Missbrauch von Telefonnummern - Kann das nicht verboten werden?

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6 Antworten

Es gibt auch viele seriöse ausländische Unternehmen, die ihren Kunden in Deutschland einen kostenfreien oder kostengünstigen Service bieten wollen, indem sie hier in Deutschland eine ortsansässige Rufnummer mieten.

Dein Vorschlag ist also viel zu pauschal gegriffen, wenn du erwartest dass man nicht ansässigen Unternehmen so etwas verbietet.

Außerdem wird ja schon etwas dagegen unternommen, indem so genannte cold calls gesetzlich verboten sind und mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Da kommt es dann natürlich auf die Mithilfe der Betroffenen an, dass solche Anrufe zur Anzeige gebracht werden.

Man kann nicht immer nur verlangen, sondern muss auch mitspielen.

Und es wird immer jemanden geben, der sich etwas Neues einfallen lässt um irgendwie an sein Ziel zu kommen. So sind nun mal die Menschen, aber deshalb grundsätzlich alles zu verbieten ist der völlig falsche Weg.

Wie gesagt, gegen das Anmieten von Nummern, die man auch zurückrufen kann spricht ja nichts. Aber wenn das eben nicht möglich ist, dann frage ich mich, welche Interessen jemand damit vertritt.

Und das mit dem Anzeigen von cold-calls ist viel zu aufwändig und führt meist zu nichts, wenn man diese Nummern letztlich niemandem konkret zuordnen kann.

Oftmals rufen 5 oder mehr solcher immer wieder anderer Nummern bei mir an. Da hätte man was zu tun, wenn man jede dieser Anrufe zur Anzeige bringen würde, mit ungewissem Ausgang.

Nein, also ich finde, da ist schon der Gesetzgeber in der Pflicht, die Bürger besser vor sowas zu schützen und nicht alles schön bequem auf sie abzuwälzen.

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@Franz577

Ob eine Nummer "zurückrufbar" ist, entscheidet der Nutzer, und nicht der Anbieter, und zwar mit einem Klick.

Insofern ist dein Wunsch nach Sperrung von nicht "zurückrufbaren" Nummern schon unrealistisch, weil sie eben nicht existieren.

Das Anzeigen von Cold Calls ist definitiv von Ergebnissen geprägt, denn schlussendlich gehört die Rufnummer ja einer Person bzw. einem Unternehmen. Oder hast du persönlich bereits Erfahrungen gemacht mit einer Anzeige, die im Sand verlaufen ist? Ich gehe da eher von Hörensagen oder Vermutungen aus.

Das ist kein Abwälzen, sondern die Mitwirkung eines Bürgers und sehr einfach zu bewerkstelligen, indem sogar die Bundesnetzagentur online ein Formular bereitstellt.

An der Stelle darf ich John Fitzgerald Kennedy zitieren:

"Frag nicht, was dein Land für dich tun kann. Frage, was du für dein Land tun kannst."

Aktive Mitwirkung ist weitaus sinnvoller und auch liberaler, als pauschal Dinge zu verbieten bloß weil jemand damit Schindluder treiben könnte. Du wirkst, als fühltest du dich in einer Opferrolle. Komm da raus.

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@GoodFella2306

Ok, der Nutzer entscheidet das also.

Aber damit er das mit nur einem Klick entscheiden kann, muß es ja auch eine Funktion geben, die ihm eben genau das ermöglicht.

Warum kann man also den Anbieter nicht per Gesetz dazu verpflichten, diese Funktion nicht länger anzubieten?

Das wäre doch schon mal ein guter Ansatz und würde den ganzen Formularkram über die Bundesnetzagentur überflüssig machen, weil man so den Anrufer eindeutig identifizieren könnte.

Vielleicht denke ich da zu einfach, aber ich bin eben eher für einfache, aber effektive als für komplizierte Lösungen.

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um die Sache mal zu einem Abschluss zu bringen, möchte ich darauf hinweisen dass es auch für seriöse Unternehmen Gründe gibt, dass eine bestimmte Hotline Nummer nicht zurückrufbar ist. wenn der Kunde zum Beispiel auf einer normalen Hotline anruft und eine Auskunft verlangt, und er dann später von einer separaten Hotline Nummer zurück gerufen wird, ist es in vielen Fällen nicht erwünscht dass die zweite Nummer von außen erreichbar ist. Und zwar aus dem Grund, weil sich viele Kunden dann darauf spezialisieren, eben jene zweite nichtöffentliche Nummer anzurufen, statt sich auf die offizielle Hotline zu verlassen. wie dem auch sei, wie man auch in diesem Beispiel sieht ist es nicht immer ratsam, einer auf den ersten Blick einfachen Lösung den Vorzug zu geben, weil man eben nicht auf alle komplexen Aufgaben mit einfachen Lösungen antworten kann. ich wünsche dir noch einen angenehmen Tag!

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@GoodFella2306

Danke! Ja ok, das ist wenigstens mal ein konkreter und nachvollziehbarer Grund. Aber auch das würde sich doch technisch sicher anders lösen lassen (also z.B. daß dem Kunden eben nicht die Nummer der zweiten Hotline angezeigt wird, sondern nur die der Haupthotline).

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@Franz577

Wir beginnen, uns im Kreis zu drehen und uns in technischem Kleinklein zu verlieren.

Tatsache ist, dass es immer wieder Leute geben wird, die ein Schlupfloch finden, damit muss man einfach leben.

Verbote würden jedoch mehr beschränken, als dass sie helfen.

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@GoodFella2306

Richtig, nur leben muß man damit wirklich nicht, sondern man kann, darf und sollte sich dagegen wehren. Und wenn es auf die einfachste Form der Gegenwehr hinausläuft, nämlich die gute alte Trillerpfeife!

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Hallo Franz,

weil es eben nicht nur böse Buben gibt, die das Anmieten von Telefonnummern betreiben. Das ist halt leider immer das Kreuz mit der lieben Technik. Es gibt in der Regel immer irgendjemanden, der es missbrauchen und damit eine Straftat begehen kann. Und dann steht plötzlich eine eigentlich sinnvolle Erfindung auf dem Prüfstand. Nimm die Erfindung von Mails. Der Erfinder hatte bestimmt nicht im Sinn die Menschheit mit tausenden von Spammails zu beeinträchtigen.

Aber zurück zu den Telefonnummern. Es gibt eine Reihe von Firmen, die darüber beispielsweise ihre Hotlines nutzen. Sprich sie haben in einer Stadt eine Telefonnummer angemietet, während die Call-Agents ganz woanders sitzen. Das hat den Vorteil, dass man dem Kunden Nähe zeigt, aber dennoch zentral die Anrufe verwalten kann. Dann gibt es Leute, die im Vertrieb tätig und die ganze Zeit auf der Straße unterwegs sind. Auch die haben schon mal Rufnummern angemietet und leiten sie weiter ans Handy, weil heute immer noch lieber auf Festnetz als aufs Handy angerufen wird.

Und ich finde gegen diese beiden Beispiele und es gibt sicherlich noch viele mehr, die man als sinnvoll erachten kann, ist überhaupt nichts einzuwenden. Wollen wir das alles abschaffen, weil es Lumpen gibt, die sich nicht an die Regeln halten?

Liebe Grüße
DatSchoof

Was hat eine Firma davon, wenn sie den Kunden durch lokale Vorwahlen "Nähe" vorgaukelt? Der Kunde fühlt sich doch verarscht, wenn er eine solche Nummer im Display hat und dann nicht zurückrufen kann.

Also wenn, dann sollten diese Nummern zumindest anrufbar sein, denn alles andere ist für mich nicht seriös.

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@Franz577

Aber genau das ist ja der Grund. Seriöse Firmen nutzen die Telefonnummern um sich anrufen zu lassen. Nicht um dem Kunden irgendwas vorzugaukeln und hinters Licht zu führen.

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@DatSchoof

Ok, und warum läßt es sich dann eine unseriöse Nutzung nicht verhindern? Der Betreiber könnte doch etwas machen, damit es dem Nutzer nicht mehr möglich ist, das Zurückrufen zu unterbinden.

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@Franz577

Weil es ganz bestimmt dafür auch gute Gründe gibt, wie man das seriös nutzen kann. Ich finde es immer schwierig alles zu reglementieren. Nur weil man etwas missbrauchen kann, muss ich es ja nicht tun. Ist ja fast wie, mein Auto fährt 200 km/h, aber es wird verhindert, dass ich schneller fahre, wenn da ein 100 km/h Schild steht. Ist auch verboten und der Nutzer kann sich entscheiden, schneller zu fahren. Ich persönlich bin absolut dagegen, alles zu Beschränkung und zu Verhindern. Ich mag lieber mit mündigen Leuten zu tun haben, die sich selbst entscheiden, etwas nicht zu tun. Und ja, dann gibt es immer die, die es missbrauchen. Aber auch hier, es sollte eigentlich mittlerweile jeder wissen, dass man am Telefon kein Geld gewinnen kann. Auch ältere Damen.

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@DatSchoof

Schon alles richtig und ich bin auch kein Befürworter von allzugroßer Reglementierung. Aber nenne mir doch mal einen seriösen Grund für die Einrichtung einer Rückrufsperre. Was stellst du dir da vor?

Und ja, natürlich sollte man nicht auf solche Tricks reinfallen, aber als junger Mensch mit klarem Verstand sagt sich das immer leicht.

Wir stecken aber nicht in den älteren Menschen drin, weshalb man für sie schon auch ein gewisses Verständnis haben muß und ihnen nicht die Hauptschuld daran in die Schuhe schieben darf.

Ist dasselbe wie jungen Frauen eine Mitschuld zu geben, wenn sie vergewaltigt werden, weil sie sich ja so aufreizend angezogen haben.

Völlig falscher Denkansatz! Der Täter ist schuld und nur er! Und nicht das Opfer, weil es dem Täter die Tat besonders leicht gemacht hat. Aber diese Denkweise ist leider auch typisch für unsere Rechtsprechung und die teilweise lächerlichen Strafen, die daraus resultieren.

Und letztlich geht es ja nicht nur um erfolgreiche Trickbetrüger, sondern um die teilweise tägliche Belästigung durch cold-calls, gegen die man sich kaum wehren kann.

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@Franz577

Vorsicht. Ich bin absolut nicht der Meinung, dass das Opfer irgendwie in die Haftung genommen werden sollte. Nicht im Geringsten und Dein Beispiel ist ein Beispiel, dass ich überhaupt nicht mag.

Dennoch ist es ein Thema, dass ein wenig differenzierter zu betrachten ist. Immerhin gibt es auch den Spruch, Gelegenheit schafft Diebe. Und wenn ich grob fahrlässig mein Auto nicht abgeschlossen habe und es wird mir geklaut, hafte ich eben auch mit. Und in unserer komplizierter gewordenen Gesellschaft, kann ich eben nicht mehr so ohne weiteres allen Menschen am Telefon vertrauen. Ja, richtig. Bestraft werden sollen die Täter und die Opfer müssen in Schutz genommen werden. Aber bitte nicht durch irgendwelche komplizierten Regeln, die am Ende sowieso niemand durchsetzen kann.

Es gibt durchaus Rückrufservices auch aus dem Ausland, die ich sehr willkommen finde. Wenn ich im Internet so ein Rückrufformular ausfülle, dann werde ich irgendwann angerufen. Dann bekomme ich auch gesagt, he bitte hier nicht wieder anrufen, meld Dich wieder übers Netz, wenn Du ein Anliegen hast. Für so etwas ist der Einsatz gedacht.

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@DatSchoof

Von einer Haftung hab ich auch nichts geschrieben, aber du gibst dem Opfer eine Mitschuld, wenn es auf einen Trickbetrug reinfällt. Und das finde ich eben nicht gut, denn nicht jeder Mensch ist gleich und manche dieser Betrüger sind rhetorisch sehr begabt.

Der Vergleich mit dem Auto hinkt da ein bißchen, wobei ich eine Mithaftung eigentlich auch da nicht in Ordnung finde. Denn ein Auto zu stehlen ist immer eine Straftat, egal ob es abgesperrt war oder nicht. Und wo zieht man da die Grenze? Muß man das Auto auf dem eigenen Grundstück auch absperren? Muß man sein Haus komplett einbruchsicher machen, um einer Haftung zu entgehen? Wo fängt man an, wo hört man auf? Ich bin einfach grundsätzlich dagegen, das Opfer einer Straftat auch noch dafür zu bestrafen, weil es ein Opfer geworden ist. Der Täter (und nur der!) gehört bestraft, egal wie leicht es ihm das Opfer gemacht hat.

Abgesehen davon hat die Tatsache, daß man am Telefon nicht jedem trauen kann, nichts mit einer komplizierter werdenden Gesellschaft zu tun, denn Trickbetrüger gab es schon immer. Sie hatten früher nur nicht dieselben und nicht derart vielfältige technische Möglichkeiten wie heute. Und dem muß man eben bei der Bekämpfung dieser Kriminalität auch Rechnung tragen.

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@Franz577

Naja meines Wissens nach wird am Ende auch immer nur der Täter bestraft. Es geht dann aber oft auch um so Versicherungsgeschichten. Und dass die natürlich sagen, he, wenn Du auf Deinen Kram nicht ordentlich aufpasst, dann musst Du Dich nicht wundern, wenn es plötzlich weg ist, warum sollen wir dann jetzt den Schaden zahlen? Oder wenn jemand fröhlich im Internet seine Bankdaten rund reicht, warum sollte dann die Bank für den Schaden aufkommen.

Es ist dann immer sehr einfach, wenn der Täter gefasst wurde. Aber was ist, wenn nicht? Und das kommt ja leider auch oft genug vor. Soll dann die Allgemeinheit dafür zahlen? Denn wer soll es sonst zahlen, wenn die Einbrecher auf und davon sind.

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Wenn der Anrufende eine deutsche Telefon-Nr. verwendet, kann man sich über die Bundesnetzagentur beschweren:

https://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Rufnummernmissbrauch/rufnummernmissbrauch-node.html

Hast du eine Vorstellung davon, wie oft ich mich da schon hätte beschweren müssen und wieviele dieser Formulare ich da schon hätte ausfüllen müssen (muß ja bei jeder Nummer ein neues sein)?

Die Nummern wandeln sich doch ständig und sind wohl nur selten einem bestimmten Anrufer zuzuordnen.

Denn wenn das mit den Beschwerden so einfach und wirkungsvoll wäre, dürfte es diese Anrufe doch schon lange nicht mehr geben.

Das kann doch nicht die Lösung sein, daß man die Bundesnetzagentur mit solchen Formularen überhauft.

Da muß doch technisch auch was anderes möglich sein, wie z.B. einfach eine Funktion, die es nicht mehr erlaubt, Nummern für den Rückruf zu sperren.

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@Franz577

@Franz577,

wenn du dazu keine Lust bzw. Zeit hast, weshalb beschwerst du dich denn dann überhaupt hier im Forum?

Sollen andere deine Probleme aus der Welt schaffen und ihre Zeit opfern - wenn dir dies zu viel ist?

Die Telefon-Nummern sind immer zuordenbar.

Da muß doch technisch auch was anderes möglich sein,

Natürlich, du musst deine Telefonanlage programmieren und diese Nummern ablehnen.

Nach dem Motto "selbst ist der Mann".

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@Apolon

Ich glaube, du verstehst mich falsch.

Zum einen nützt ein Sperren dieser Nummern wie gesagt nicht viel, weil immer wieder neue dazukommen. Die Anrufe kommen ja nicht immer nur von derselben Nummer.

Und ja, ich erwarte mir, daß hier der Gesetzgeber aktiv wird, wenn es auch eine technische Möglichkeit gibt, diese Rückrufsperre aufzuheben.

Das Problem dort zu bekämpfen, wo es entsteht wäre doch einfacher als die Opfer solcher Anrufe nur auf die Bundesnetzagentur zu verweisen.

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@Franz577

Überlege doch einmal, bevor du solch einen Text schreibst:

Und ja, ich erwarte mir, daß hier der Gesetzgeber aktiv wird, wenn es auch eine technische Möglichkeit gibt, diese Rückrufsperre aufzuheben.

Wie soll der Gesetzgeber erfahren, dass hier Telefon-Missbrauch getrieben wird, wenn die Anrufenden keine Lust bzw. Zeit haben, dies an die zuständige Stelle zu melden???

Ergänzend zur Rückrufsperre: du selbst entscheidest doch von welcher Nr. du angerufen werden kannst, bzw. auf welchem Telefon-Apparat der Anruf ankommt.

Ich selbst habe schon mehrfach die Bundesnetzagentur über solche Werbeanrufe informiert und bekam auch schon öfters einen Hinweis - das z.B. gegen den Anrufer ein Bußgeld in Höhe von über 50.000 € verhängt wurde und die Telefon-Nr. alle gelöscht wurden. 

Aber es ist wie so oft im Leben - wenn z.B. jemand von Unbekannten angegriffen wird - dann rennen viele Menschen von dannen ohne dem Unbekannten zu helfen.

Nach dem Motto - wenn ich nicht helfe, kann mir auch nichts passieren!

Bzw. nach dem Motto - "Feigheit"

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@Apolon

Also zu feige wäre ich ganz sicher nicht, solche Betrüger bzw. unseriösen Callcenter anzuschwärzen, damit sie saftige Geldstrafen bekommen.

Allein nur fehlt mir der Glaube daran, daß da wirklich so rigoros durchgegriffen wird, v.a. wenn man vielleicht nicht zu allen Punkten in dem Beschwerdeformular eine Angabe machen kann.

Wird das dann trotzdem noch so konsequent weiterverfolgt?

Und auch wenn das vielleicht was bringen mag, so sollten doch trotzdem schon im Vorfeld alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um sowas schon im Keim zu ersticken.

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@Franz577

Und auch wenn das vielleicht was bringen mag, so sollten doch trotzdem schon im Vorfeld alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um sowas schon im Keim zu ersticken.

Wie ich bereits schrieb, kann dies jeder im Vorfeld tun.

Telefon-Nr. wie z.B. 0900 ....... oder 0132.....  usw. sperren.

Wer keine Anrufe aus dem Ausland bekommt, kann z.B. die Vorwahl von Italien 0039 sperren.

Außerdem kann man sich auf der Robinsonliste registrieren.

https://www.robinsonliste.de/

also wie gesagt - den Kopf in den Sand strecken und nichts tun - hilft hier nicht weiter.

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@Apolon

Ok, eine Überlegung ist es zumindest mal wert.

Aber 0900-Nummern sind nicht das Problem. Die rufen ja nicht an, sondern die wollen angerufen werden, weil sie teuer sind.

Diese Nummern zu blockieren macht daher keinen Sinn.

Und sie zu sperren, damit sie nicht anrufbar sind brauch ich auch nicht, weil ich sie ja sowieso nicht wählen würde.

Das Problem sind die Anrufe von immer wieder unterschiedlichen Festnetz- und manchmal auch Mobilfunknummern, die sich nicht zurückrufen lassen und mit denen daher eigentlich nur unseriöse oder gar kriminelle Ziele verfolgt werden.

Ich glaub, ich werd mir doch noch das effektivste Mittel gegen solche belästigenden Anrufe zulegen, nämlich eine Trillerpfeife!

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Das ist verboten! Aber wer nicht sofort auflegt, wenn sich jemand mit einer Gewinnmitteilung meldet, ist selbst schuld.

Schon klar, daß Trickbetrug verboten ist.

Aber das ist doch nicht meine Frage.

Meine Frage war, ob man das nicht schon vorab im Keim ersticken könnte, indem man einfach diese Praktik des Anmietens von "toten" Festnetznummern verbietet.

Denn wenn das verboten wäre, könnte man doch alle Anbieter solcher Nummern sofort zur Rechenschaft ziehen.

Und ja, es gibt leichtgläubige Menschen, aber das Opfer ist nie schuld, sondern immer nur der Täter! Alles andere ist die falsche Denkweise, die leider immer noch weit verbreitet ist!

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@Franz577

Da sich solche Betrüger laufend anderer Telefonnummern bedienen, kann man die leider kaum sperren. Bei meinem Telefon gibt es die Möglichkeit, nur bestimmte Personen zuzulassen, aber das ist auch nicht von Vorteil.

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Selbst deutsche Firmen bedienen sich dieser "Masche", wenn man dies so nennen will, um Schweizer Haushalte und Firmen zu kontaktieren.

Einfach so unterbinden lässt sich das nicht, denn wer ein Sitz im betreffenden Land hat, ist berechtigt eine Nummer zu haben.

Ok, aber das sind ja keine "richtigen" Nummer, weil man sie nicht zurückrufen kann. Bei solchen Nummern steckt doch immer eine betrügerische Absicht dahinter.

Und dieser Umstand sollte eben nicht erlaubt sein.

Also eine Nummer zu haben, die ins Leere führt.

Kann das nicht kontrolliert werden oder kann vom Gesetzgeber her nicht ein Nachweis verlangt werden, daß jede Nummer auch anrufbar sein muß?

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@Franz577

mit VoIP kann man ohne Probleme einstellen, dass nicht zurückgerufen werden kann.

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@mrDoctor

Und welchen (seriösen) Sinn soll das haben, daß jemand nicht zurückrufen kann?

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@Franz577

Natürlich keinen, jedoch kann der Provider da nichts ändern.

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@mrDoctor

Wieso kann der Provider da nichts ändern? Er könnte eine solche Einstellung, daß man nicht zurückgerufen werden kann, doch einfach nicht ermöglichen.

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@mrDoctor

Und warum tut man es dann nicht bzw. warum wird der Provider nicht gesetzlich dazu verpflichtet, eine solche Einstellung vorzunehmen, die der Nutzer nicht umgehen kann?

Dann wäre ein Missbrauch nicht mehr möglich.

Da könnte man doch ansetzen!

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@Franz577

Ok, aber das sind ja keine "richtigen" Nummer, weil man sie nicht zurückrufen kann.

Dies sind schon richtige Telefon-Nr. - nur man kann die Anrufe zu diesen Nr. ins Leere laufen lassen. Denn jeder hat die Möglichkeit bei Telefonanlagen diese entsprechend zu programmieren.

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@Franz577

Bei VoIP landet der Anruf auf einem Server. Was der Server mit dem Anruf macht, hängt von der Programmierung ab. Da kann auch der Anbieter nicht irgend etwas verhindern.

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@Apolon

Genau, und da muß es doch wie gesagt etwas geben, um zu verhindern, daß man die Telefonanlage eben so programmieren kann.

Das kann mir doch im heutigen technischen Zeitalter niemand erzählen, daß das unmöglich ist, eine Telefonanlage so zu programmieren, damit es eben nicht möglich ist, die Anrufe ins Leere laufen zu lassen.

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@mrDoctor

Es hängt von der Programmierung ab, ok. Und warum kann diese Programmierung nicht generell so sein, daß eine Rückrufsperre nicht möglich ist?

Es läßt sich doch technisch so gut wie alles umsetzen, also warum nicht auch das?

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@Franz577

Du scheinst nicht zu wissen, was VoIP ist. Das ist im Grunde die digitale Telefonie.

Wenn ein Provider mich in der Programmierung schränkt, dann geh ich zu einem anderen. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, was ich darf und was nicht.

Selbst wenn das möglich wäre, was du so als einfach empfindest, gäbe es die Möglichkeit, den Anruf auf ein imaginäres Telefon weiterzuleiten und da "versandet" der Anruf wieder.

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@mrDoctor

Der Wechsel zu einem anderen Provider würde dann aber nichts bringen, wenn alle Provider per Gesetz dazu verpflichtet wären, eben diese Einschränkungen zu machen.

Sonst keine, aber nur eben diese, die einen unseriösen Gebrauch einer Rufnummer ermöglichen.

Welche Möglichkeiten es dann sonst noch gibt, das alles zu umgehen, weiß ich natürlich nicht. Da bin ich kein Fachmann.

Aber das wäre doch zumindest schon mal ein Anfang und würde die Sache erschweren, oder nicht?

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@Franz577

Die einfachste Möglichkeit ist dein Festnetzanschluss zu künden.

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@mrDoctor

Ja klar, ich soll etwas verändern und meinen Festnetzanschluß kündigen, weil der Gesetzgeber nicht in der Lage ist, die Bürger vor solchen kriminellen und unseriösen Anrufern ausreichend und wirksam zu schützen.

Nein, das ist garantiert der falsche Ansatz!

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@Franz577

Ich lebe in einem freien Land. Zum Glück! und zum glück ist mein Land, nicht dein Land, denn ich verabscheue eine Überregulierung vom Staat. Ich genieße meine Freiheiten.

Geh nach China, in die Türkei oder Nordkorea. Die haben da ein ausgezeichnetes Kommunikations-Gesetz, die Zensur und Propaganda wird dir gefallen.

P.S. ja, ich übertreibe aber sieh mal nicht alles schwarz und denke mit.

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@mrDoctor

Ich verabscheue das genauso wie du! Aber ich rede auch nicht von einer flächendeckenden Reglementierung von allem, sondern nur dort, wo es wirklich hilft, kriminelle Machenschaften einzudämmen.

Und nur dort!

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@Franz577

Es gibt bei uns jedenfalls noch deutlich unsinnigere Reglementierungen als es eine solche wäre.

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Betrug ist bereits verboten.

Ach was du nicht sagst!

Das sind genau die "geistreichen" Antworten, die ich so liebe.

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Na ja, bei 'der' Frage. Oder meinst du wer die Absicht hat eine Straftat zu begehen kümmert sich um ein Telefonnummernbenutzungsverbot?

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@ES1956

Nein, aber darum geht es ja auch nicht, sondern auch um technische Maßnahmen. Hast scheinbar meine Frage und die Kommentare bzw. Antworten hier nicht komplett gelesen.

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