Missbrauch nur als negatives Erlebnis?

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11 Antworten

Missbrauch ist immer negativ. Der Missbrauchte hat keine Chance, in das Geschehen einzugreifen. Ihm bleibt nur übrig, zu verdrängen oder zuzustimmen. Verdrängung hieße, dass er sich erst spät (oder gar nicht) über den Missbrauch bewusst wird, der aber sein Verhalten bestimmt. Zustimmung hieße, dem Missbraucher das Recht einzuräumen, über den Körper des Missbrauchten zu verfügen und dies als nicht schlimm zu erachten. Wie soll man da ein positives Gefühl für sich und seinen Körper entwickeln?

Du bist damit nicht alleine.

Es gibt sogar eine relativ hohel Anzahl an Menschen, welche ihre persönlichen sexuellen Missbrauchserfahrung nicht als einschneidendes oder negatives Erlebnis sehen.

Wenn ein sexueller Missbrauch in der Kindheit statt findet, egal in welcher Form, so hinterlässt das Spuren in jedem Opfer von sexuellem Missbrauch. Wird man sexuell missbraucht, so ist man als Kind dem Täter ausgeliefert, schon alleine wegen dem Kompetenzgefälles. Das heißt, dass ein Kind noch nicht in der Lage ist zu entscheiden, ob das, was da gerade passiert, gut oder schlecht für es ist. Der Täter nutzt das Kind schamlos für seine eigenen egoistischen Zwecke aus. Auch wenn dem Kind nicht gedroht wurde und es die sexuellen Übergriffe irgendwie sogar als "schön" empfunden hat, wirkt sich dies langfristig in der Psyche aus. Sexuell missbrauchte Kinder empfinden meist eine tiefgehende Ohnmacht über das, was da gerade geschieht. Da ist es ein nachvollziehbarer Schutzmechanismus, die ganze Sache runterzuspielen und diese ganzen Gefühle, die dabei auftauchen von sich zu schieben.

Im Rahmen meiner Facharbeit zu diesem Thema habe ich eine 61jährige Frau befragt, die sagte: "Ach, das mein Papa damals mit mir geschlafen hat, das war nicht weiter schlimm. Es hat mir ja auch gefallen. Es zeigt sich, dass man diesen Schutzmechanismus bis ins hohe Alter aufrecht erhalten kann, um den eigentlichen Schmerz, dass man ausgenutzt wurde, niemals spüren zu müssen.

Wer will denn darüber bei gute Frage reden??! Klar gibts da was Positives dran. Und zwar dass man das Kämpfen lernt, dass man "härter" wird und auch mal seine Gefühle abschalten kann, wenn es einem beim Vorankommen hilft. Es gibt zum Beispiel Leute, die sich nicht von ihren Freunden trennen können oder von ihrer Familie und daher nicht für den Beruf in eine andere Stadt ziehen können. Aber man kann auch seine Gefühle abschalten und es einfach tun. Man bekommt eine andere Sichtweise auf das Leben. Und eine gestörte Wahrnehmung hast du sicher nicht. Wenn du es für dich als positiv empfindest, dann ist es auch positiv.

sexualisierte Kindheit ist sehr relativ. Könne ja auch heißen, dass es vonm Dir ausging. Missbrauch ist nie gut und egal ob es Missbrauch war und Du das als positiv empfindest oder Du als Kind schon von Dir aus echte sexuelle Erfahrungen gemacht hast (und ich rede jetzt nicht vom Doktorspiel) denke ich, dass dies eine Fehlentwicklung (vorsichtig gesagt) ist und Du mit Fachärzten darüber sprechen solltest. Oder geh mal in eine SHG und höre da mal zu. Wenn Du dann merkst, dass Du ganz anders empfindest, geh und rede, sonst könne es für Dich und andere vielleicht einmal gefährlich werden. Denn siehst Du das als Normal, sogar als schön an, heißt es im Umkehrschluss ja auch:Dann kannst Du was mit Kindern machen,die finden es ja gut???? Durch meine Arbeit lerne ich immer wieder Menschen kennen, die Opfer von Missbrauch - egal welcher Art - geworden sind und das ist ein ganz schön schwer aufzuarbeitendes Thema und völlig unabhängug ob Mann oder Frau.

Nein, es ist nicht positiv, wenn ein Erwachsener seine Sexualität aufdrängt, und ein Kind damit kaum etwas anfangen kann. Das kann dazu führen, dass geschlechtliche Aktionen später immer als lästig und eklig empfunden werden. Schön kann das ja wohl nicht sein. Der Täter hat wohl viel zerstört....

Für Männer ist das ja nicht schlimm

für Frauen ist das 100% mal schlimmer weil sie meist viel zu jung dafür sind und zweitiens wollen sie es gar nicht.

GBW01 10.10.2010, 20:06

Häh? Nicht schlimm? Noch ganz frisch? Wie du dich wohl fühlst wenn ein Fremder an deinen Hoden rumspielt oder versucht dir seinen Penis in den Hintern zu stecken.....

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Nachtflug 10.10.2010, 20:08
@GBW01

Für Jungs ist das oft ganz besonders schlimm, weil die körperlichen Schmerzen härter sind und weil sie noch viel weniger verstehen, als die Mädchen!

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wueselduesel 10.10.2010, 20:09
@Nachtflug

Das kommt aber ganz darauf an, ob es ein Kerl oder eine Frau ist, die da aufdringlich ist.

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Das ist so ein Pseudoargument Pädophiler.

Ein Kind habe auch ein Recht auf Sex und Zärtlichkeit und würde das alles selber wollen. So reden sie sich ihre Taten schön.

favorita 10.10.2010, 20:10

jap - les dir mal seine antwort bezüglich sex von 12-jährigen durch, den sollte man nachverfolgen... mamma mia...

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missbrauch liegt dann vor, wenn einer der beiden es nicht möchte. das war bei dir anscheinend nicht der fall?

viel schlimmer noch find ich deine antwort dazu, 12-jährigen die sexualität zu "beschönigen"... wenn du kein fake bist rate ich dringendst zu einer therapie...

Ich wollte auch immer von meiner Lehrerin vernascht werden - hat aber leider nie geklappt. Von daher kann ich leider nicht mitreden.

Ich denke, du hast eine 'gestörte' Wahrnehmung.

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