Mir ist aufgefallen, dass manche beatmeten Patienten auf Intensivstationen "maschinelle" Pfeifgeräusche von sich geben - ist das Schnarchen?

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2 Antworten

Moin,

ich bin mir nicht ganz sicher, welches Geräusch du meinst. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass das Geräusch, welches du meinst, durch turbulente Strömung im Tubus verursacht wird. Bei gleichbleibendem Atemminutenvolumen steigt die Durchflussgeschwindigkeit der Luft im Tubus bei abnehmendem Tubus-Innendurchmesser. Je höher die Strömungsgeschwindigkeit, desto eher treten turbulente Strömungen auf. Diese machen oft Krach (und erhöhen auch den Atemwiderstand, was beatmungstechnisch dann auch echt nervig wird).

Natürlich kommt es aber auch darauf an, welches Beatmungsgerät verwendet wird. Alte Geräte machen eher mehr Krach als neuere, aber das ist ja klar.

Zur Atmungsüberwachung wird das wohl eher nicht genutzt, da die rein akustische Überwachung einer suffizienten Beatmung durch die Atemgeräusche selbst sehr störanfällig und risikoreich wäre. Dazu werden viele andere Parameter überwacht, wie das Atemminutenvolumen (insbesondere entscheidend bei druckkontrollierten Beatmungen wie CMV, wenn das Tidalvolumen je nach intrathorakalem Druck variieren kann), die Atemfrequenz (natürlich nicht grad bei kontrollierten Beatmungen, wohl aber bei assistierter Beatmung, bei der der Patient selbstständig mitatmen bzw. die AF vorgeben kann, wie bei SIMV, BiPAP, CPAP, PSV etc.), etCO2, Pinsp und so weiter.

Gruß ;)

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Ich denke mal das ist das PEEP-Ventil.

Der Überwachung dient das sicher nicht. Da gibt es bessere Mechanismen.

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