Mir ist einer ins Auto gefahren - Gegnerische Versicherung will nicht bezahlen?

15 Antworten

Ich hatte mein Auto ganz normal am Strassenrand geparkt, kein Halte- oder Parkverbot alle parken dort.

Naja, dass "alle dort parken" bedeutet nun per se noch lange nicht, dass es korrekt ist. Das nur am Rande :-)

Ein Rentner ist aus seiner Garage rausgefahren und in mein Auto an der Seite reingekracht. Ich war war zu dieser Zeit überhaupt nicht anwesend, noch nichtmal in Deutschland.

Unschön, kommt aber vor.

Als ich wieder kam fand ich einen Zettel von der Polizei mein Auto sei in einen Unfall verwickelt gewesen ich solle mich bei Ihnen melden. Gesagt getan hab die Daten von dem Unfallverursacher bekommen.

Dann ist doch der Unfall mindestens polizeilich aufgenommen worden.

Kurz darauf auch schon ein Schreiben von seiner Versicherung ich sollte mich bei Ihnen melden. Hab dort angerufen, ja sie möchten einen Gutachter von CarExpert schicken.

Und?

Da ich im Internet nichts gutes über dieses Unternehmen gelesen habe, fragte ich hier auf gutefrage.net nach, was meine Rechte sind. Damals riet man mir ich sollte einen Anwalt nehmen, da dies als Geschädigter mein gutes Recht ist und die gegnerische Versicherung die Anwaltskosten bezahlen würde.

Sofern den Unfallgegner das Verschulden trifft, ist das im Prinzip auch korrekt.

So das alles war im Oktober letzten Jahres.

3 Monate ist für eine Schadensregulierung im HP-Bereich allerdings etwas üppig.

Anscheinend weigert sich die gegnerische Versicherung jetzt überhaupt irgendwas zu bezahlen.

Dazu muss es ja eine Begründung geben.

Jetzt bekomme ICH vom Anwalt und vom KFZ Gutachter Sachverständiger eine Mahnung ICH müsste die Kosten übernehmen.

Das wäre insofern logisch, da du der Auftraggeber warst. Wenn der VR nicht leistet, ist der Auftraggeber zahlungspflichtig, denn der hat die Tätigkeit ja beauftragt.

Ich bin nicht gefahren und habe meinen Wagen ordnungsgemäß laut Stvo geparkt. Habe somit 0% Teilschuld!!!

Was im Streitfall zu beweisen wäre.

Ich bin jedenfalls stinksauer und sehe es auch überhaupt nicht ein, dass ich den Anwalt nun bezahle.

Bei der Falllage wird dir aber zunächst gar nichts anderes übrigbleiben.

Wenn ich den bezahle dann tut ER ja überhaupt nichts mehr, da ER ja sein Geld schon bekommen hat. Das soll er gefälligst von der gegnerischen Versicherung holen!!!!!

Weder der Gutachter noch der Anwalt werden bis zum Ausgang eines möglichen Klageverfahrens auf eine Bezahlung warten; die holen sie sich zwischenzeitlich beim Auftraggeber. Wenn die Klage gewonnen wird, steht dir dafür auch die Erstattung zu.

P.S: Und die 1000€ was Anwalt + Gutachter jetzt kosten sollen habe ich auch nicht einfach mal so übrig!!!

Tja, da hätte sich der Verkehrs-RS eben gelohnt.

Und wenn ich lese

"Die gegnerische Versicherung schreibt nun sie wird nicht zahlen, da ich mich angeblich mit deren Versicherungsnehmer (der mir reingefahren ist) geeinigt hätte, was überhaupt nicht stimmt da ich diesen Mensch noch nie gesehen habe oder mit ihm geredet habe"

dann wird die gegnerische Versicherung ohne Klage auch nicht zahlen, da sie verpflichtet ist, ggfs. unberechtigte Ansprüche gegen ihren VN abzuwehren. Offenbar liegt hier entweder eine Fehlinformation vor, oder eine Falschaussage des Unfallgegners.

Das Ganze läuft auf eine Klage gegen den VN zu (vertreten durch deinen VR). Und das wird ohne Vorschuss und ohne Bezahlung der bereits entstandenen Kosten nichts.

Dass du stinksauer bist, ist verständlich. Doch es wird dich nicht weiter bringen. Der Fall scheint mir recht verwickelt, und das wirst du nur auflösen, wenn du selbst ruhig und rational damit umgehst.

Irgendwie klingt es eigenartig: Du hattest Kontakt mit der gegnerischen Versicherung und die waren anfangs auch entgegenkommend. Plötzlich aber legen sie sich quer - mit welcher Begründung, wenn der Fall so eindeutig ist, wie du es schilderst?

Und was hat dein Anwalt konkret getan? Du schreibst nur von der Rechnung. Gibt es einen Schriftverkehr von ihm mit der gegnerischen Versicherung? Und mit welcher Begründung hat der Anwalt seine Ansicht geändert, dass die gegnerische Versicherung für alle Kosten aufkommen müsse?

Kurz gesagt, deine Schilderung des Falls enthält einige wesentliche Punkte nicht, die man bräuchte, um den Fall zu beurteilen.

Zuerst würde ich jetzt mit meinem Anwalt und dann auch mit dem zuständigen Sachberarbeiter der gegnerischen Versicherung erst mal ein Gespräch suchen - ruhig, verbindlich und konstruktiv.

Deine eigene Versicherung einzuschalten, ist ein guter Tip.

Wie gesagt ... dies unter Vorbehalt, dass mir hier wesentliche Fakten zu dem Fall fehlen.

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Wie gesagt ich war im Ausland mir fährt einer rein, ich bin wieder da finde Zettel von Polizei soll mich melden. Die haben mir die Daten von dem gesagt der mir reingefahren ist. Tage später kam ein Schreiben von der gegnerischen Versicherung ich sollte anrufen. Hab ich getan die sagten sie wollen einen eigenen Gutachter der Firma CarExpert schicken. Im Internet nichts gutes darüber gelesen. Daher hier auf gutefrage.net nachgefragt. Alle meinten ich solle mir einen Anwalt für Verkehrsrecht nehmen. Hab ich getan. Bin hin der hat mir einen Gutachter empfohlen. Hat nochmal zu mir gesagt seine Kosten trägt die gegnerische Versicherung und auch den Gutachter müsste ich nicht bezahlen. Bin zwei Tage später zu dem Gutachter. Der hat einen Schaden von ~2000€ festgestellt. Mein Anwalt hat der gegnerischen Versicherung geschrieben mit einer Zahlungsaufforderung. Die gegnerische Versicherung schreibt nun sie wird nicht zahlen, da ich mich angeblich mit deren Versicherungsnehmer (der mir reingefahren ist) geeinigt hätte, was überhaupt nicht stimmt da ich diesen Mensch noch nie gesehen habe oder mit ihm geredet habe

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@RahulSeditec

Das klingt danach, dass dein Unfallgegner da eine Falschaussage gemacht hat. Dem musst du schnellstens und in aller Form widersprechen. Ich verstehe zwar nicht ganz, weshalb dein Anwalt eher der gegnerischen Versicherung glaubt als dir, aber das ändert nichts an der Situation:

Du musst die gegnerische Versicherung ansprechen. Am besten auf beiden Wegen - per Anruf an den Sachbearbeiter und mit einem Schreiben, in der du der Darstellung deines Unfallsgegners widersprichst.

Dann musst du mit deinem Anwalt klären, weshalb er sein Mandat nicht erfüllt und sofort deine Interessen wahrgenommen hat, d.h. Widerspruch gegen die Darstellung des Rentners eingelegt hat. Das würde ich auch zuerst persönlich versuchen.

Ansonsten ist es leider richtig: Einige Kosten hast du selbst verursacht und wirst sie nicht von der Versicherung bekommen. Doch zumindest die Reparatur muss drin sein. Vielleicht wird die gegnerische Versicherung auch entgegenkommender, wenn du ihr eine Einigung anbietest - auf der Basis, dass sie nur die direkten Unfallschadenkosten übernimmt.

Falls du im ADAC bist, kannst du dich auch rechtlich noch mal von einem unabhängigen Anwalt beraten lassen - auch ohne Rechtsschutzversicherung.

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Du hast den Anwalt in Anspruch genommen, dann musst du ihn auch bezahlen, falls die Gegenseite bei der Zahlung ausfällt. Grundsätzlich hast du ein Anrecht darauf, dass die gegnerische Versicherung diese Kosten übernimmt, genauso wie von deinem Gutachter. Aber: wenn die gegnerische Versicherung sich weigert zu bezahlen, musst du bezahlen! Das ist ja leider immer das Risiko, wenn man einen Anwalt nimmt oder einen eigenen Gutachter beauftragt… Diese Klausel wirst du dem Anwalt auch sicherlich unterschrieben haben.

Es ist ja jetzt sehr ärgerlich für dich, das kann ich sehr gut nachvollziehen! Aber letztlich ist es halt dein Problem und nicht das des Anwalts! Sprich, du musst dann mit der Gegenseite eine Auseinandersetzung anstreben, damit die deine entstandenen Kosten, nämlich Schaden am Auto, Rechtsanwalt und Gutachter übernimmt! Nicht der Anwalt muss sich darum streiten… Jedenfalls nicht unbezahlt… ich würde, so ärgerlich es auch ist, Anwalt und Gutachter (erstmal) bezahlen und die Gegenseite auf die Kostenübernahme - notfalls -verklagen. Aber ich kann dir mit Sicherheit sagen, dass du ziemlichen Ärger am Stecken hast, wenn du Anwalt und Gutachter jetzt nicht bezahlst.

Wie ist denn die Argumentation der gegnerischen Versicherung, dass sie nicht bezahlen möchte? Einfach nicht bezahlen können sie ja schlecht…

T3Fahrer

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Die gegnerische Versicherung schreibt meinem Anwalt folgendes (was aber überhaupt nicht stimmt, da ich den der mir reingefahren ist noch nie im Leben gesehen habe!!!) :

nach den uns vorliegenden Informationen haben sich unser Versicherte und Ihr Mandant untereinander geeinigt. Wir können daher keine Zahlung leisten

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@RahulSeditec

Da musst du dann dringlich mit deinem Anwalt drüber sprechen und selbiger muss dann bei der Versicherung widersprechen! Welche Belege soll es denn geben, dass ihr euch geeinigt habt? Der Gegner muss dir ja irgendwie beweisen, dass du dich angeblich mit ihm geeinigt hast…

Wenn man die Geschichte jetzt weiterspinnt, könnte man natürlich auf den Gedanken kommen, ob jemand damals den Unfall beobachtet hat und behauptet hat, es sei sein Fahrzeug, dass da beschädigt worden sei… So hätte dieser dann womöglich die Möglichkeit gehabt Geld abzugreifen im Sinne einer angeblichen Einigung mit dem (vermeintlichen) Besitzer… Aber das ist natürlich eine weitergesponnene Geschichte, keine Ahnung, ob es tatsächlich so gewesen ist… Was sagt denn dein Anwalt zu dieser Konstellation? Der müsste dir doch auch geraten haben bei der Versicherung zu widersprechen…

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