Mir reicht's! :( Mein Bruder ist sexistisch, gestört und tyranissiert die Familie! Hilfe!

16 Antworten

liebe Jetzat, deine häusliche Situation ist keine einfache. Ich kann es daher gut verstehen, daß du dich hierher wendest. In meinen Augen seid ihr, deine Eltern und du, mit der Situation so, wie sie sich im Moment darstellt, vollkommen überfordert. Das liegt z.T. wohl auch daran, daß dein Bruder die Medikamente NICHT mehr nimmt. die Frage ist, weshalb diese Medikamente abgesetzt wurden, wenn er doch unter psychischen Störungen leidet? Deine Eltern und du, ihr solltet euch auf jeden Fall Unterstützung holen. Könnt ihr nicht den Hausarzt ansprechen oder euch psychologische Unterstützung suchen? Prinzipiell finde ich es sehr gut, daß ihr es als GANZE Familie schaffen wollt. Ich kann verstehen, daß deine Eltern ihren Sohn lieben, auch, wenn es sehr schwierig mit ihm ist. Und ich denke, du liebst deinen Bruder auch, bist aber der Belastung, die seine Krankheit mit sich bringt, nicht gewachsen. Das kann einen auf die Dauer "mürbe" machen und auch die Gefühle beeinflussen - ich kann das sehr gut nach vollziehen! Versuche - im Moment , bis es Unterstützung gibt - auch die Hinwednung deines Bruders zum Glauben als einen "Hilfeschrei" von ihm zu sehen, denn ich denke er fühlt, daß er Unterstützung braucht, einen "Leitfaden" für sein Leben. Es ist immer gut in so einer extremen Situation, wenn man sich auch in die andere Person versucht hinein zu versetzen. Und dein Bruder ist psychsich krank, man kann ihn also gar nicht ganz und gar für seine Handlungsweisen und Taten "verantwortlich" machen. Aber ich denke und wiederhole es hier noch einmal: Alleine als Familie schafft ihr das nicht. Bitte sprich mit deinen Eltern darüber . alles erdenklich Gute

das ist sicherlich schrecklich, und du tust mir leid. vergiss aber bitte eines nicht: Dein Bruder ist krank! Mit psychischen Krankheiten der Angehörigen klar zu kommen ist unheimlich schwer, aber du solltest es trotzdem nicht vergessen. Deine Eltern sind offensichtlich auch mit der Situation überfordert.

Vielleicht hilft ein Gang zum Jugendamt, damit deine Eltern ein sehen, dass er weiter in Behandlung muss.

Du befindest dich in einer wirklich unvorstellbar schwierigen Situation. Dein Bruder ist ganz klar psychisch gestört und gehört in Behandlung! Was es bedeutet, Christ zu sein, weiß er auch nicht und schafft sich eine Welt mit seinen eigenen Vorstellungen. Er brauchte eine feste Hand, aber deinen Eltern fehlt anscheinend die Kraft, wirksam einzugreifen, und deshalb lassen sie ihn aus falsch verstandener Liebe gewähren. Das tut aber weder ihm noch der Familie gut, sondern wirkt auf alle sehr zerstörend.

Es ist zwar sehr edel, Geduld zu bewahren, aber auch unbedingt nötig, um Hilfe zu bitten, denn so kann es nicht weitergehen! Ich würde mich an euren Arzt und auch an den Pfarrer eurer Gemeinde wenden, denn schnellste ärztliche und religiöse Hilfe ist dringend! Euer Arzt wird sicher zu einem guten Psychologen oder Psychiater raten, und euer Pfarrer kann ihn vielleicht gerade noch rechtzeitig aus seinem verirrten Christentum herausholen!

Wende dich an beide und vielleicht auch an einen Lehrer oder Verwandten, dem du vertraust. Du brauchst Hilfe und jemanden, mit dem du dich endlich mal gründlich aussprechen kannst!

Inzwischen könntest du versuchen, deinen Bruder nicht mehr so oft in dein Zimmer zu lassen, indem du ihm erklärst, dass du keine Zeit hast, weil du dich gut auf dein Abitur vorbereiten willst.

Aber auch das Lesen der Bibel könnte dir sehr helfen, denn was du selbst liest und lernst, kann er dir nicht auf seine Weise auslegen und dich zu seinen rein persönlichen Ansichten zwingen! Versuch es doch mal und beweise ihm, dass er mit seinen Auslegungen völlig Unrecht hat!

Ich wünsche dir, dass dieses Problem sehr bald gelöst wird! Alles Gute!

Versuch es doch mal und beweise ihm, dass er mit seinen Auslegungen völlig Unrecht hat!

Dann mal gleich einen Tipp dazu:

" Du sollst ENDLICH anfangen dich mir unterzuordnen. So geht das nicht!!! "

In der ziemlich wörtlichen Elberfelder Bibel Lautet die Stelle, auf die der Bruder sich bezieht, so:

Eph 5,21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi, 22 die Frauen den eigenen Männern als [oder: wie] dem Herrn!

Also kann Jetzat fragen:

  • es geht um gegenseitige ("einander"!) Unterordnung - ordnet sich der Bruder auch mal dir unter?
  • es geht um Eheleute - ist der Bruder mit ihr verheiratet?

;)

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@helmutwk

Ein paar Verse weiter heißt es aber auch:

"Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen." (V. 25f.)

Der (Ehe)Mann soll seine Frau also im Gegenzug dafür bis zur Selbstaufgabe lieben. Und davon ist ihr Bruder (-> sowieso andere Verbindung) anscheinend weit entfernt.

Zudem bedeutet das "einander" in Vers 21 auch, dass der Mann mindestens bereit sein muss, sich ebenfalls unterzuordnen.

Zu der Beziehung unter Geschwistern steht unter anderem in 1. Timotheus 5,2: "Behandle die älteren Frauen wie deine eigene Mutter und die jüngeren Frauen mit Zurückhaltung, als wären sie deine eigenen Schwestern."

Also sollte man Schwestern mit einer angemessenen Zurückhaltung behandeln.

Oder in 1. Johannes 3,10: "Und genauso wenig stammt der von Gott, der seinen Bruder und seine Schwester nicht liebt."

In manchen Übersetzungen steht statt "Bruder und Schwester" die Bezeichnung "Nächster", aber ich glaube, hier kann man beides gleich gut nehmen.

Die Verhaltensaufforderungen, die zwischenmenschliche Beziehungen betreffen, sind also nie einseitig formuliert, sondern betreffen immer beide Personen.

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@Counsellor
Ein paar Verse weiter heißt es aber auch:

Das ist irrelevant, denn es geht hier um jemanden der sich Christ nennt. Er muss sich an das halten, was die Kirche ihm vorgibt und nicht das, was in der Bibel steht. MIr ist keine christliche Gruppe bekannt, die sich auch nur im Ansatz nach der Bibel richtet. Das kann auch nich funktionieren, weil die BIbel ausschließlich für Juden geschrieben wurde. Die Kirche hat sich diese Schriften lediglich selbst zusammengestellt zu einem Gesamtwerk und dann die römischen Mythen, Legenden und religiösen Lehren damit neu angestrichen

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@LichtG

Keine Ahnung, aber eine Meinung - immerhin, aber trotzdem voll daneben!

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@LichtG
Er muss sich an das halten, was die Kirche ihm vorgibt und nicht das, was in der Bibel steht.

Das mag die Meinung gewisser Kirchen sein, nur die Mehrheit der Christen sieht das anders.

Das kann auch nich funktionieren, weil die BIbel ausschließlich für Juden geschrieben wurde.

Aha, dann sind das also Juden:

Eph 2,11 Denkt daran, was ihr früher gewesen seid! Ihr gehörtet ja zu den Völkern, die von den Juden die »Unbeschnittenen« genannt werden – dabei haben sie selbst doch nur die Beschneidung, die von Menschen vollzogen wird. 12 Jedenfalls wart ihr damals von Christus getrennt. Ihr wart Fremde und gehörtet nicht zur Gemeinde Israels. Die Zusagen, die Gott bei seinen Bundschließungen gemacht hatte, galten für euch nicht. Ohne Hoffnung und ohne Gott lebtet ihr in der Welt. 13 Damals wart ihr fern von Gott, jetzt aber seid ihr ihm nahe durch die Verbindung mit Jesus Christus, durch das Blut, das er vergossen hat.

Ein wenig Bibellesen, und dir wäre dieser Irrtum, dass die Bibel nur für Juden geschrieben wurde, nicht passiert.

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Aber auch das Lesen der Bibel könnte dir sehr helfen,

Warum? Man muss doch nur wissen, dass die Bibel für Juden und nicht für Christen geschrieben wurde. Schon ist dieses "Christsein" widerlegt.

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@LichtG

Dann hat Jesus sich vermutlich geirrt - hätte er doch bloß dich vorher um Rat gefragt...!

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@joergbauer

Jesus hat immer wieder die Bibel zitiert, und das war zu seiner Zeit natuerlich das Alte Testament, denn das Neue gab es noch nicht. Seine Worte werden aber im Neuen Testament wiederholt, und zwar fuer alle, die an Ihn glauben und ihm folgen wollen!

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@LichtG

Der Apostel Paulus hat einen Großteil seines Missionseinsatzes für die Versöhnung zwischen Juden- und Heidenchristen eingesetzt. Der ganze Römerbrief ist voll von Belegen, dass die Bibel auch für Christen bzw. Nichtjuden gilt.

Z.B. Römer 1,15-16: "Darum ist es mein Wunsch, auch euch in Rom die Botschaft des Evangeliums zu verkünden. Zu dieser Botschaft bekenne ich mich offen und ohne mich zu schämen, denn das Evangelium ist die Kraft Gottes, die jedem, der glaubt, Rettung bringt. Das gilt zunächst für die Juden, es gilt aber auch für jeden anderen Menschen. "

Generell macht auch Jesus nie die Eingrenzung auf Juden, weder bei der Bergpredigt noch bei Johannes 3,16 o.ä.. Und wenn er es nicht tut, haben wir keinen Grund, solche Grenzen aufzustellen.

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@LichtG

Warum? Man muss doch nur wissen, dass die Bibel für Juden und nicht für Christen geschrieben wurde.

Mal wieder ein Fall, in dem Halbwissen in die Irre führt.

Wahr ist, dass die Bibel für Juden geschrieben ist. Wahr ist aber auch, dass das NT auch für Nichtjuden geschrieben ist, und laut NT auch das AT für alle die geschrieben ist, für die das NT geschrieben wurde.

Die Gruppe aus Juden und Nichtjuden, für die das NT geschrieben wurde, hatte verschiedene Selbstbezeichnungen wie z.B: "Jünger" oder "Heilige", ihre Organisation nannten sie ekklesia.

Es gab aber auch eine Fremdbezeichnung für diese Leute:

Apg 11,25 Barnabas aber ging nach Tarsus, um Saulus zu suchen; 26 und als er ihn gefunden hatte, nahm er ihn mit nach Antiochia. Ein ganzes Jahr lang wirkten beide gemeinsam in der Gemeinde und unterwiesen viele Menschen im Glauben. Hier in Antiochia kam für die Jünger und Jüngerinnen zum ersten Mal die Bezeichnung »Christen« auf.

Wenn du das gewusst hättest, hättest du deinen Satz nicht geschrieben.

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Andere Menschen respektlos zu behandeln ist sicherlich kein christliches Handeln. Vielleicht sollte Dein Bruder mal ein Gespräch mit einem Pastor oder Pfarrer suchen, um die tatsächlichen christlichen Werte kennen zu lernen und dementsprechend "leben" zu können - wenn er es dann noch will. Dein Bruder aber scheint eine (diagnostizierte?) psychische Störung zu haben, wenn ich das richtig verstanden habe? Ihr solltet innerhalb der Familie entscheiden, ober sich nicht wieder in professionelle Behandlung begeben sollte. Alles Gute für Dich und Deine Familie!

Geh ganz einfach aus dem Zimmer, wenn er damit anfängt. Ich denke, er gehört in Behandlung, denn normal ist das sicher nicht.

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