionsstoff ist Deine Aussage durchaus geeignet.

Weil die Aussage anonym war, ist es nicht als ,,Deine Aussage" aufzufassen, sondern als Beitrag zur Diskussion. Es ist also nicht relevant, ob die Aussage Deiner Überzeugung entspricht. Nach meiner Meinung ist eine Korrektur deshalb nicht notwendig.

Einige andere Antwortgeber haben hier auch wertvolle Beiträge geliefert, um Deine Meinung zu bilden. 
 Alles Gute und viel Befriedigung bei Deiner Entscheidung!

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Kommentar von Kobio
16.01.2017, 17:23

Naja nicht persönlich beleidigt aber doch angegriffen (ob sie glauben etwas besseres zu sein)

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Es ist eine berechtigte Frage, das muss dir nicht Leid tun.
Ich habe schon mehrfach ähnliche Fragen gestellt. Denk zum Beispiel mal an religiöse Menschen, die ihrem Gott vor einer Mahlzeit für das essen danken. Wenn man ihm dafür dankt dass man was zu essen hat, muss man doch glauben, dass er etwas damit zu tun hat, dass man was zu Essen hat. Folglich muss er auch etwas damit zu tun haben, dass Andere nichts zu essen haben und man dankt ihm letzten Endes nur dafür dass man von ihm (warum auch immer) bevorzugt wird.

Religiöse Ansichten dürfen in einer freien Gesellschaft genau so kritisiert werden wie alle Ansichten. Menschen streiten und diskutieren, wenn es um politische Ansichten, moralische Fragen oder auch Nebensächliches wie Mode oder Musik geht. Religion hat keine Sonderstellung, sie ist sogar sehr leicht zu kritisieren, denn wenn man tief genug bohrt, fehlt ihr jede sinnvolle Begründung

Warum sind so viele Menschen der Ansicht, dass religiöse Fantastereien nicht kritisiert werden sollten? Auch darauf gab es bislang noch keine sinnvolle Antwort.

Hin und wieder muss man eben unbequeme Fragen stellen.

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Kommentar von Kobio
16.01.2017, 17:25

Kritisieren ist ja ok aber nicht persönlich angreifen ... 

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Ehrlichkeit wärt am längsten. Wenn du das verheimlichst, wirst du dich noch lange sehr schlecht fühlen. Sprich das Thema bei passender Gelegenheit an und dass du dich härter ausgedrückt hast als du das eigentlich wolltest. 

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Was du hier schreibst sind Fragen, mit denen sich die religiösen und nicht-religiösen Philosophen schon seit Jahrhunderten auseinandersetzen. 

Ich finde das weder dumm, noch krass, und auch religiöse Leute müssen sich damit auseinandersetzen...

Wenn ich richtig verstehe befasst sich z.b. das Buch Hiob genau mit dieser Frage: es ist leicht zu glauben, wenn es einen gut geht, aber was ist, wenn es einem schlecht geht?

Da gibt es ganze Bibliotheken voll zu diesem Thema.

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Mk 3,28

28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben, auch die Lästerungen, wieviel sie auch lästern mögen;

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wenn es anonym war, weiß doch keiner das es von dir kommt, also warum willst du es jetzt öffentlich machen

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