Missernte 1961

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4 Antworten

„Was uns bewegt“, hatte Pfarrer Klaus Zebe aus Gorgast im Sommer 1961 geschrieben: „Die Lage auf den Feldern ist katastrophal, Unkraut über Unkraut. Die Kühe geben durchschnittlich nur zwei Liter Milch am Tag“ – damals war die sogenannte Kollektivierung der Landwirtschaft in vollem Gange. Viele Dorfbewohner hätten bereits ihre Heimat in Richtung Westen verlassen. „Seit dem vergangenen März sind es allein aus unserem Dorf über 100 Personen – Gärtner, Bauern, der Schmied und der Tischler.“ Quelle: Berliner Morgenpost.

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  1. Juli: Ernst Lemmer bietet der DDR seine Hilfe an. "Die Bereitschaft der Bundesregierung besteht, und sie wird sich auch nicht durch Verleumdungen abhalten lassen, unverzüglich Lebensmittel zur Verfügung zu stellen..." Die SED tut das Angebot als Propagandaschwindel ab. Die Versorgungskrise treibt im Juli insgesamt 30.415 Menschen in den Westen. Die Zahl der Flüchtlinge erreicht damit den höchsten Stand seit Juni 1953.

  2. August 1961: Ulbricht und Chruschtschow telefonieren über zwei Stunden lang miteinander. Sie erörtern nicht nur die schlechte Versorgungslage in der DDR (Chruschtschow rät Ulbricht, nach der schlechten Kartoffel-Ernte Mais anzubauen), sondern sie reden auch darüber, die Grenze zu schließen, um den Flüchtlingsstrom ein für alle Mal zu stoppen. Quelle: Stern

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